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Miese Stimmung bei Stephan Glaser (r) und Mario Schwarz © imago

Gegen Windeck kassiert Fortuna Köln die nächste Schlappe. Die taktischen Veränderungen von Matthias Mink verfehlen ihr Ziel.

Köln - "Im Augenblick läuft alles gegen uns. Eine solche Situation habe ich weder als Spieler, noch als Trainer jemals erlebt. Es muss uns jetzt gelingen, den Schalter so schnell, wie möglich umzulegen", sagte Trainer Matthias Mink nach dem Spiel gegen Germania Windeck, das mit 2:3 verloren ging.(DATENCENTER: Die NRW-Liga)

Angetreten war die Fortuna im Sportpark Höhenberg mit einigen taktischen Veränderungen.

So startete Mario Schwarz auf der Position des rechten Außenverteidigers, was Matthias Mink so erklärte: "Wir wussten, dass er das spielen kann. In Kleve hat er in der letzten Saison dort häufig gespielt."

Personelle Änderungen

Alexander Ende ersetzte Sascha Jagusch in der Innenverteidigung, Frank Schroden übernahm seinen Part im defensiven Mittelfeld. Gegen den Tabellendritten sollte in der ersten Halbzeit trotzdem nicht viel gelingen. Eine klare Torchance war in den ersten 45 Minuten nicht zu verzeichnen - die Verunsicherung und Nervosität der Spieler bis auf die Tribüne zu spüren.

Starke Gastgeber

Ganz anders die Windecker: in der Defensive kompakt, nach vorne gefährlich. Trotzdem brauchten sie beim Führungstor die Mithilfe der Fortuna. Mit einem Befreiungsschlag traf Lars Marten einen Windecker an der Schulter. Der anschließende Pass erreichte Sebastian Schoof, der Christopher Möllering keine Chance ließ (21.).

Fortuna wird überrumpelt

Nach dem anschließenden Anstoß verlor die Fortuna den Ball, Jared Jörgens fand mit seinem Pass Manuel Glowacz, der das 2:0 erzielte. Wieder hatte die Fortuna einen Doppelschlag innerhalb kürzester Zeit kassiert - genauso wie gegen Alemannia Aachen II.

Nervosität zu spüren

Die Verunsicherung und Nervosität der Spieler war nun bis auf die Tribüne zu spüren. Bis zum Halbzeitpfiff hätte Germania Windeck die Führung sogar ausbauen können, klarste Chancen blieben jedoch ungenutzt. Das Unheil sollte sich nach dem Pausentee fortsetzen.

Tätlichkeit von Becker

In der 57. Minute stelle Schiedsrichter Marco Goldmann Christian Beckers wegen einer Tätlichkeit vom Platz. In Unterzahl nutzte Cengiz Can ein Missverständnis zwischen dem Ex-Fortunen Andy Moog und Torwart Maurice Gillen zum Anschlußtreffer (59.). Etwas Hoffnung keimte auf. Sollte tatsächlich noch ein Punktgewinn drin sein?

Grebe mit der Entscheidung

Die Anhänger der Fortuna taten zumindestens das ihrige, um das Team zu unterstützen, aber auch sie konnten den dritten Treffer der Windecker nicht verhindern. Einen Konter nutzte Daniel Grebe zum 3:1 (71.).

In der Schlussphase des Spiels war es dann Stürmer Cengiz Can, der im Mittelpunkt stand. Zuerst erzielte er sein zweites Tor an diesem Abend, nach schöner Vorarbeit von Abdelkader Maouel (87.). Sekunden vor dem Schlußpfiff musste auch er das Spielfeld, wegen einer Unsportlichkeit, vorzeitig verlassen.

"Die Mannschaft ist gefragt"

Innenverteidiger Lars Marten war nach dem Spiel gründlich bedient: "Im Augenblick läuft es wirklich extrem gegen uns. Wir müssen jetzt schleunigst sehen, dass wir aus diesem Loch herauskommen und den Negativtrend stoppen. Jetzt ist die ganze Mannschaft gefragt!"

Germania Windeck: Gillen, Habl, Kessel (75. Hayer), Grebe, Glowacz (90. Niewiadomski), Moog, Jörgens (85. Meiß), Kaesberg, Tuysuz, Reed, Schoof

Fortuna Köln: Möllering, Venekamp, Marten, Ende, Schwarz, Dahmani, Schroden, Beckers, Glaser, Can, Kruth

Tore: 1:0 Schoof (21.), 2:0 Glowacz (22.), 2:1 Can (59.), 3:1 Grebe (71.), 3:2 Can (87.)

Rote Karten: Becker (57.), Can (90.)

Schiedsrichter: Marco Goldmann

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