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Cengiz Can erzielte gegen SF Siegen seine Saisontreffer 12 und 13 © getty

Auch starker Scheefall kann die positive Serie der Fortuna nicht beenden. Die gute Moral bringt sie immer wieder zurück ins Spiel.

Köln - Besonders glücklich nach den spannenden 90 Minuten im Siegener Leimbachstadion war Torschütze Sascha Jagusch: "Mit dem Tor habe ich wirklich nicht mehr gerechnet! Aber diesen Punkt hier haben wir uns redlich verdient."

Besonders auf Grund der ersten Halbzeit, wo die Fortuna trotz eines frühen Rückstandes die Initiative übernahm und kurz vor dem Pausenpfiff durch einen Doppelschlag von Stümer Cengiz Can sogar in Führung ging.

Trainer Matthias Mink hatte auf seine Konterstärke gesetzt, Hamdi Dahmani ersetzte den verletzten Abdelkader Maouel im zentralen Mittelfeld und Christian Beckers half Alexander Ende im defensiven Mittelfeld.

Fortuna kommt ins Spiel

Sie alle konnten die frühe Führung der Siegener durch Emrah Uzun (4.) nicht verhindern. Bei einem Eckball gelang es nicht, den Ball entscheidend zu klären, so dass der Siegener Stürmer einnetzte.

In der Folgezeit kam die Fortuna, bei immer schwierigeren Wetterverhältnissen besser ins Spiel.

Früh wurden die Siegener unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. In der 20. Minute hatte Stephan Glaser schon die Gelegenheit, den Ausgleich zu erzielen.

Er setzte sich gegen seinen Gegenspieler im Strafraum durch. Sein Schuss mit dem linken Fuß rauschte aber über den Querbalken.

Wie bereits erwähnt, war es Cengiz Can, der mit seinen Saisontreffern 12 und 13 die Fortuna noch vor der Pause in Führung brachte.

Schwere Wetterverhältnisse

Der Schneefall wurde immer dichter, die Spielfeldmarkierungen waren nicht mehr zu erkennen.

Das Schiedsrichtergespann nahm dies zum Anlass mit den Verantwortlichen einen Spielabbruch zu diskutieren. Am Ende dieser Diskussion hatte sich Trainer Matthias Mink durchgesetzt, es wurde weitergespielt.

Der Siegener Neuzugang Daniel Cartus nutzte, direkt nach dem Wiederanpfiff, eine Unaufmerksamkeit in der Fortuna-Hintermannschaft und glich aus (46.).

Ein "richtiges" Fußballspiel war nun nicht mehr möglich. Beide Mannschaften versuchten den Ball Richtung gegnerischem Strafraum zu schlagen, um eine torgefährliche Situation heraufzubeschwören.

Besser gelang dies den Siegenern, die angetrieben von Daniel Cartus, in der 88. Minute erneut in Führung gingen. Plötzlich stand Stürmer Sebastian Huke völlig frei vor Christopher Möllering und hatte keine Mühe per Kopf zu vollstrecken.

Jagusch beherzt

In der letzten Spielminute nahm sich Abwehrspieler Sascha Jagusch ein Herz und stürmte in bester Mittelstürmermanier in den gegnerischen Strafraum, wo eine letzte, weite Flanke von der linken Seite in Richtung Elfmeterpunkt flog.

Warum der Siegener Torwart sich entschloss dort zum Ball zu gehen, wird sein Geheimnis bleiben: Beide stiegen zum Ball hoch und Sascha Jagusch war eine Hundertstelsekunde schneller. Von seinem Kopf sprang der Ball zum leistungsgerechten Unentschieden ins Siegener Gehäuse.

Die Serien beider Mannschaften hielten so Bestand: die Siegener können seit dem 16. Oktober 2009 nicht mehr gewinnen, die Fortuna hat seit fünf Spielen nicht mehr verloren.

(DATENCENTER: NRW-Liga)

Fortuna-Trainer Matthias Mink war mit dem Ergebnis durchaus zufrieden: "Natürlich ist es ärgerlich, wenn man sieht, welche Fehler wir vor den Gegentoren machen, aber insgesamt muss ich meinem Team ein Kompliment machen. Unter diesen Umständen zu spielen und dann auch noch den Ausgleich zu erzielen, macht mich optimistisch für die nächsten Spiele."

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