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Aller Einsatz reichte nicht - in Nierfeld war Endstation für die Fortuna © getty

Die Fortuna scheitert überraschend gegen den Landesligisten Nierfeld. Erst das Elfmeterschiessen bringt die Entscheidung.

Nierfeld - Nach dem Spiel beim SV Nierfeld war die Enttäuschung riesengroß, bei Spielern, Trainern und natürlich auch den mitgereisten Fortuna-Fans.

Mit 4:6 (1:1, 0:0) - nach Elfmeterschießen - unterlag die Fortuna überraschend dem Landesligisten aus der Eifel. Daniel Blankenheim verschoss direkt den ersten Elfmeter und besiegelte damit das Aus in der 2. Runde des FVM-Pokals, denn die Gastgeber trafen sicher.

Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 geheißen, in der Verlängerung fielen keine Tore mehr. Trainer Matthias Mink war nach dem Spiel tief enttäuscht: "Wir waren das spielbestimmende Team, aber es uns wieder nicht gelungen, die Feldüberlegenheit in die entscheidenden Tore umzusetzen." (Hier bei deinfussballclub anmelden!)

Nierfeld auf Konter aus

Angetreten war die Fortuna auf dem extrem schmalen Platz in Gmünd mit Benjamin Venekamp, Jan Gran musste auf der Bank Platz nehmen. Vom Anpfiff an, übernahm die Fortuna die Initiative. Der Tabellensechste der Landesliga stand konzentriert in der Abwehr und lauerte auf Konter.

Mit dieser Spielweise gelangte das Team von Trainer Achim Züll in der vergangenen Saison bis ins Halbfinale des FVM-Pokals, wo man sich erst dem späteren Sieger Germania Windeck geschlagen geben musste.

Die erste Torgelegenheit resultierte in der 26. Spielminute aus einem Schuss von Abdelkader Maouel, der Torwart Dirk Scheer zu einer Parade zwang.

Führungstreffer will nicht fallen

In den folgenden Minuten wurde das Spiel der Fortunen etwas druckvoller. Eine guter Kopfball von Kevin Kruth, nach Flanke von Abdelkader Maouel, landete leider wieder in den Armen des guten Nierfelder Torwartes, der sich an diesem Abend noch des öfteren auszeichnen sollte.

Noch zweimal hätte die Fortuna vor dem Halbzeitpfiff in Führung gehen können, beide Gelegenheiten blieben leider ungenutzt.

Zuerst scheiterte Alexander Ende mit einem Heber, der auf der Linie geklärt wurde und dann war es Mario Schwarz, der mit seinem Schuss aus 14 m seinen Meister erneut in Torwart Dirk Scheer fand.

Rawicki bringt Außenseiter in Führung

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Halbzeitpause und auch das Spielgeschehen auf dem durchweichten Ascheplatz änderte sich nicht.

Die Fortuna drängte auf ein Tor, ohne wirklich für Gefahr zu sorgen, Nierfeld versuchte den Ball schnell in die Spitze zu spielen, ohne sich entscheidend durchsetzen zu können. In der 57. Spielminute war es dann doch soweit.

Im Gegensatz zum NRW-Ligisten nutzte Paul Rawicki die allererste Torchance und erzielte, mit einem schönen Schuss in den Winkel, den Führungstreffer für den Gastgeber. Im Gegensatz zu seinen Vorderleuten hatte Christopher Möllering dabei keine Abwehrchance.

Dahmani gleicht aus

Die Zeit lief nun für die Nierfelder, die nun auch etwas stärker wurden und sich etwas mehr zutrauten. In der 60. Minute war es wieder Paul Rawicki, der mit einem Schuss den Fortuna-Keeper zu einer Glanzparade zwang.

Das wollte sich die Fortuna dann doch nicht gefallen lassen und kam durch einen Kopfball von Hamdi Dahmani (77.) zum Ausgleich. Die Fortuna mobilisiert nochmals alle Kräfte, aber ein weiteres Tor wollte nicht gelingen.

Auch nicht in der letzten Spielminute, als der eingewechselte Cengiz Can und Kevin Kruth unbedrängt auf das Tor der Nierfelder zuliefen.

Verlängerung torlos

Die Fortuna-Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen, doch Cengiz schoss aus aussichtsreicher Position nicht selbst, sondern legte den Ball rechts auf Kevin Kruth.

In allerhöchster Not konnte Florian Dederichs diesen Querpass noch wegspitzeln. Nichts war es mit dem entscheidenden Tor der Fortuna.

Auch in der Verlängerung gelang den Fortunen kein Tor.

Im Gegenteil: die größte Torgelegenheit hatte wieder der Gastgeber und wieder war es der agile Paul Rawicki, der mit seinem Schuss fast für die Entscheidung gesorgt hätte (112.). Eine gute Rettungstat von Christopher Möllering sicherte zumindest das Elfmeterschießen.

Elfmeterschießen bringt die Entscheidung

Und hier kamen dann spätestens die Erinnerungen an die Erstrundenniederlage im FVM-Pokals des letzten Jahres wieder hoch, denn wieder zog die Fortuna den Kürzeren.

Dem eingewechselten Daniel Blankenheim gelang es nicht, den Nierfelder Torwart zu bezwingen - die Gastgeber verwandelten alle Elfmeter bombensicher.

Wieder einmal war die Fortuna im FVM-Pokal ausgeschieden, wieder einmal konnte ein Elfmeterschießen nicht gewonnen werden und wieder einmal waren Spieler, Trainer und Fortuna-Fans bitter enttäuscht.

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