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Torschütze Cengiz Can war ab der 35. Spielminute nicht mehr für sein Team da © getty

Fortuna Köln erkämpft sich in Aachen trotz früher Unterzahl ein Remis. Die Mannschaft um Matthias Mink hatte sich mehr erhofft.

München - Eigentlich hätte man im Kreise der Fortuna nach dem Spiel zufrieden sein können, denn die Serie der Spiele ohne Niederlage hatte auch am Aachener Tivoli gehalten.

1:1 hieß es nach neunzig Minuten vor 450 Zuschauern. Trotzdem war die Stimmung im Mannschaftskreis eher etwas gedrückt, denn alle waren sich einig: mit elf Spielern wäre an diesem Nachmittag auch ein Dreier möglich gewesen. Stürmer Cengiz Can war in der 35. Minute in einer etwas unübersichtlichen Situation des Platzes verwiesen worden.(DATENCENTER: NRW-Liga)

Durch Platzverweis geschockt

Schiedsrichter Sven Heinrichs entschied auf "Nachtreten" und reduzierte schon zu diesem frühen Zeitpunkt den Tabellenfünften der NRW-Liga. Die Fortuna führte seit der 9. Spielminute mit 1:0 durch eben diesen Cengiz Can, der am linken Flügel davon stürmte, seinem Gegenspieler keine Chance ließ und auch Torwart Thomas Unger mit einem platzierten Heber überlistete.

Es sollte die einzige Torgelegenheit für die Fortuna in der ersten Halbzeit bleiben und auch den Aachenern gelang nicht viel mehr.

Fortuna zweikampfstark

In der 21. Spielminute war es Tibor Heber, der nach schöner Vorarbeit von Zlatko Muhovic den Ball an den rechten Außenpfosten donnerte. Ansonsten gelang den Aachenern nicht viel, auch deshalb, weil die Fortuna aufopferungsvoll um jeden Ball fightete und in den Zweikämpfen kompromisslos zu Werke ging.

Trotz Unterzahl, gleichwertig

Die Aachener ließen sich dadurch ein wenig den Schneid abkaufen. Angetrieben von Außenverteidiger Tevfik Furucu, dem an alter Wirkungsstätte wieder eine fast fehlerlose Partie gelang, war die Fortuna auch in Unterzahl absolut gleichwertig. Die Aachener hatten zwar mehr Spielanteile, Entscheidendes gelang ihnen dennoch nicht.

Erst in der 54. Minute gelang der Ausgleich: Robert Wilschrey flankte von der rechten Seite auf Daniel Engelbrecht, der mit einem wuchtigen Kopfball seinen achten Saisontreffer erzielte. Christopher Möllering hatte dabei keine Abwehrchance.

Mario Schwarz im Dienst der Mannschaft

Matthias Mink nahm in der Folgezeit einige taktische Änderungen vor. Insbesondere Mario Schwarz bewies seine Flexibilität und stellte sich voll in den Dienst der Mannschaft. Zuerst begann er auf der rechten Mittelfeldseite, wechselte nach der Auswechslung von Hamdi Dahmani auf links.

Nachdem Benjamin Venekamp verletzt ausgewechselt werden musste, übernahm er dessen Position links in der Viererkette.

Seit sieben Spielen nicht bezwungen

Mit ernomen Engagement und einer großen Portion Kampfkraft und Teamgeist brachte die Fortuna das Unentschieden über die Zeit. Seit nunmehr sieben Spielen ist die Fortuna ungeschlagen.

Aber die Statistik interessierte Trainer Matthias Mink nach dem Schlusspfiff wenig: "Wir haben hier eine wirklich gute Leistung abgeliefert. Ich hoffe nicht, dass uns nun in den nächsten Spielen etwas die Puste ausgeht. Auf uns warten noch einige harte Wochen - aber mit diesem Teamgeist, den die Mannschaft heute gezeigt hat, habe ich da keine Angst."

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