Statt für einen großen Namen hat sich Hoffenheim für Marco Kurz entschieden. Der könnte genau der richtige Coach sein.

Felix Magath war der Wunschkandidat der SPORT1-User, Bernd Schuster hatte erklärt, dass er als Trainer "schon ein Auge" auf den Verein werfe.

Bekommen hat den Job als Hoffenheim-Trainer nun Marco Kurz.

Es ist die unspektakuläre Lösung, die schlechte muss es in der aktuell so prekären Lage deswegen nicht sein.

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Mit Großmachtsfantasien, wie sie einer der beiden obigen Namen gewiss wieder geweckt hätte, hat Hoffenheim in dieser Saison schon genug leidvolle Erfahrungen gemacht.

Marco Kurz ist anders als Vorgänger Markus Babbel ein bekennender Leisesprecher, hat sich in seiner noch jungen Trainerkarriere aber einen Ruf als seriöser Arbeiter erworben.

Keiner, der jeweils zwischen den Klischees "Harter Hund - Spielerversteher" und "Traditionalist - moderner Konzepttrainer" steht, sondern einer, der eine gesunde Balance aus allem verkörpert.

Den Hoffenheim kann das nur guttun, denn der Klub ist seit dem Ende der Ära Rangnick aus der Balance geraten, hat die Trainer ebenso munter gewechselt wie die Philosophien.

Mal zurück zu den Wurzeln, dann doch wieder hoch hinaus mit großem Geldaufwand.

Die Realität hat die hohen Erwartungen eingeholt, eine Situation, die Kurz kennt.

Bei seinen früheren Stationen 1860 München und Kaiserslautern lautete das Grundproblem, dass die hohen Ansprüche eines Traditionsklubs auf fehlende Mittel prallte, sie umzusetzen.

Gehen musste Kurz am Ende beide Male nach Negativserien, die mit der Knappheit dieser Mittel wohl mehr zu tun hatten als mit Kurz' Kompetenz.

Bestätigt sich der Eindruck, ist die seriöse Lösung Kurz für Hoffenheim mit seinen nicht so knappen Mitteln wirklich auch die beste.

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