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Cangiz Can wechselte 2009 von Borussia Mönchengladbach zu Fortuna Köln © imago

Enorm widrige Wetterbedingungen können Fortuna Köln ihren Punktspielstart ins neue Jahr gegen den VfB Hüls nicht verderben.

Köln - Hinterher waren irgendwie alle froh, dass es vorbei war, denn das Heimspiel gegen den VfB Hüls litt unter sehr widrigen Wetterumständen.

Sturmtief "Xynthia" ließ ein "richtiges" Fußballspiel eigentlich nicht zu. Manchmal fühlte man sich an das Spiel mit einem Plastikball erinnert, denn immer wieder veränderte der starke Wind die Flugbahn des Balles oder stoppte ihn in der Luft.

Fortuna-Trainer trug mit seiner Aufstellung gegen die Elf vom Badeweiher auch den Bodenverhältnissen Rechnung und ersetzte Tevfik Furucu durch den kampfstarken Christian Beckers, der sich in seiner Rolle auf der rechten Abwehrseite gut einfand.

Neuzugang Nico Schmied nahm zu Beginn des Spiels noch auf der Ersatzbank Platz (DATENCENTER: NRW-Liga).

Mink muss auf die Tribüne

Vor 500 Zuschauern im Südstadion erwischte die Fortuna den etwas besseren Start in einem mäßigen Spiel. Die erste kleine Torgelegenheit hatte die Fortuna, doch ein Freistoß von Benjamin Venekamp (2.) ging weit übers Tor der Hülser.

In der 20. Spielminute war es dann Trainer Matthias Mink, der für etwas Belebung sorgte. Nachdem Alexander Ende im Mittelfeld gefoult wurde, meinte Schiedsrichter Nikolaus Athanassiadis etwas Despektierliches vernommen zu haben und verwies den Fortuna-Trainer auf die Tribüne.

"Natürlich habe ich mich über das Foul aufgeregt, habe den Schiedsrichter aber nicht beleidigt. Das ist auch von Staffelleiter Rolf Thiel bestätigt worden, der ja fast neben mir stand. Der Schiedsrichter wird also nichts im Spielbericht vermerken", erklärte Mink die Situation hinterher (Hier bei deinfussballclub anmelden!).

Hüls hat die erste Chance

Die erste - und bis dahin größte - Torgelegenheit verzeichnete der VfB Hüls, der seit Mitte Oktober 2009 auf den ersten Sieg wartet, in der 31. Minute.

Einen scharf geschossenen Freistoß von Timur Karagülmez konnte Christopher Möllering soeben noch zur Ecke fausten. Sechs Minuten vor dem Halbzeitpfiff war es dann Innenverteidiger Lars Marten, dem es gelang, die Fortuna in Führung zu bringen.

Nach einem platzierten Eckball von Benjamin Venekamp, gelang es ihm, den Ball über die Linie zu drücken. "Endlich ist mir ein Tor für die Fortuna gelungen - das wurde aber auch mal Zeit", freute sich Marten hinterher.

Bedingungen verschlechtern sich

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verschlechterten sich die Wetterbedingungen noch ein wenig, zeitweise setzte leichter Regen ein.

Cengiz Can und Nico Schmied ersetzten Kevin Kruth und Abdelkader Maouel, der schon mit leichten Oberschenkelproblemen ins Spiel gegangen war. Das Spiel gewann nicht an Qualität, blieb aber spannend. Cengiz Can hatte die nächste Torgelegenheit für die Fortuna.

Nach einer präzisen Kopfballrücklage von Hamdi Dahmani kam er im Strafraum zum Schuß, doch dieser ging weit über die Querlatte.

Möllering plötzlich im Mittelpunkt

Es dauerte bis zur 76. Minute, bis auf dem Spielfeld wieder etwas passierte, was einen Torerfolg versprach. Nach einem Konter versprang Hamdi Dahmani auf dem - mittlerweile - aufgewühlten Rasen der Ball, so dass er ihn nicht mehr kontrolliert zu dem mitgelaufenen Cengiz Can passen konnte: Chance vergeben!

Vom VfB Hüls war bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel zu sehen und doch stand plötzlich Christopher Möllering im Mittelpunkt des Geschehens.

Mit einer sensationellen Reflex verhinderte er den Ausgleich gegen, den völlig frei vor ihm auftauchenden, Thorsten Stondzik. In der 83. und 84. Spielminute schwächten sich die Gäste dann selbst, denn Sebastian Senger (Schiedsrichterbeleidigung) und Tobias Urban (Foulspiel) wurden mit Gelb-Rot und Rot des Platzes verwiesen.

Can schlägt zweimal per Konter zu

Die sich nun bietenden Räume nutzte Stürmer Cengiz Can in beeindruckender Weise.

Bei zwei Kontern (88. und 90.) erzielte er seine Saisontore 10 und 11 und besiegelte so den fünften Heimerfolg in Serie - Sturmtief "Xynthia" zum Trotz.

Trainer Matthias Mink war hinterher zufrieden: "Fußballerisch war hier heute nicht soviel möglich. Natürlich freuen wir uns über den Heimsieg, auch wenn wir sicher besser spielen können. Unsere ganze Konzentration gilt jetzt dem Spiel in Siegen - unter hoffentlich besseren Bedingungen."

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