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Kevin Kruth musste den Platz mit einem Schlüsselbeinbruch verlassen © getty

Fortuna Köln startet mit einem "Dreier" in die neue Saison. Doch die Verletzung von Stürmer Kevin Kruth trübt die Freude.

Köln - Trotz des verdienten 1:0-Erfolges beim Aufsteiger TSG Sprockhövel gab es nach dem Schlusspfiff nur zwei Themen: die Verletzung von Stürmer Kevin Kruth und die Platzverhältnisse im Stadion "Im Baumhof".

"Natürlich freut uns dieser Sieg sehr, aber natürlich hat man die Verletzung von Kevin die ganze Zeit im Hinterkopf. Wir hoffen, dass es ihm schnell besser geht und er bald wieder mit dabei ist", sagte Trainer Matthias Mink nach dem Schlusspfiff.

Ende kritisiert Umstände

Alexander Ende, der den entscheidenden Treffer mit einem knallharten Elfmeterschuss erzielt hatte, kritisierte dann noch die Umstände, unter denen gespielt werden musste: "Dieser Kunstrasenplatz ist definitiv nicht NRW-Ligatauglich. Wenn man dann noch sieht, dass kein Sanitäter vor Ort war, wundert man sich schon, wie so etwas passieren kann."

Die Fortuna musste im ersten Spiel der Saison 2009/2010 auf Zami Khalil und Frank Schroden verzichten, die mit Verletzungen ausfielen. In der Startaufstellung standen mit Alexander Ende, Tevfik Furucu, Benjamin Venekamp, Lars Marten und Cengiz Can gleich fünf Neuzugänge.

Blech im Kasten

Die größte Überraschung, nicht nur für die ca. 250 mitgereisten Fortuna-Fans, war aber die Nominierung von Torwart Niklas Blech, der in der letzten Saison nur ein Spiel absolvierte. "Diese Entscheidung haben wir uns nicht leichgemacht und ist auch nur eine Momentaufnahme. Niklas hat die etwas bessere Saisonvorbereitung absolviert und ist einen kleines bisschen besser als Christopher Möllering", erklärte Trainer Matthias Mink die Gründe für den Torwartwechsel.

Kaum Torchancen

Im Spiel gegen die TSG Sprockhövel hatte Niklas dann aber nur wenige Möglichkeiten, sein Können unter Beweis zu stellen. Die TSG begann sehr vorsichtig, die Fortuna versuchte das Spiel zu kontrollieren, Auch aufgrund der Platzverhältnisse wollte von Anbeginn kein rechter Spielfluss aufkommen. So spielte sich das Spielgeschehen vorwiegend im Mittelfeld ab - klare Torchancen blieben Mangelware. (Datencenter: Die NRW-Liga)

Die beiden größten der ersten Halbzeit hatten Cengiz Can und Kevin Kruth innerhalb weniger Sekunden (38.). Zuerst konnte sich Cengiz Can schön im Strafraum durchsetzen und zog aus spitzem Winkel ab, den Abpraller brachte dann Kevin Kruth auf der anderen Seite unter Kontrolle und schoss direkt. Auch hier reagierte Torwart Patrick Knieps hervorragend.

Krankenwagen auf dem Platz

Kurz darauf kam es dann zum folgenschweren Zusammenprall von Kevin Kruth mit seinem Gegenspieler Raoul Meister. Sofort war klar, dass die Schulterverletzung ein Weiterspielen unmöglich machte. Mit ca. 15 min Verspätung begann dann die zweite Halbzeit, denn der Krankenwagen parkte direkt vor der Kölner Auswechselbank, wo auch die Erstversorgung des Stürmers durch Sanitäter und später auch Notarzt durchgeführt wurde.

Für Kevin kam Mario Schwarz, der noch eine entscheidende Rolle spielen sollte. Der Spielverlauf änderte sich auch in der zweiten Hälfte nicht. Die Fortuna kontrollierte das Geschehen, ohne sich wirklich durchsetzen zu können - die TSG Sprockhövel zeigte sich schon in der Mitte der zweiten Halbzeit mit einem Punktgewinn zufrieden, was sich kurz vor Schluss rächen sollte.

Schwarz fällt, Ende trifft

120 Sekunden vor Abpfiff entschied Schiedsrichter Felix Schmitz auf Strafstoß, nachdem Mario Schwarz im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Alexander Ende übernahm die Verantwortung und verwandelte bombensicher und sicherte so den ersten dreifachen Punktgewinn der Saison 2009/2010.

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