DSF-Experte Udo Lattek hat kein Verständnis für den erneuten Platzverweis von Bayern-Kapitän Mark van Bommel.

Hallo Fußball-Freunde,

der Aufreger des Wochenendes war sicherlich die Gelb-Rote Karte gegen Bayern-Kapitän Mark van Bommel in Dortmund.

Wenn er ein richtiger Kerl ist, geht van Bommel zu Jürgen Klinsmann und zur Mannschaft und entschuldigt sich dafür.

Der Platzverweis geht total in Ordnung, alleine für den Schlag beim zweiten Foul hätte er auch schon Rot bekommen können.

Es geht dabei gar nicht darum, weniger aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen, aber die Reaktion mit dem Nachschlagen kann man nicht tolerieren.

Van Bommel muss da einfach umdenken! Er wollte sich ja eigentlich als Kapitän etwas mehr zusammenreißen, doch auf dem Platz springt da bei ihm scheinbar immer ein Knopf raus, und dann ist nichts mehr zu machen.

Das Problem dabei ist, dass er die Schiedsrichter mit seinen Aktionen schon grundsätzlich gegen sich aufgebracht hat.

Aus dieser Sicht wäre im Nachhinein Philipp Lahm sicherlich der bessere Kapitän gewesen, weil er als fairer und sauberer Sportsmann einen ganz anderen Stellenwert bei den Schiedsrichtern hat.

Immerhin hat van Bommel seine Mitspieler durch den Platzverweis aufgeweckt. Für mich war das der Knackpunkt des Spiels.

Denn ab diesem Zeitpunkt haben die Dortmunder angefangen, über den möglichen Sieg gegen die "großen Bayern" nachzudenken und immer mehr verkrampft.

Der Fehler war, dass der BVB versucht hat, das 1:0 über die Runden zu bringen. Und dann spielen die Bayern so wie in der zweiten Halbzeit und hätten ja fast mit zehn Mann noch gewonnen.

Der FCB ist am Anfang überhaupt nicht mit der Dortmunder Aggressivität zu recht gekommen. Erst als das Team nichts mehr zu verlieren hatte, lief es besser.

Vor allem die Hereinnahme von Tim Borowksi fand ich einen hervorragenden Schachzug von Jürgen Klinsmann, der dadurch mitverantwortlich für die Wende war.

Tabellenführer bleibt aber Hoffenheim. Auch ich finde es wunderbar, was dort aufgebaut wird.

Ich frage mich nur, was denn passiert, wenn sich Dietmar Hopp irgendwann zurückziehen sollte. Und ich warne auch davor, schon jetzt an höhere Ziele zu denken.

Ich möchte den bisherigen Gegnern aus Cottbus und Mönchengladbach nicht weh tun, aber der erste richtig ernsthafte Härtetest wird ihnen erst in der nächsten Woche bei Bayer Leverkusen bevor stehen.

Dann können wir viel mehr über die Qualität der Mannschaft sagen.

Bis nächste Woche,

Euer Udo Lattek

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