DSF-Experte Udo Lattek schreibt in seiner Sport1.de-Kolumne über Werder Bremens Fehlstart in die Rückrunde.

Hallo Fußball-Freunde,

die Krise von Werder Bremen ist für mich schwer nachvollziehbar. Wie kann man erst im Pokal in Dortmund gewinnen und zu Hause gegen Bielefeld verlieren?

Mit der fußballerischen Qualität kann das absolut nicht zusammenhängen. Die Mannschaft hat jedenfalls mehr Potenzial als sie abruft.

Es könnte vielmehr sein, dass es im Team nicht stimmt, dass die Hierarchie kaputt gegangen ist.

Vielleicht wird Frings nicht mehr so akzeptiert, zudem wurden auf Schalke die gesperrten Pizarro und Diego schmerzlich vermisst.

Ein großes Problem ist ohnehin, dass Diego überhaupt nicht in den Griff zu kriegen ist.

Durch seine Äußerungen und sein Verhalten außerhalb des Platzes bringt er viel Unruhe in die Mannschaft.

Wenn er nicht zu disziplinieren ist, dann muss man vielleicht die Reißleine ziehen und sagen: "Tschüss Junge, such dir einen anderen Verein!"

Ich habe das Gefühl, dass er selbst nicht genau weiß, was er will.

In Portugal hat er auf der Tribüne gesessen und hier bekommt er ohne Pause Zucker in den Hintern geblasen.

Wenn er aber so weiter macht wie zuletzt, dann wird er bald keine Angebote mehr aus England, Italien oder sonstwo bekommen.

Die internationalen Topklubs können keinen Spieler gebrauchen, der undiszipliniert ist und ständig Schwierigkeiten macht. Diego wandelt da auf einem ganz schmalen Grat.

Aus meiner Sicht ist es in Bremen nach zehn Jahren auch mal Zeit für einen Trainerwechsel, auch wenn das bei Werder keiner hören will.

Ich halte Thomas Schaaf für einen sehr guten Trainer, aber eine Veränderung würde mit Sicherheit beiden Seiten gut tun.

Vielleicht hat Thomas ja auch schon darüber nachgedacht.

Euer Udo Lattek

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