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Sönke Wortmann spielte bei Westfalia Herne und der SpVgg Erkenschwick © imago

Sönke Wortmann ist der Schirmherr für das Projekt "deinfussballclub". Bei Sport1.de stellt der Regisseur die Aktion vor.

Von Andreas Kloo

München - Regisseur Sönke Wortmann ist deutschlandweit bekannt durch seine Kinofilme "Das Wunder von Bern" und "Deutschland. Ein Sommermärchen".

Nun steckt er seine ganze Fußball-Begeisterung in das Projekt www.deinfussballclub.de bei Fortuna Köln.

Zusammen mit Tausenden von anderen Fans will er die Fortuna wieder nach oben führen.

Sport1.de spricht im ersten Teil des Interviews mit dem prominenten Schirmherrn über das ungewöhnliche Projekt und seiner Verbindung zur Fortuna.

Sport1: Herr Wortmann, wie sind Sie zu dem Projekt ""deinfussballclub.de" gekommen?

Sönke Wortmann: Der Initiator des Projekts, Dirk Stöveken, kam auf mich zu und fragte, ob ich Interesse hätte. Ich sagte, 'Ja, die Idee finde ich sehr spannend, es hängt aber davon ab, mit welchem Verein dieses Projekt durchgeführt wird'. Es musste ein Verein sein, zu dem ich eine emotionale Beziehung habe. Da kamen für mich deutschlandweit nur drei Klubs in Frage. Letztlich wurde es die Fortuna, weil wir festgestellt haben, dass dieser Verein am Besten für das Projekt geeignet ist.

Sport1: Und wer sind die anderen beiden Vereine?

Wortmann: Ich sage es mal durch die Blume. Es sind Vereine, für die ich schon gespielt habe.

Sport1: Was verbindet sie denn mit der Fortuna?

Wortmann: Das sind zwei Sachen: Zum einen liegt mein Büro ganz in der Nähe des Stadions, nur zwei Straßen weiter und die Fortuna ist zentraler Bestandteil dieser Gegend. Das spürt man. Für die gesamte Kölner Südstadt ist der Verein von enormer Bedeutung. Die Fortuna hat eine der größten Jugendabteilungen Deutschlands, investiert viel darin und holt so Jugendliche, gerade aus den Kölner Problembezirken, von der Straße, und gibt ihnen eine Perspektive.

Sport1: Und das andere Kriterium?

Wortmann: Das ist die große Tradition des Vereins. In der ewigen Tabelle der Zweiten Liga ist Fortuna Köln immer noch Spitzenreiter. Und was der Verein in seiner Geschichte alles erlebt hat. Die Fortuna ist deutschlandweit sicher der einzige Verein, wo ein Trainer in der Halbzeitpause entlassen wurde. Ein gewisser Toni Schumacher war das damals. Dann das Pokalfinale gegen den 1. FC Köln, die Fortuna war auch die erste Trainerstation von Bernd Schuster, was viele gar nicht mehr wissen.

Sport1: Beschreiben Sie doch einmal die Stimmung im Stadion bei der Fortuna.

Wortmann: Man kann das durchaus vergleichen mit der Bundesliga. Es ist alles perfekt organisiert. Man bekommt den Fußball auf dem Goldenen Tablett serviert. Das muss nichts Schlechtes heißen. Aber bei der Fortuna ist alles noch echter. Natürlich ist der Fußball nicht so gut. Es ist nun einmal nur die Fünfte Liga. Aber man erlebt hier auch spannenden Sport und Traumtore. Ich würde sagen, bei der Fortuna ist das Erlebnis ein direkteres, es ist erdiger.

Hier geht es zum zweiten Teil

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