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Kevin Kruth trifft gegen Kleve per Flugkopfball zum Ausgleich © getty

Der Bann ist gebrochen: Im siebten Heimspiel der Saison feiert Fortuna Köln gegen Kleve den ersten Sieg vor eigenem Publikum.

Köln - Lange wurden die Fans im Kölner Südstadion auf die Folter gespannt. Erst im siebten Heimspiel dieser Saison gelang der erste Sieg. Mit 3:1 wurde der Regionalligaabsteiger 1.FC Kleve wieder nach Hause geschickt.

Es war aber nicht nur der erste Heimsieg. Dieses Spiel schrieb gleich in mehrfacher Hinsicht Geschichte.

Denn zum ersten Mal gelangen dem Mink-Team nun zwei Siege hintereinander (und rechnet man das Pokalspiel mit hinzu, sogar drei).

Zum ersten Mal gelang es aber auch in dieser Saison, einen Rückstand umzudrehen und das Spiel noch zu gewinnen und zum ersten Mal in dieser Saison stand zweimal hintereinander die gleiche Startelf auf dem Platz.

Erfolgreiche Velbert-Elf beginnt

Aber der Reihe nach. Die Fortuna trat mit der Elf an, die das Spiel gegen Velbert gewonnnen hatte - nur der wiedergenese Daniel Blankenheim nahm für Andre Honka auf der Ersatzbank Platz.

Schon in den ersten Minuten machte das Team von Trainer Matthias Mink deutlich, dass es sich viel vorgenommen hatte. Engagiert wurde in die Zweikämpfe gegangen, nur im Spiel nach vorn fehlte etwas die Präzision.

Kruth vergibt erste Torchance

Nach 15 Spielminuten war es der Ex-Klever Mario Schwarz, der die erste Torchance der Fortuna einleitete. Sein Pass erreichte Kevin Kruth an der Strafraumkante, der versuchte, den Ball über den heraustürzenden Sascha Horstmann zu lupfen.

(DATENCENTER: Die NRW-LIGA)

Das gelang - der Ball landete aber leider auf dem Tornetz. Viel besser machen es die Klever nicht viel später.

Benedikt Koep setzt sich gegen gleich zwei Abwehrspieler der Fortuna durch und trifft mit seinem Schuss den rechten Innenpfosten. Von dort springt der Ball zur Führung ins Netz (22.).

Flugkopfball-Treffer zum Ausgleich

Und auch jetzt erlebten die 610 Zuschauer im Südstadion eine Premiere. Die Fortuna ließ sich von diesem Gegentreffer nicht beeindrucken, was Abdelkader Maouel nach dem Spiel auch bestätigte: "Trotz des Rückstandes hatte ich immer das Gefühl, dass wir dass Spiel noch gewinnen."

Und richtig - nur fünf Minuten später war es Kevin Kruth, der die Führung egalisierte.

Am langen Pfosten zeigte er an, wohin er den Ball haben wollte, Jan Gran gehorchte und flankte den Ball punktgenau über die gesamte Abwehr hinweg. Der Fortuna-Mittelstürmer hatte keine Mühe, mit einem platzierten Flugkopfball, zu treffen (27.).

Kruth trifft die Querlatte

Noch vor der Pause hatte die Fortuna gleich zweimal die Chance, die Führung auszubauen.

Zuerst war es Stephan Glaser, der eine Unsicherheit in der Klever Abwehr nutzte, mit links aber dann leider übers Tor schoß. Und Sekunden vor dem Pausenpfiff hatten Kevin Kruth, der einen Ball an die Querlatte köpfte und Hamdi Dahmani, der den Abnpraller vergab, die großen Gelegenheiten, ein weiteres Tor zu erzielen.

Schönster Angriff des Spiels

So ging es mit einem 1:1 in die Kabine, aus der die Fortuna unverändert zurückkam. Der schönste Angriff der zweiten Halbzeit führte dann zum verdienten Führungstreffer.

Alexander Ende passte auf den rechts durchstartenden Stephan Glaser, der den mitgelaufenen Kevin Kruth in der Mitte sah.

Dieser hatte keine Mühe, sein zweites Tor zu erzielen (55.). Die Fortuna war zurück, das Spiel gedreht.

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Hartherzige Schiedsrichterin

Nur sechs Minuten später verteilte dann die Klever Hintermannschaft ein Gastgeschenk. Abdelkader Maouel brachte einen Freistoß vors Klever Tor und vom Bein eines Abwehrspielers sprang der Ball ins eigene Gehäuse.

Kevin Kruth wurde zwar als Torschütze gefeiert, die Schiedsrichterin Marija Kurtes ließ sich aber auch nach dem Spiel nicht erweichen, ihm diesen Treffer zuzuerkennen.

Nur ein Mal mussten die Zuschauer im Südstadion noch kurz durchamten. Christian Klunder zwingt mit seinem Kopfball Christopher Möllering zu einer Glanzparade, mit einem tollen Reflex lenkt er den Ball über die Querlatte (63.).

Fortuna vergibt weitere Chancen

Die Fortuna dagegen hätte die Führung sogar noch ausbauen können. Mit schnellen und direktem Spiel setzt sie die Klever Abwehr immer wieder unter Druck und so kommen Kevin Kruth und auch der eingewechselte Michael Khan kurz vor Schluss noch zu glasklaren Torgelegenheiten.

Aber das wäre dann an diesem Abend der Saisonpremieren dann doch wohl des Guten etwas viel gewesen.

Trainer Matthias Mink war natürlich trotzdem hochzufrieden: "Man hat gesehen, wie gut der Mannschaft die beiden deutlichen Siege getan haben. Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und eine Menge Stabilität gewonnen haben."

Auch Torschütze Kevin Kruth freute sich natürlich - nicht nur wegen seiner zwei Tore: "Wir haben uns in den letzten Spielen auf das Wesentliche konzentriert. Jeder kämpft für jeden - dann klappt es auch spielerisch!"

Fortuna Köln: Möllering,Gran, Schroden, Marten, Furucu, Ende, Dahmani, Schwarz, Maouel (87. Blankenheim), Glaser (88. Khan), Kruth (80. Tomanek)

1.FC Kleve: Horstmann, Wilhelm, Braun, Klimczok, Sowislo, Mahr, Koep, Klunder (63. Sommer), Buttgereit (67. Dehnen), Roemgens, Sendag

Tore: 0:1 Koep (23.), 1:1, 2:1 Kruth (27.,55.), 3:1 Maouel (59.)

Zuschauer: 610

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