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Kickt künftig wohl in der neuen Serie-A-Liga: Hassan Salihamidzic (l.) © getty

Künftig soll es eine neue Serie-A-Liga nach Vorbild der Premier League geben. Scolari und Angola finden doch nicht zueinander.

München - Der Profi-Fußball in Italien steht vor der Spaltung. Ein Treffen der Klubchefs der Serien A und B über die künftige Aufteilung der Einnahmen (TV-Gelder, Werbung, etc.) endete ergebnislos. Nun soll es künftig keine Solidargemeinschaft aus erster und zweiter Liga mehr geben.

"Wir haben die neue Serie-A-Liga gegründet", sagte der Präsident von US Palermo, Maurizio Zamparini, am Ende des Treffens in Mailand. Für eine Abgrenzung von den Zweitligisten stimmten alle Serie-A-Klubs mit Ausnahme von US Lecce.

Die Präsidenten der Zweitligisten kritisierten den Beschluss und drohen mit einem Boykott der kommenden Meisterschaftsspiele.

Als Vorbild der neuen Serie A soll die Premier League dienen, die sich 1992 von drei unterklassigen Profiligen abgespalten hatte und seitdem zur reichsten Liga der avancierte.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Juves Einspruch erfolgreich

Juventus Turin hat mit seinem Einspruch gegen die Bestrafung durch den nationalen Verband FIGC Erfolg gehabt. Nach einem Urteil des Nationalen Olympischen Komitees Italiens (CONI) darf das Spiel der Serie A am Sonntag zwischen Juve und US Lecce nun doch vor Publikum stattfinden.

Der FIGC hatte Juventus wegen rassistischer Sprechchöre seiner Fans mit einer Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit bestraft.

Am Dienstag hatte der Verband, der sich irritiert über das CONI-Urteil zeigte, den ersten Einspruch abgewiesen, nach Angaben von Juventus Turin aber keine Gründe dafür angegeben. Deshalb hatte Juve erneut Einspruch eingelegt.

"6+5-Regel" abgelehnt

Die Europäische Union (EU) lehnt die sogenannte "6 plus 5"-Regelung der FIFA als rechtswidrig ab. Das geht aus einem Interview des EU-Kommissars für Bildung und Kultur, Jan Figel, mit dem Internetportal "epltalk.com" hervor.

"Die Kommission kann mit einem illegalen System nicht einverstanden sein. Es ist ganz einfach: Die '6 plus 5'-Regelung kann in der EU nicht angewendet werden", sagte Figel.

FIFA-Boss Joseph S. Blatter will mit "6 plus 5" den durch das Bosman-Urteil aus dem Ruder gelaufenen Transfermarkt einhegen und Nachwuchsspieler fördern. Die Regelung besagt, dass ein Klub zu Spielbeginn mindestens sechs Spieler aufstellen muss, die für das Nationalteam des Landes des betreffenden Klubs spielberechtigt sind.

"Solange die FIFA beabsichtigt, die '6 plus 5'-Regelung so umzusetzen, wie sie derzeit formuliert ist, kann die Kommission sie nicht befürworten", sagte Figel. Die FIFA könne die Regel zwar trotzdem einführen, doch dann könne auch "jeder Profiklub oder auch jeder Profi, der sich unfair behandelt fühlt, vor Gericht gehen. Und er würde gewinnen."

Scolari verzichtet auf Trainerjob in Angola

Luiz Felipe Scolari übernimmt doch nicht den vakanten Posten des Nationaltrainers in Angola. Das stellte der angolanische Verband FAF nach neuerlichen Medienberichten über ein bevorstehendes Engagement des Ex-Chelsea-Coaches klar.

"Wir schließen keine Vertrag mit Scolari. Er ist auch nicht Teil unserer Pläne", erklärte FAF-Generalsekretär Augusto Silva.

Angola ist seit der Entlassung von Mabi de Almeida Mitte April auf der Suche nach einem neuen Trainer. Der künftige Coach soll den WM-Teilnehmer von 2006 für die Afrikameisterschaft 2010 im eigenen Land auf Erfolgskurs bringen.

Romario übernimmt Funktionärsposten

Brasiliens Idol Romario hat offiziell die Funktionärslaufbahn eingeschlagen. Er soll den unterklassigen America FC zu einem Topklub in Rio de Janeiro machen und mit seinem Namen zahlungskräftige Sponsoren anlocken.

Die Zusammenarbeit mit dem Weltmeister von 1994, der gleich einen neuen Trikotsponsor vorstellte, wurde zunächst bis Ende Dezember festgelegt.

"Ich nehme keine Herausforderung an, um diese zu verlieren", sagte der 1000-Tore-Stürmer vor seinem Engagement.

Keine Spiele in Kolumbien

Kolumbiens Hauptstadt Bogota steht angesichts der in Mexiko grassierenden Schweinegrippe Mannschaften aus dem mittelamerikanischen Land nicht als Ausweichspielort zur Verfügung.

Bogota setzt sich damit gegen die Entscheidung des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL zur Wehr, der die Heimspiele von San Luis Potosi und Chivas Guadalajara im Achtelfinale des Libertadores-Cups für den 6. Mai nach Bogota vergeben hatte.

Die Stadt habe auf Anraten der Weltgesundheitsorganisation WHO gegen die Entscheidung des CONMEBOL votiert, sagte Juan Varela, ein Unterstaatssekretär in der Stadregierung Bogotas. "Die WHO erlaubt keine Veranstaltungen mit mehr als 40 Personen, wenn ein Land daran teilnimmt, in dem der Virus ausgebrochen ist", ergänzte Varela.

Punktabzug wegen rassistischer Parolen

Wegen rassistischen Verhaltens seiner Fans wird dem israelischen Erstligisten Beitar Jerusalem ein Punkt abgezogen.

Der israelische Verband IFA belegte den Klub mit dieser Strafe, weil Anhänger des Vereins beim Spiel gegen Maccabi Petah Tikva anti-arabische Parolen gerufen hatten.

Zudem muss der Verein das Heimspiel gegen den arabisch-israelischen Verein Hapoel Bnei Sakhnin unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

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