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Auch Christian Beckers (M.) konnte die Niederlage nicht verhindern © getty

Im Heimspiel gegen Bergisch-Gladbach muss die Fortuna eine unnötige Niederlage hinnehmen. Ein Can-Doppelschlag nützt nichts.

Köln - Nach dem Spiel gegen den SV Bergisch-Gladbach herrschte große Ratlosigkeit, auf dem Rasen und auch auf den Zuschauerrängen.

2:3 hieß es nach dem Schlusspfiff und Erklärungen fielen schwer.

"Da haben wir das Spiel im Griff und schenken es so her", haderte auch Benjamin Venekamp mit seinem Fußballerschicksal.

Schon nach fünf Minuten war die Fortuna, durch das erste Tor von Stürmer Cengiz Can, in Führung gegangen. Alles lief absolut planmäßig bei dem Projekt "1. Heimsieg".

Ausgleich aus dem Nichts

In der Folge dominierte das Team von Trainer Matthias Mink das Geschehen mehr und mehr. Die Zweikämpfe wurden gewonnen, schnell kombiniert und der Aufsteiger weiter unter Druck gesetzt.

Völlig überraschend fiel dann der Ausgleich. Nach einem Freistoß von der linken Seite nutze Hayreddin Maslar per Kopf einen Stellungsfehler in der Fortuna-Abwehr und ließ auch Torwart Christopher Möllering keine Chance (25.).

Führungstor liegt in der Luft

Die Fortuna zeigte sich wenig geschockt und spielte weiter nach vorn. Insbesondere Cengiz Can boten sich weitere Torgelegenheiten.

In der 31. Minute köpfte er einen Eckball von Alexander Ende nur Zentimeter über die Torlatte, drei Minuten später stürmte er allein auf den Galdbacher Torwart Sven Forsbach zu, versuchte diesen zu überlupfen, was aber leider nicht gelang. (DATENCENTER: Die NRW-Liga)

Nur eine Minute später musste ein Gladbacher Spieler einen Kopfball von Lars Marten von der Torlinie schlagen. Das Führungstor lag förmlich in der Luft.

Noch einmal Can

Mit dem Torjubel mussten die 950 Zuschauer dann aber bis zu 54. Minute warten. Nach einem weiten, öffnenden Pass aus dem Mittelfeld war es dann wieder Cengiz Can, der nach toller Ballannahme und einem kurzen Sprintduell den Ball unhaltbar an Sven Forsbach vorbei ins Netz drosch.

Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt ahnen, dass dieses Spiel noch verloren gehen sollte. Nur sechs Minuten später jubelten wieder die Spieler des Aufsteigers.

Platzfehler begünstigt Gegentor

Wohl bedingt durch einen Platzfehler nahm ein, eigentlich ungefährlicher Freistoß von Bastian Volkert , den überraschenden Weg ins Tor.

Torwart Christopher Möllering machte dabei keine gute Figur.

Auch drittes Tor nach Standardsituation

Nur zwei Minuten später wurde der Spielverlauf dann komplett auf den Kopf gestellt. Wieder war es ein Freistoß, wieder Bastian Volkert der Schütze. Diesmal hatte die Fortuna-Abwehr Guiseppe Spitali am kurzen Pfosten komplett aus den Augen verloren, der keine Mühe hatte, den Siegtreffer zu erzielen.

Die Fortuna antwortete zwar mit wütenden Gegenangriffen, setzte jetzt voll auf Offensive, klare Torgelegenheiten ergaben sich, trotz allen Engagements, nicht mehr.

Mink kündigt intensive Nachbereitung an

Mit nur einem Punkt aus die Heimspielen liegt die Fortuna hinter den eigenen Ansprüchen nun weit zurück.

Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich glücklicherweise schon am kommenden Mittwoch im Spiel beim VfB Hüls, was aber für Trainer Matthias Mink kein Argument ist.

"Es kann einfach nicht sein, dass wir durch drei Standardsituationen ein solches Spiel verlieren. Da muss man sich Gedanken machen, was verändert werden muss. Natürlich sind wir alle sehr enttäuscht, was heute passiert ist, darf nicht wieder vorkommen. Darüber müssen wir jetzt intensiv reden!"

Fortuna Köln: Möllering, Venekamp, Marten, Schroden, Gran, Dahmani (68. Tomanek), Beckers (66. Blankenheim), Ende, Glaser (83. Khan), Can, Schwarz Bergisch Gladbach 09: Forsbach, Kwoczala, Windmüller, Delvalle (84. Wermes), Bouali, Brüggemann, Spitali (86. Hirsch), Maslar, Volkert, Werner, Ayranci (70. Eumann)

Tore: 1:0 Can (5.), 1:1 Maslar (28.), 2:1 Can (54.), 2:2 Volkert (61.), 2:3 Spitali (64.) Zuschauer: 950

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