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Gegen Windeck fährt Fortuna den zehnten Saisonsieg ein ©

Gegen Germania Windeck dominiert die Fortuna aus Köln, erwischt einen Tag, an dem fast alles gelingt und fährt einen Sieg ein.

München - Unterschiedlicher hätten die Voraussetzungen vor der Partie gar nicht sein können.

Auf der einen Seite der Tabellenzeite der NRW-Liga, der zuletzt in neun Spielen ohne Niederlage geblieben war und auf der anderen Fortuna Köln, die unter der Woche eine herbe 0:2-Niederlage in Speldorf kassiert hatte. (DATENCENTER: NRW-Liga)

Die Zuversicht unter den 900 Fortuna-Anhänger war deshalb etwas gebremst.

Jagusch in der Innenverteidigung

Trainer Matthias Mink beorderte Sascha Jagusch in die Innenverteidigung, Frank Schroden gab den Abräumer vor der Abwehr und vorne sollte Kevin Kruth für die nötigen Tore sorgen.

Wie richtig diese Taktik an diesem Tag war, zeigte sich von der ersten Minute. Agressiv und konsequent gingen die Fortunen in die Zweikämpfe, attackierten früh und suchten den direkten Weg zum Tor.

Wo ist Windeck?

Die erste Torgelegenheit verzeichnete Hamdi Dahmani, der in der 7. Spielminute erstmals den Windecker Torwart Maurice Gillen prüfte.

Von Germania Windeck war bis zu diesem Zeitpunkt nicht viel zu sehen. Sie versuchten zwar immer wieder mit langen Bällen auf Sebastian Schoof zum Erfolg zu kommen, konnten sich aber nie entscheidend durchsetzen. In Tornähe gelangten sie nur über Freistöße und Ecken, die aber auch nur selten für Gefahr sorgten.

Dahmani trifft

Mit seiner zweiten Torgelegenheit erzielte Hamdi Dahmani, der in Speldorf noch vorzeitig ausgewechselt worden war, die Führung.

Prima in Szene gesetzt von Kevin Kruth, dribbelte er in den Strafraum und ließ dem Windecker Keeper, mit einem Schuss aus spitzem Winkel, keine Abwehrchance.

Schmied treibt an

Dieses Tor war eine Art Befreiungsschlag für die Fortuna, die nun wieder an die eigene Leistungsfähigkeit glaubte und spürte, dass an diesem Nachmittag auch ein Sieg drin war.

Angetrieben von dem kompromisslosen Nico Schmied, der gegen seinen Ex-Klub sein bisher bestes Spiel für die Fortuna machte, kontrollierte die Südstädter nun das Geschehen.

Ein einziges Mal musste Torwart Christopher Möllering in den ersten 45 Minuten wirklich eingreifen. Ein hart getretener Freistoß von Daniel Müller aus 25 m rauschte nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei.

Verdiente Führung zur Pause

So ging es mit einer verdienten Führung zum Pausentee, von dem die Windecker mit einem zusätzlichen Stürmer wiederkehrten.

Markus Hayer gehörte ab sofort zwar zu den Aktivposten in seinem Team, aber auch er konnte das 2:0 durch Alexander Ende nicht verhindern. Mit einem schulmäßigen Konter über vier Stationen hebelte die Fortuna die gesamte Abwehr der Windecker aus und Alexander Ende köpfte zum umjubelten 2:0 ein (56.).

Fortuna in voller Fahrt

Und die Fortuna gab sich damit immer noch nicht zufrieden. Angetrieben von den Zuschauern, die nun offenbar den Glauben an ihr Team wiedergefunden hatten, dominierte sie weiter das Geschehen, auch wenn Marcus Hayer in der 62, Minute mit einem Klasse-Kopfball fast den Anschlusstreffer erzielt hätte.

Aber genau, wie in der ersten Halbzeit, sollte dies die einzige Torgelegenheit des Gastes bleiben, der sicher auch ein wenig dadurch verunsichert war, dass in der vergangenen Wochen die Steuerbehörden Geschäfts- und Büroräume des Vereins durchsucht hatten.

Punktgenaue Flanke

Dass der Fortuna an diesem Nachmittag alles gelang, zeigte die Szene in der 70. Minute beispielhaft. Schon weit vor dem Strafraum zeigte Stürmer Kevin Kruth an, wohin er die Flanke von Hamdi Dahmani gerne haben möchte - dieser tat ihm den Gefallen und Kevin erzielte mit einem wunderschönen Kopfball in den linken Winkel den 3:0-Endstand.

Mit diesem sechsten Heimsieg in Folge baute die Fortuna ihre kleine Serie aus. Viel wichtiger war aber die Erkenntnis, dass Niederlagen, wie gegen den VfB Speldorf tatsächlich nur Ausrutscher sind.

Trainer Matthias Mink war hinterher jedenfalls rundum zufrieden: "Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen. Heute hat wirklich alles gestimmt. Wir haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben."

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