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Sönke Wortmann (l.) und Fortuna-Boss Klaus Ulonska im Gespräch © imago

Sönke Wortmann ist der Schirmherr für das Projekt "DeinFussballclub". Bei Sport1.de stellt der Regisseur die Aktion vor.

Von Andreas Kloo

München - Regisseur Sönke Wortmann ist deutschlandweit bekannt durch seine Kinofilme "Das Wunder von Bern" und "Deutschland. Ein Sommermärchen".

Nun steckt er seine ganze Fußball-Begeisterung in das Projekt www.deinfussballclub.de bei Fortuna Köln.

Zusammen mit Tausenden von anderen Fans will er die Fortuna wieder nach oben führen.

Im zweiten Teil des Interviews sprach Sport1.de mit Wortmann über die Fans von Fortuna und seinen Kontakt zur Mannschaft.

Sport1: Was ist denn das Besondere an dem Projekt "deinfussballclub.de"?

Wortmann: Das Motto "Football's coming home" trifft es ganz gut. Hier kommt der Fußball wieder heim zu seinen Fans. Jeder kann aktiv mitbestimmen. Wenn ich mir dagegen die aktuellen Entwicklungen in England anschaue, wo ein Scheich Millionen oder Milliarden in einen Verein investiert wie Manchester City, ohne den die Welt auch nicht ärmer wäre, und das nur aus reiner Eitelkeit, da muss ich sagen, das ist pervers. Aber auch in England gibt es ja ein Gegenprojekt gegen solche Entwicklungen. Das des FC Ebbsfleet United ist ja eines unserer Vorbilder.

Sport1: Wie würden Sie denn die Ziele von "deinfussballclub.de" beschreiben?

Wortmann: Wir wollen beweisen, dass Deutschlands Fußballfans gemeinsam in der Lage sind, einen Verein erfolgreich zu managen. Die mehr als 8.000 Mitglieder, die sich bisher angemeldet haben, haben gezeigt, dass sie über jede Menge Know-how verfügen und bereit sind, sich über die Maßen zu engagieren. Wir bieten eine noch nie dagewesene Transparenz und vor allem einen hohen Identifikationsfaktor ? jeder kann und soll sich und seine Fähigkeiten einbringen. Unsere Co-Trainer und Fußballmanager sitzen in ganz Deutschland ? so wird aus Fortuna Köln "Fortuna Deutschland".

Sport1: Trifft man bei Fortuna Köln noch die "wahren" Fußball-Fans? In der ersten Liga ist die Distanz zwischen Fans und Klub beziehungsweise Mannschaft ja um einiges größer.

Wortmann: Man kann das schlecht vergleichen, glaube ich. Ich will nicht sagen. Das eine ist besser als das andere. Ich schaue mir auch mal ganz gerne Bundesliga-Spiele im Stadion an. Fortuna Köln sehe ich eher als Zusatzangebot, als Alternative zur Bundesliga. Der Fußballsport ist nicht nur die Erste Liga, sondern geht weit darüber hinaus.

Sport1: Wie oft schauen Sie sich Spiele der Fortuna an?

Wortmann: Momentan ist es leider schwierig, da ich an einem Kinofilm arbeite. Da fehlt mir die Zeit. Aber Ende der letzten Saison war ich bei jedem Heimspiel. Und wenn der Film fertig gedreht ist, werde ich das auch wieder machen. Das ist eine ganz spannende Sache, dieses Projekt und ich bin selbst neugierig, wie sich die Sache weiter entwickelt. Momentan haben wir schon 8.000 Mitglieder und ich denke, dass wir noch viele Menschen dafür begeistern können.

Sport1: Haben Sie denn auch Kontakt zu den Spielern?

Wortmann: Doch, ab und zu bin ich auch beim Training und spreche mit Spielern.

Sport1: Planen Sie denn einen Film über die Fortuna zu drehen?

Wortmann: Nein, das ist nicht geplant. Ich habe schon genug Filme über Fußball gemacht. In künstlerischer Hinsicht will ich mich da jetzt mit anderen Themen beschäftigen. Damit will ich nicht sagen, dass die Fortuna kein gutes Thema wäre. Der Verein gibt auf alle Fälle genug Stoff für einen Film her. Aber das muss dann jemand anderes machen.

Hier geht es zurück zum ersten Teil

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