vergrößernverkleinern
Dimitar Berbatov (r.) könnte bald Teamkollege von Lucio sein © imago

Aus dem Transfer des Bulgaren von Tottenham zu Manchester United wird möglicherweise nichts. Nutznießer könnte Bayern München sein.

Von Tobias Schneider

München - Lange hielt sich der FC Bayern auf dem Transfermarkt dezent zurück, nun scheint der Rekordmeister nahezu täglich ein neues Kaninchen aus dem Hut zu zaubern.

Nach dem überraschenden Abgang von Marcell Jansen und der Verpflichtung von Massimo Oddo (AC Mailand) haben die Münchner anscheinend den nächsten dicken Fisch an der Angel.

Wie die "Bild" berichtet, steht Tottenhams Sturmstar Dimitar Berbatov ganz oben auf der Wunschliste. Ein Schnäppchen wäre der Bulgare, dessen Wechsel zu Manchester United ins Stocken geraten ist, allerdings nicht.

30 Millionen Pfund, schlappe 45 Millionen Euro, verlangen die "Spurs" für den früheren Leverkusener. Nach dem Verkauf von Marcell Jansen für rund acht Millionen Euro zum Hamburger SV stehen den Münchnern weitere Mittel für Transfers zur Verfügung. "Dadurch haben wir neuen Spielraum. Den werden wir nutzen", erklärte Bayern-Manager Uli Hoeneß.

Auch ein Ukrainer im Visier

Wie die "Bild" weiter mutmaßt, könnte auch der Transfer des Ukrainers Anatoli Timostschuk realisiert werden.

Der defensive Mittelfeld-Spieler in Diensten von Zenit St. Petersburg hat aber noch einen gültigen Vertrag bis 2011 und wäre ebenfalls alles andere als ein Gelegenheitskauf.

Bei seiner Verpflichtung von Schachtjor Donezk legte Zenit schlappe 15 Millionen Euro auf den Tisch.

Sport1.de hat weitere News vom europäischen Transfermarkt:

Quaresma zu Inter

Das schier endlose Gezerre um den portugiesischen Ballkünstler Ricardo Quaresma scheint zu Ende.

Wie die "Gazetta dello Sport" berichtet, haben sich Inter Mailand und der FC Porto auf einen Transfer des extrovertieren 24-Jährigen geeinigt. Das größte Problem war bislang die Ablöse-Summe, 40 Millionen Euro forderte Portugals Rekordmeister.

Nun haben sich beide Parteien aber offenbar auf eine Ablöse von rund 20 Millionen geeinigt, zudem packt Inter den 20-jährigen Mittelfeldspieler Pele noch als Dreingabe oben drauf.

Quaresma soll beim Klub von Jose Mourinho, unter dem er schon in Porto kickte, einen Vier-Jahres-Vertrag unterschreiben und knapp 3 Millionen Euro jährlich kassieren.

Ljungberg zu Portsmouth?

Nach Angaben des "Daily Mirror" ist Harry Redknapp, Team-Manager des FC Portsmouth, an einer Verpflichtung von Freddie Ljungberg interessiert.

Der ehemalige schwedische National-Spieler stand zuletzt bei West Ham United unter Vertrag, hatte aber immer wieder mit langwierigen Verletzungen zu kämpfen.

West Ham entschloss sich, den Vertrag mit dem 31-Jährigen nicht zu verlängern. Bislang hat Ljungberg noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden.

Saha heuert in Everton an

Der französische Stürmer Louis Saha wechselt von Manchester United zu Ligakonkurrent FC Everton.

Der 30-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag mit einer Option für eine weitere Saion.

Über die Ablösesumme für Saha, der noch einen Vertrag bis 2010 bei ManUnited hatte, wurde Stillschweigen vereinbart. Der Stürmer muss noch die obligatorische medizinische Untersuchung hinter sich bringen.

Larsson vor Rückkehr nach England

Der schwedische Alt-Star Henrik Larsson steht offenbar kurz vor einem Comeback in der Premier League.

Wie die "Daily Mail" berichtet, habe sich der Stürmer mit Helsingborgs Präsidenten überworfen und möchte den Verein offensichtlich verlassen.

Mögliche Interessenten sind Everton und Tottenham. Larsson spielte in seiner Karriere unter anderem für Celtic Glasgow, den FC Barcelona und Manchester United.

Sobis geht in die Wüste

Der Brasilianer Rafael Sobis, Bronzemedaillengewinner von Peking, verlässt Betis Sevilla und wechselt in die Vereinigten Arabischen Emirate zu Al Jazira.

Sobis, an dem auch die Bundesligisten Hoffenheim und Bremen Interesse gezeigt haben, zieht damit einen Schlussstrich unter seine wenig erfolgreiche Zeit beim Klub von David Odonkor.

In 55 Ligaspielen glückten dem 23-Jährigen nur bescheidene acht Treffer.

Als Ablöse legen die Scheichs rund 10 Millionen Euro auf den Tisch.

Bei Arsenal sitzt das Geld locker

Arsene Wenger, Trainer der "Gunners" darf in den verbleibenden Tagen bis zum Ende der Transferperiode noch rund 45 Millionen Euro ausgeben.

Dies sagte ihm Vorstandsmitglied Danny Fiszman zu. Den Ausschlag dafür gab die Unzufriedenheit der Fans mit den Sommerverpflichtungen und die Abgänge von Alexander Hleb, Mathieu Flamini und Gilberto Silva, die im Mittelfeld eine große Lücke hinterließen.

Zwar ist Samir Nasri, 15 Millionen-Euro-Neuzugang aus Marseille, mit zwei Toren gut eingeschlagen, doch die Arsenal-Fans wünschen sich mehr Erfahrung in der Spielzentrale.

"Wenn Arsene zu uns kommt und fragt, ob er noch einen Spieler für 45 Millionen Euro kaufen können, dann sagen wir natürlich ja", so Fiszman.

Theater um Arschawin zu Ende?

Das Wechsel-Theater um Andrei Arschawin ist beendet, zumindest scheint ein Wechsel des russischen Flügelstürmers von Zenit St. Petersburg in diesem Sommer ausgeschlossen.

Arschawin, dem Kontakte zu Tottenham nachgesagt werden, sagte selbst, dass er vorerst nicht auf die Insel wechseln werde und zumindest bis zur Winterpause für Zenit auf Torejagd gehe.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel