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BVB-Boss Hans-Joachim Watzke stand im DSF-Doppelpass Rede und Antwort © imago

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke lobt im DSF-Doppelpass Jürgen Klopp und spricht über neue Ansprüche des Vereins.

München - Nach erfolglosen und von finanziellen Nöten geprägten Jahren blickt Borussia Dortmund wieder frohen Mutes in die Zukunft - auch weil mit Jürgen Klopp der absolute Wunschtrainer in den Signal-Iduna-Park gelotst wurde.

Attraktiven Offensiv-Fußball will der Ex-Coach von Mainz 05 den BVB-Fans bieten und damit die zuletzt fußballerisch mageren Jahre vergessen machen.

Auf vier Punkte beläuft sich die Ausbeute nach den ersten beiden Spielen - sehr zum Wohlwollen von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, der vom neuen Coach regelrecht schwärmt: "Er ist als Trainer hervorragend und als Typ authentisch."

Im DSF-Doppelpass spricht der BVB-Geschäftsführer über Klopps Arbeit, neue Ansprüche im Ruhrgebiet, das Tauschgeschäft mit dem HSV und geplante Transfers nach der schweren Verletzung von Verteidiger Dede.

Hans-Joachim Watzke über...

das neue Anspruchsdenken beim BVB:

"Für mich ist es ein sehr gutes Zeichen, dass Jürgen Klopp mit dem Spiel gegen Bayern auch sehr kritisch umgegangen ist und sich nicht mit den vier Punkten nach zwei Spielen zufrieden gibt, sondern genau den Finger in die Wunde gelegt hat, dass wir eben nicht nachgesetzt haben.

Wir müssen einfach vom Denken wieder etwas anspruchsvoller werden, was nach unserer Vergangenheit nicht ganz so einfach ist. Wir müssen einfach wieder dahin kommen, dass wir die Bayern zu Hause schlagen wollen."

den Trainer Jürgen Klopp:

"Ich habe bei Jürgen Klopp ein sehr gutes Gefühl. Aber es war auch vorher unter Thomas Doll nicht alles so schwarz, wie es jetzt gemalt wird. Er hat uns in der letzten Saison in den UEFA-Cup geführt, obwohl die Bundesligasaison miserabel gelaufen ist.

Wir haben jetzt mit Jürgen Klopp jemanden, den wir schon relativ lange beobachtet haben und wir sind mit ihm sehr zufrieden, weil er ein hervorragender Trainer und als Typ authentisch ist. Er ist trotz seiner unglaublichen Popularität am Boden geblieben."

das derzeitige Potenzial der Mannschaft:

"Wir sehen, dass wir eine Mannschaft mit sehr hohem Potenzial und auch einer sehr großen Jugendlichkeit haben. Sie haben auch das Privileg, das ein oder andere falsch zu machen. Wir wissen, wo wir herkommen und dass wir in den letzten Jahren andere Prioritäten hatten.

Wir haben in den letzten zwei Jahren 123 Millionen Euro Schulden abgebaut. Diese Zeit ist jetzt aber vorbei und wir haben in den nächsten Jahren auch wieder finanziell die Möglichkeiten, die Mannschaft substantiell zu verstärken und entsprechend der Philosophie von Jürgen nicht nur hochkarätige, sondern auch sehr junge Spieler zu verpflichten, die wir weiter entwickeln können. Klar ist, dass wir auch in zwei, drei Jahren noch keine Transfers für 25 Millionen á la Ribery machen können."

das Tauschgeschäft mit dem HSV (Zidan für Petric):

"Die entscheidende Frage, als das Interesse des HSV kam, war, ob wir danach sportlich schlechter da stehen würden. Und da haben sowohl Michael Zorc (Anm. d. Red.: Sportdirektor des BVB) und auch der Trainer gesagt, dass das nicht so wäre.

Wir sind noch nicht in dem Bereich, einen Transfer zu machen, von dem wir nicht wissen, dass er zu 100 Prozent einschlägt."

einen Ersatz für den langzeitverletzten Dede:

"Wir werden auf jeden Fall noch einen Spieler als Ersatz verpflichten. Wir suchen aber einen, der auch auf einer anderen Position einsetzbar ist, weil Dede sicherlich einer der besten Linksverteidiger der Bundesliga ist. Es ist aber noch nichts spruchreif."

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