DSF-Experte Udo Lattek schreibt in seiner Sport1.de-Kolumne über Mario Gomez und die offene Trainerfrage auf Schalke.

Hallo Fußball-Freunde,

Mario Gomez' Torflaute in der Nationalelf ist das Hauptthema nach dem 4.0-Sieg im Länderspiel gegen Liechtenstein.

Dennoch braucht ihn Bundestrainer Joachim Löw am Mittwoch in Wales. Gomez ist der Einzige, da Klose ausfällt, der in der Luft etwas machen kann.

Löw weiß auch, dass Helmes kein Kopfballspieler ist. Gegen einen Gegner, der destruktiv spielt und hinten drin steht, brauche ich einen wie Gomez. Man kann gar nicht auf ihn verzichten. Irgendwann macht er sein Tor.

Zum möglicherweise entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Russland: Es sind brisante Voraussetzungen. Man spielt in Russland auf einem Kunstrasen, und das ist für die deutsche Mannschaft unheimlich schwierig.

Als Vorbereitung für so eine Partie braucht man starke Testspielgegner.

Man wächst nur, wenn man gegen starke Mannschaften spielt. Wenn man gegen Teams wie Liechtenstein spielt, verliert man die den Blick für die wirklichen Kräfteverhältnisse.

Zum Thema Trainertagungen: Ich weiß es noch von früher, dass sie der einzige Anlass waren, wo man wirklich miteinander kommuniziert hat.

Man hat Dinge ausgeräumt, die im Raum standen. Das war meistens sehr, sehr positiv.

Aber einmal im Jahr ist zu wenig, das haben wir damals schon gesagt.

Zur Bundesliga: Die Schalker tun mir schon langsam leid, weil soviel Mist passiert. Man hat doch einen ehemaligen Spieler dort, mit Olaf Thon, der Berater des Vorstands ist. Soweit ich informiert bin, hat man ihn noch nicht gefragt. Warum macht man das nicht?

Was den Trainerposten betrifft: Ich tippe auf Armin Veh oder Slaven Bilic, der vor einiger Zeit mit dem HSV verhandelt hat. Das scheint eine ganz heiße Nummer zu werden.

Otto Rehhagel kann ich mir eher als Manager als als Trainer vorstellen. Nicht mehr als Mann, der jeden Tag auf dem Platz steht.

Der Otto käme in eine Mannschaft hinein, die er nicht kennt, die schwierig ist, in der jeder versucht, ans rettende Ufer zu kommen. Ich kann ihm nur raten, das nicht zu machen.

Euer Udo Lattek

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