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Neu beim FC Sevilla: Europameister Fernando Navarro, zuvor bei Mallorca © getty

Nach einer schwierigen Saison mit einem Schicksalsschlag zücken die Andalusier das Scheckbuch, um sportlich nach oben zu kommen.

Von Thorsten Mesch

Für stolze 40 Millionen hat der FC Sevilla seine Mannschaft verstärkt. Squillaci (Marseille, 6,5 Mio.), Konko (Genua, 9), der Argentinier Acosta (Lanus, 7,5) und der Ivorer Romaric (Le Mans, 8,5),

Europameister Fernando Navarro (Mallorca, 7,5) und Duscher (Racing) wurden ebenso verpflichtet, allerdings verloren die Andalusier einen ihrer besten Spieler: Dani Alves ging für 29 Millionen zum FC Barcelona.

Nach einer schwierigen Saison - Abwehrspieler Mariona Puerta starb vor einem Jahr an Herzversagen, Trainer Juande Ramos wechselte im Winter zu Tottenham Hotspur nach London - ist für den Fünften der Vorsaison ein Platz unter den ersten Vier das erklärte Ziel.

Valencia hält seine Stars

Im UEFA-Pokal spielt der FC Valencia. Doch nur, weil das Team um Torwart Timo Hildebrand den Pokal gewann. In der Meisterschaft musste man lange nach dem gescheiterten Experiment mit Trainer Ronald Koeman lange um den Klassenerhalt zittern. Am Ende einer Katastrophen-Saison stand immerhin noch Platz zehn zu Buche.

Dem finanziell stark angeschlagenen Verein gelang es etwas überraschend, die Europameister David Villa und David Silva zu halten. Villa verlängerte kürzlich seinen Vertrag und soll mit seinen Toren dafür sorgen, dass zumindest ein UEFA-Cup-Platz erreicht wird.

Ob Racing Santander, neben Villarreal das Überraschungsteam der vergangenen Spielzeit, seinen sechsten Platz verteidigen kann, ist kaum anzunehmen, zumal die Kantabrier ihren Trainer Marcelinho ziehen lassen mussten. Neu bei Racing ist übrigens Ze Antonio, der ablösefrei aus Mönchengladbach kam.

Real Mallorca, Vorjahres-Siebter, verlor Torschützenkönig und Europameister Dani Güiza an Luis Aragones' Fenerbahce.

Polanski-Klub im Mittelfeld

Während der Ex-Gladbacher Eugen Polanski mit dem FC Getafe wohl im Mittelfeld landen wird, geht es für die Aufsteiger Numancia, das mit nur 4,5 Millionen Euro den kleinsten Etat hat, Gijon und Malaga vom ersten Spieltag an um den Klassenerhalt.

Malagas Präsident ist übrigens Fernando Sanz. Der 34-Jährige, ehemaliger Profi von Real Madrid und Sohn des einstigen Real-Präsidenten Lorenzo Sanz, leitet schon seit drei Jahren die Geschäfte der finanziell angeschlagenen Andalusier.

Bekanntester Spieler in Malagas Kader dürfte Stürmer Salva Ballesta sein. Der 33-Jährige spielte u.a. schon für Sevilla, Racing und Atletico, wurde mit Valencia Meister.

Weniger bekannt ist der 20-Jährige Adolfo Moyano Moyano. Sein Spitzname lautet übrigens Popo.

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