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Kevin Kruth erzielte in 13 Minuten drei Treffer © intern

Gegen Wattenscheid 09 sieht alles lange Zeit nach einer Punkteteilung aus. Doch dann kommt der Auftritt von Kevin Kruth.

Köln - Diesen Freitagabend werden die 700 Zuschauer so schnell nicht vergessen, denn das Heimspiel gegen die SG Wattenscheid 09 bot alles, was Fußball zu bieten hat.

Die Fortuna, bei der Cedric Mimbala in der Startformation stand, legte los wie die Feuerwehr. Man merkte den Spielern deutlich den Willen an, die beiden letzten Niederlagen vergessen zu machen.

So bot sich auch die erste klare Torgelegenheit den Fortunen (12.), nachdem Christopher Möllering mit einem punkgenauen Abstoß Marco Stasiulewski ins Spiel brachte, der den Wattenscheider Torwart Daniel Pommer aber nicht bezwingen konnte.

Beckers nickt ein

Nach 17 Minuten war es dann soweit. Hamdi Dahmani flankte von der linken Seite auf den zweiten Pfosten, wo - der an diesem Abend starke - Christian Beckers keine Mühe hatte, per Kopf, seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Fortuna zu erzielen. Damit schien er den Gast aus den Ruhrgebiet geweckt zu haben. Die Wattenscheider übernahmen mehr und mehr die Initiative und kamen ihrerseits zu Torgelegenheiten. (Ergebnisse und Tabelle NRW-Liga)

Fortuna mit Fortuna im Bunde

In der 20. Spielminute traf Dimitrios Ropkas mit einer Direktabnahme die Querlatte - Glück gehabt. Besser machte es dann Farat Toku nur wenige Minuten später, nachdem im Fortuna-Mittelfeld der Ball verloren ging. Er setzte sich kraftvoll durch und hatte Glück, dass sein Schuss trotzdem das Tor fand, obwohl Christopher Möllering den Ball noch berührte.

Guter Rückhalt

Kurz vor der Pause stand Christopher Möllering dann noch einmal im Blickpunkt. Mit zwei Reflexen wehrte er erst einen Kopfball von Jascha Keller und dann noch den Nachschuss von Dimitrios Ropkas ab. So ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden zum Pausentee.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erspielten sich die Wattenscheider Feldvorteile, die Fortuna lauerte auf Konter. Klare Torchancen ergaben sich nicht. Das sollte sich aber ändern.

Erste Ballberührung: Tor

Trainer Matthias Mink setzte auf Offensive, brachte Felix Bably für Marco Stasiulewski und wechselte dann dreizehn Minuten vor Schluss Kevin Kruth für Marco Stasiulewski ein. "Ich wusste, dass ich noch reinkomme, wenn es Unentschieden steht", beschrieb der dreifache Torschütze seine Gedanken kurz vor Schluss der Partie. Direkt mit seiner ersten Ballberührung und einem platzierten Flachschuss erzielte Kevin Kruth die vielumjubelte Führung (78.).

Kruth ist zur Stelle

Nur zwei Minuten später setzte sich Hamdi Dahmani im gegnerischen Strafraum durch und spitzelte den Ball, im Fallen, an Torwart Daniel Pommer vorbei, ins Netz. Alle Abwehrversuche der Wattenscheider kamen zu spät. Die Wattenscheider wirkten geschockt - in der 82. Spielminute behindern sich Torwart Daniel Pommer und Christoph Schmitt gegenseitig, Kevin Kruth bedankt sich und erzielt das 4:1. Aber auch damit ist es noch nicht genug: In der Schlusssekunde erzielt Kevin Kruth seinen dritten Treffer mit einem wunderschönen Distanzschuss und stellt so den höchsten Saisonsieg der Fortuna sicher.

"Verrücktes Spiel"

Trainer Matthias Mink schüttelte nachher den Kopf: "Das war ein verrücktes Spiel. Eigentlich sah in der zweiten Halbzeit alles nach einer Punkteteilung aus. Ich glaube Kevin war ganz schön sauer auf mich, dass er erst so spät eingewechselt wurde. Toll, wie er die drei Tore macht - eine solche Reaktion hatte ich mir erhofft."

Fortuna Köln: Möllering, Malsch,Mimbala, Schroden, Gran (65. Moog), Höffgen, Beckers, Maaßen (77. Kruth), Blankenheim, Dahmani, Stasiulewski (66. Bably)

SG Wattenscheid 09:Pommer, Keller, Yesilmen (87.. Daum), Schweer, Yilmaz, Toku (85. Diaz), Ropkas, Burgio (87. Wienecke), Hensel, Köksal, Schmitt

Tore: 1:0 Beckers (15.), 1:1 Toku (28.), 2:1 Kruth (78.), 3:1 Dahmani (80.), 4:1 Kruth (82.), 5:1 Kruth (90.)

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