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Auch Stephan Glaser (r.) konnte die Pleite gegen Herne nicht verhindern ©

Im Heimspiel gegen Herne erleidet Fortuna Köln den nächsten Rückschlag. Das Team von Matthias Mink rutscht in der Tabelle ab.

Köln - Nach dem Spiel gegen Westfalia Herne und einer frustrierenden 0:4-Niederlage war die Ratlosigkeit und die Enttäuschung hinterher groß.

"Wir können im Augenblick machen was wir wollen, es läuft immer gegen uns. Den Spielern fehlt das Selbstvertrauen. Jeder läßt sich von den Fehlern seines Nebenmannes anstecken", erklärte Trainer Matthias Mink die Situation nach dem Spiel. (DATENCENTER: Die NRW-Liga)

Der Spielverlauf jedenfalls wirkte arg bekannt. Wieder hat die Fortuna die besseren Einschussmöglichkeiten, wieder einmal wurden diese nicht genutzt.

So hätte Hamdi Dahmani schon nach fünf Minuten die Führung erzielen können. Schön ließ er seinen Gegenspieler am Strafraum stehen und scheiterte dann aber an Torwart Christoph Ditterle.

Viele Standards

Die erste Halbzeit war auf beiden Seiten vor allem geprägt durch Standardsituationen, allein die Fortuna verzeichnete neun Eckbälle in den ersten 45 Minuten. So richtig in Gefahr wurde das Herner Gehäuse dadurch nicht gebracht.

Die größte Chance in der ersten Halbzeit hatte Stürmer Kevin Kruth, der nach einer schönen Drehung im Strafraum plötzlich völlig frei zum Schuss kam und leider nur den Innenpfosten traf (33.).

Zum Ende der ersten Spielhälfte verflachte das Niveau etwas mehr - beide Mannschaften konnten sich nicht mehr entscheidend durchsetzen. In der Pause entschied sich Trainer Matthias Mink zu einem Doppelwechsel. Abdelkader Maouel kam für Mario Schwarz, Jan Gran für Innenverteidiger Sascha Jagusch.

Doppelschlag von Herne

In der 51. und 53. Minute gingen die Herner durch einen Doppelschlag in Führung. Erst traf Marco Onucka, dann Ouro-Akpo - wieder lag die Fortuna uneinholbar im Hintertreffen. Die anschließende Verunsicherung war bis auf die Tribüne zu spüren, selbst einfachste Dinge wollten nicht mehr gelingen.

Die 550 Fortuna sahen mit Grausen, dass es der Fortuna nicht mehr gelang, ins Spiel zurückzufinden. Im Gegenteil: Die Herner kamen, vor den Augen ihres Ex-Spielers Sönke Wortmann, in der Schlussphase sogar noch zu zwei weiteren Treffern durch Daniel Diaz (81.) und Mirko Mustroph (84.).

Große Verunsicherung

Nach dem Schlusspfiff sanken die Spieler der Fortuna zu Boden - wieder einmal wurde ein Spiel verloren, bei dem man zu Beginn die besseren Einschussmöglichkeiten hatte. Wieder einmal bedeutete ein Gegentreffer, dass das gesamte Team von einer großen Verunsicherung ergriffen wurde.

Mittelfeldspieler Alexander Ende brachte es auf den Punkt: "Wir haben in der Vorbereitung, aber auch in einigen der Saisonspielen bewiesen, dass wir es können. Aus dieser Situation können wir uns nur selbst befreien - mit einem oder sogar mehreren Siegen!"

Fortuna Köln: Möllering, Venekamp, Marten, Jagusch (46. Gran), Schroden, Dahmani, Blankenheim (71. Furucu), Ende, Glaser, Schwarz (46. Maouel), Kruth

Westfalia Herne: Ditterle, Kluy, Eisen, Seidel, Kacar, Mustroph, Gebauer, Tahiri, Urban (75. Diaz), Ouro-Akpo (89. Pfeifer), Onucka (82. Jubt).

Tore: 0:1 (50.) Onucka, 0:2 (53.) Ouro-Akpo, 0:3 (81). Diaz, 0:4 (84.) Mustroph.

Schiedsrichter: Till Franke (Bonn)

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