vergrößernverkleinern
Kevin Kruth (l.) feierte gegen Aachen II sein Comeback ©

Nach einem 0:2-Rückstand kämpft sich Fortuna Köln gegen Alemannia Aachen II ins Spiel, steht aber am Ende mit leeren Händen da.

Köln - Nach dem Spiel gegen Alemannia Aachen II herrschte überall große Ratlosigkeit.

Spieler, Zuschauer und auch Trainer Matthias Mink konnten sich das soeben Erlebte nicht erklären. Mit 2:4 ging das Spiel gegen die U23 der Alemannia verloren und wieder einmal hätte alles auch ganz anders kommen können.

Trainer Matthias Mink suchte nach einer Erklärung: "Wir haben heute, vor allem in der ersten Halbzeit, wirklich schlecht gespielt. Wir haben uns in der Halbzeit vorgenommen, diesmal diejenigen zu sein, die das Spiel drehen. Dies ist uns ja auch fast gelungen, doch waren es wieder einmal individuelle Fehler, die dann zu der Niederlage geführt haben."

Can trifft den Pfosten

Es war für alle Beteiligte jedenfalls ein Wechselbad der Gefühle. Schon nach wenigen Minuten hatte Cengiz Can die große Chance zur Führung - nach einem Pass von Stephan Glaser stand er plötzlich mutterseelenallein vor dem gegnerischen Tor. Sein Schuss prallte jedoch an den rechten Außenpfosten. Nichts war es mit der Führung.(DATENCENTER: Die NRW-Liga)

Doppelschlag der Alemannen

In den folgenden Minuten verlor die Fortuna, bei der Frank Schroden den verletzten Lars Marten in der Innenverteidigung vertrat, etwas den Faden. Die Aachener setzen die Kölner Abwehr mit schnellem und direktem Spiel mehr und mehr unter Druck. In der 26. und 28. Minute dann der Doppelschlag durch Uludag und Engelbrecht, die Unaufmerksamkeiten in der Abwehrreihe der Fortuna nutzten.

Hoffnung bei Fortuna

Danach war die Verunsicherung des Teams, um Kapitän Stephan Glaser, deutlich zu spüren. Selbst einfachste Dinge wollten nicht gelingen. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erzielte dann Cengiz Can seinen fünften Saisontreffer, der allen Beteiligten wieder etwas Hoffnung einhauchte, dieses Spiel doch noch zu drehen. Aus einem Gewühl im Strafraum heraus, ließ er Torwart Unger keine Chance.

Aluminium und Ausgleich

Direkt nach dem Wiederanpfiff pfiff stand der Stürmer wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Er setzte sich prima durch, doch dem Torjubel stand die Querlatte im Weg. Matthias Mink wechselte Abdelkader Maouel und Kevin Kruth ein, Hamdi Dahmani und Daniel Blankenheim verließen den Platz. Die Fortuna kämpfte nun um jeden Ball, spielte etwas mutiger nach vorne und wurden belohnt. Kevin Kruth erzielte mit einem Kopfball den vielumjubelten Ausgleich (69.)! Sollte diesmal ein "Fortuna-Fußballwunder" geschehen?

Aachen schlägt zurück

Der Glaube daran hielt nur sechs Minuten! Dann waren es wieder die Aachener, die zurückschlugen. Zlatko Muhovic wurde bei seinem Dribbling am Strafraum nicht entscheidend genug gestört und mit einem schönen Schuss aus 16 m erzielte er die erneute Führung. Von diesem Schock erholte sich die Fortuna nicht mehr - im Gegenteil: den Aachenern gelang noch ein Treffer.

Wilschrey macht alles klar

Nach einem Konter erzielte Robert Wilschrey den 2:4-Endstand. Das Fußballwunder hatte nicht sollen sein. Die Fortuna stand einmal mehr mit leeren Händen da. "Ich habe eine solche Situation weder als Spieler, noch als Trainer jemals erlebt - wir müssen jetzt gemeinsam alles dafür tun, diese Abwärtsspirale zu stoppen", beschrieb Matthias Mink nach dem Schlusspfiff seine Gefühlslage.

Fortuna Köln: Blech, Venekamp, Schroden, Jagusch, Gran, Dahmani (46. Maouel), Blankenheim (46. Kruth), Glaser (73. Schwarz), Can

Alemannia Aachen: Unger, Jansen, Kaiser, Oventrop, Schattner, Wilschrey, Höger, Korte, Engelbrecht (89. Popova), Muhovic (79. David), Uludag

Tore: 0:1 Uludag (26.), 0:2 Engelbrecht (28.), 1:2 Can (44.), 2:2 Kruth (69.), 2:3 Muhovic (74.), 2:4 Wilschrey (76.)

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel