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Kevin Kruth (l.) wechselte im Januar 2008 von Düren zur Fortuna © imago

Durch den 3:1-Erfolg gegen den Tabellenzweiten verkürzt die Fortuna den Rückstand auf die Aufstiegsplätze. Kruth trifft doppelt.

Köln - Das letzte Heimspiel des Jahres gewann Fortuna Köln mit 3:1 gegen den Tabellen-Zweiten Westfalia Herne.

884 Zuschauer im Südstadion waren nach dem Schlusspfiff absolut begeistert, hatten sie doch die beste Saisonleistung der Fortuna gesehen.

Die Herner legten los wie die Feuerwehr und brachten die neuformierte Abwehr der Fortuna ein ums andere Mal in Verlegenheit.

Gleich drei Mal musste Christopher Möllering in den ersten 20 Minuten parieren - tat dies mit Bravour.

In der 23. Minute dann die Führung für den Gast durch Martin Setzke, der seinen 10. Saisontreffer erzielte.

Eine Rückgabe zum Torwart von Stefan Hoffmann geriet zu kurz und der Herner Stürmer hatte keine Mühe, den Ball an Christopher Möllering vorbei ins Tor zu lupfen. "Ich wollte die Mannschaft wecken", grinste Stefan Hoffmann nach dem Schlusspfiff.

Starker Dahmani

Der Weckruf wäre fast ungehört verhallt, denn Michael Baum köpfte nur zwei Minuten später den Ball erneut ins Tor der Fortuna. Dieser Treffer wurde von Schiedsrichter Denis Magne nicht gegeben, er entschied auf Abseits. Hamdi Dahmani, der an diesem Nachmittag sicher seine beste Saisonleistung ablieferte brachte mit zwei tollen Aktionen die Fortuna noch vor der Pause wieder zurück ins Spiel.

Kruth zum Sechsten

Seine exakt getimte Flanke von der linken Seite über die gesamte Abwehr der Herner hinweg fand Kevin Kruth, der keine Mühe hatte, seinen 6. Saisontreffer zu erzielen (36.).

Nur sechs Minuten später war es wieder Hamdi Dahmani, der mit einem tollen Schuß von der Strafraumkante sogar die Führung erzielte. (Ergebnisse und Tabelle NRW-Liga).

Der Herner Torhüter Andre Lindenblatt war dabei völlig machtlos. Wer gedacht hatte, dass die Herner in der zweiten Halbzeit das Blatt noch drehen könnte, sah sich getäuscht. Mit toller Moral und enormem Einsatz, aber auch mit ansehnlichem Kombinationsfußball dominierte die Fortuna weiterhin das Geschehen. Nur einmal mussten die Zuschauer zittern, als Andreas Kluy per Flugkopfball nur sehr knapp am Fortuna-Tor vorbeizielte (60.).

Auf der Gegenseite boten sich Hamdi Dahmani mit einem Dribbling in den Strafraum und einem Fernschuss weitere gute Gelegenheiten. Die Entscheidung dann in der letzten Spielminute: Felix Bably flankte auf Kevin Kruth, der mit mit einem Schuss aus der Drehung das 3:1 erzielte.

"Können mit Spitzenteams mithalten"

Mit einer neuformierten Mannschaft, ohne die beiden rotgesperrten Innenverteidiger, Sascha Jagusch und Cedric Mimbala, war es damit gelungen, den Favoriten aus dem Ruhrgebiet zu bezwingen. "In den letzten Spielen haben wir gezeigt, dass wir mit den Spitzenteams mithalten können", zeigte sich Trainer Matthias Mink nach dem Spiel sehr zufrieden. Ebenso glücklich war Hamdi Dahmani: "Bei mir läuft es wirklich immer besser - das hat heute echt Spaß gemacht."

SC Fortuna Köln: Möllering - Malsch, Schroden, Bably (88. Niang), Foukis - Waraghai, Hoffmann, Glaser (65. Maaßen), Blankenheim (78. Höffgen), Dahmani - Kruth

SC Westfalia Herne: Limberg ? Barton, Baum, Mustroph, Kluy (86. Tahiri) ? Freyni (60. Behrend), Badur, Allali, Gebauer ? Lewejohann (80. Mutluer), Setzke

Tore: 0:1 Setzke (23.), 1:1 Kruth (36.), 2:1 Dahmani (42.), 3:1 Kruth (90.)

Schiedsrichter: Dennis Magne

Zuschauer: 884

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