Frings netzt bei seiner rauschenden Gala mehrfach, auch der "Kugelblitz" schlägt zu. Schaaf erlebt eine emotionale Rückkehr.

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Bremen - Torsten Frings hat mit einer rauschenden Gala und drei Toren Abschied von seiner großen internationalen Profikarriere genommmen.

Vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion trennten sich Torsten und Friends und die Werder-Allstars mit 7:8 (3:4). Seine beiden Töchter führten ihn nach seinem allerletzten Treffer vom Spielfeld.

"Es war fantastisch, ich bin total überwältigt von der Stimmung", sagte Frings SPORT1 direkt nach dem Ende der Partie.

Der Vize-Weltmeister von 2002 traf in der 40. Minute für die Werder-Allstars. Nach dem Seitenwechsel konnte sich der 36-Jährige auch für "Torsten und Friends" in der 83. Minute in die Torschützenliste eintragen lassen.

Ailton trifft doppelt

Ebenfalls zweimal war Bremens Publikumsliebling Ailton erfolgreich.

Der "Kugelblitz" freute sich bei SPORT1 vor allem über das Zusammenspiel mit seinen alten Weggefährten Johan Micoud und Ivan Klasnic: "Das sind beides Klasse-Fußballer und sie haben noch nicht vergessen, wo Ailton hinläuft. Wir haben sehr gut kombiniert und ich habe zwei Tore gemacht."

Keeper Wiese trifft vom Punkt

Vom Elfmeterpunkt traf der bei 1899 Hoffenheim aufs Abstellgleis geschobene ehemalige Werder-Keeper Tim Wiese.

Der Torhüter genoss den freudigen Empfang durch das Bremer Publikum: "Das ist schön. Ich hatte hier super Jahre, die Werder Fans standen immer hinter mir und der Truppe."

Unter die prominenten Ex-Kicker wie Lothar Matthäus, Michael Ballack und Bernd Schneider hatte sich auch Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher gemischt, auch ihm gelang ein Treffer.

Emotionale Rückkehr für Schaaf

Eine emotionale Rückkehr nach Bremen erlebte Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf. "Sicherlich sind einige Gefühle dabei", gestand der Coach, der mit großem Applaus vom Werder-Anhang empfangen wurde, bei SPORT1: "Ich bin hier, um einen Spieler zu ehren, der es absolut verdient hat."

Von seinem ehemaligen Weggefährten Frings schwärmte Schaaf, der sich vor dem 34. Spieltag der vergangenen Saison mit Werder auf eine Trennung geeinigt hatte.

"Er hat sich mit dem, was er getan hat, total identifiziert", erklärte der Ex-Werder-Trainer: "Torsten hat mit Herz und absoluler Leidenschaft gespielt. Das war toll. Wir hatten eine tolle Zeit, geprägt von viel Vertrauen, und haben uns gegenseitig unterstützt."

Frings schwärmt von Schaaf

Schaaf spielte für Frings eine besondere Rolle: "Ohne ihn wäre ich heute überhaupt nicht hier."

Das der Coach trotz der jüngsten Vergangenheit auf der Bremer Bank saß, rechnete ihm der Ex-Nationalspieler hoch an.

"Ich freue mich über jeden einzelnen, der gekommen ist, aber vor allem über Thomas, weil ich ganz genau weiß, was er hier für eine schwierige Zeit hatte und dass es für ihn sicherlich nicht leicht ist, wieder hier herzukommen", sagte Frings: "Deshalb bin ich total dankbar, dass er da ist."

Bereits am Freitag hatte sich Werder Bremens Geschäftsführung im Rahmen eines gemeinsamen Abendessens von Schaaf nach 14 Jahren als Cheftrainer beim ehemaligen Europapokalsieger offiziell verabschiedet.

Riesen-Trikot mit der Nummer 22

Kurz vor Spielbeginn wurde der 79-malige Nationalspieler Frings vom Werder-Vorstand offiziell für seine erfolgreiche Zeit bei den Norddeutschen geehrt.

Klubpräsident Klaus-Dieter Fischer überreichte einen überdimensionalen Dress mit der Rückennummer 22, zusammengesetzt aus den Trikots, die Frings während seiner Profikarriere trug: Alemannia Aachen, Werder Bremen, Nationalmannschaft, Borussia Dortmund, Bayern München, FC Toronto.

Jubelstürme in Bremen

Exakt 90 Minuten vor dem Anpfiff hatten Thomas Schaaf und Frings die zu diesem Zeitpunkt noch spärlich gefüllte Arena betreten, lösten damit aber bei den wenigen treuen Fans in der Ostkurve wahre Jubelstürme aus.

"Thomas war der erste Bremer, mit dem ich vor 16 Jahren vor meinem Wechsel zu Werder telefoniert habe. Dieser Wechsel war die beste Entscheidung meines Lebens", sagte Frings.

Die After-Show-Party von Schaafs langjährigem Kapitän Frings wurde mit 400 geladenen Gästen in einem Bremer Club in der Überseestadt gefeiert.

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