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Fortuna Köln kassiert gegen Velbert die neunte Saisonniederlage © imago

Nach zwei Niederlagen am Osterwochenende kassiert Fortuna Köln auch gegen Velbert eine Schlappe. Dabei fing alles so gut an.

München - 450 Zuschauer waren gegen Velbert ins Südstadion gepilgert, um die Wiedergutmachung für die beiden letzten Niederlagen der Fortuna mitzuerleben.

Was sie dann während der 90 Minuten erlebten, war so ein wenig symptomatisch für die aktuelle Situation des Teams von Trainer Matthias Mink. (DATENCENTER: NRW-Liga)

In der ersten Halbzeit agierte das ersatzgeschwächte Team gut, vor allem im Spiel nach vorn. Der agile Nuno Sanches, der sein erstes NRW-Liga-Spiel von Anfang an machte, veranstaltete eine Menge Wirbel auf der rechten Seite und stellte seinen direkten Gegenspieler immer wieder vor Probleme.

Sanches verletzt raus

Martin Lyttek konnte sich da nur mit Fouls revanchieren, was später auch zur verletzungsbedingten Auswechslung von Nuno Sanches führen sollte.

In der zweiten Halbzeit verlor die Fortuna ein wenig die Ordnung und musste nach einem individuellen Fehler den Ausgleich hinnehmen und nicht viel später auch den entscheidenden zweiten Treffer und damit die zweite Heimniederlage nacheinander. Aber der Reihe nach ...

Kruth verpasst zunächst

Die erste gute Torgelegenheit im Spiel gegen die abstiegsgefährdeten Velberter hatte Kevin Kruth, nach schönem Pass von Christian Becks an den Fünfmeterraum.

Leider ging sein Direktschuss knapp am langen Pfosten vorbei. In der 12. Minute ließ der Gast zum ersten Mal aufhorchen, aber auch der Kopfball von Julius Steegmann ging ebenfalls am linken Pfosten vorbei.

Sanches ist zur Stelle

In der 15. Spielminute war es Nuno Sanches, der das Führungstor einleitete. Mit einem schönen Pass auf Hamdi Dahmani brachte er diesen in die Situation, den Ball nur noch an dem herausstürzenden Pascal Kurz vorbeischieben zu müssen.

Auch nach dem Führungstreffer bestimmte die Fortuna das Geschehen und hätte später durch Tevfik Furucu sogar noch nachlegen können. Dieser hatte sich zuvor mit Können und ein wenig Glück an der Torauslinie gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt, doch sein Schuss aus diesem spitzen Winkel ging knapp am Tor vorbei.

Blech mit Glanztat

Kurz vor der Halbzeit hatte dann Sebastian Janas die Gelegenheit, auszugleichen, doch Niklas Blech lenkte den Gewaltschuss aus dem Rückraum mit einer tollen Reaktion über die Latte. So ging es mit einer knappen, aber doch verdienten Halbzeitführung, in die Kabine.

"Ich habe den Jungs noch mal eindringlich klargemacht, dass wir noch 45 Minuten zu gehen haben und die sich bietenden Chancen konsequent nutzen müssen. Die erste Halbzeit war sicher okay - vor allem, wenn man bedenkt, wieviele Stammkräfte gesperrt oder verletzt sind", beschreibt Trainer Matthias Mink auch die Gespräche beim Pausentee.

Halbzeitansprache für die Katz

Doch die Ansage in der Halbzeit verhallte wohl ungehört. In der 51. Minute fiel der Ausgleich durch Yussef Yesilmen.

Entscheidend dafür war ein unnötiger Ballverlust im Mittelfeld, der die Velberter erst wieder zurück ins Spiel brachte. "Danach hat man auch an der Körpersprache der Spieler gesehen, dass ihnen so ein wenig das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit fehlte", analysierte Trainer Matthias Mink hinterher.

Fortuna verliert den Faden

Und tatsächlich, ab diesem Zeitpunkt lahmte das Offensivspiel der Fortuna fast komplett. Und so kam es, wie es kommen musste. Im Anschluss an einen Eckball kam Sebastian Janas im Strafraum unbedrängt an den Ball und hatte keine Mühe, an Niklas Blech vorbei ins Tor zu zielen.

Noch zwei Chancen

Nur noch zweimal hatten die Fortuna-Fans den Torschrei auf den Lippen, doch Nico Schmied und auch Kevin Kruth gelang es nicht, jeweils im Anschluss an einen Eckball, aus kurzer Distanz den Ball im Velberter Gehäuse unterzubringen.

So stand nach dem Abpfiff die dritte Niederlage in Folge fest - eine Niederlage, die symptomatisch für die aktuelle Situation der Fortuna ist.

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