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Jürgen Röber trat in der Saison 06/07 nach nur acht Spielen bei Borussia Dortmund zrück © getty

Saturn Ramenskoje entlässt den Trainer. Der Schotte Kirk Broadfoot verbrüht sich bei der Hausarbeit. Internationale Splitter.

München - Nur knapp zehn Monate nach seinem Amtsantritt ist Trainer Jürgen Röber beim russischen Erstligisten Saturn Ramenskoje entlassen worden.

"Die Mannschaft hat in dieser Saison unbefriedigende Leistungen gezeigt. Das war der Grund für unsere Entscheidung", sagte Klubchef Igor Jefremow: "Es war total unklar, wie er unser Team verbessern wollte."

Ramenskoje liegt derzeit auf dem vorletzten Platz und hat aus den ersten acht Partien lediglich fünf von 24 möglichen Punkten geholt. Röber hatte den Klub im August 2008 übernommen.

Für Röber, der unter anderem beim VfB Stuttgart, Hertha BSC Berlin, VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund als Trainer tätig war, war es das zweite Trainer-Engagement im Ausland. 2005/2006 hatte er Partizan Belgrad betreut.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Juve-Bergamo wird "Geisterspiel"

Das Serie-A-Spiel zwischen dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin und Atalanta Bergamo wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Dies wurde von der italienischen Fußball-Liga beschlossen, nachdem das Oberste Sportgericht des nationalen Olympischen Komitees (CONI) den Einspruch Juves gegen die Stadionsperre abgelehnt hatte.

Ein erster Einspruch der Turiner war vom italienischen Fußball-Verband bereits abgelehnt worden. Daraufhin hatte sich Italiens Rekordmeister an das Oberste Sportgericht des CONI gewendet.

Der italienische Verband hatte die Sanktion gegen Juve ausgesprochen, nachdem der dunkelhäutige Spieler Mario Balotelli von Meister Inter Mailand beim Spiel gegen Juventus am 18. April rassistisch beschimpft worden war.

Abspaltung der Serie A perfekt

Die Spaltung des italienischen Profi-Fußballs ist perfekt. Die Klubs der Serie A gründeten eine neuen Liga und haben damit der Serie B die Solidargemeinschaft aufgekündigt.

Die neue Liga wird im Juli 2010 starten. Voraussetzung ist aber noch die Bestätigung durch den italienischen Fußballverband FIGC.

"Wir wollen, dass die Spitzenklubs wieder auf internationalem Niveau glänzen", sagte der neue Liga-Präsident Maurizio Beretta der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Der ehemalige Generaldirektor des Arbeitgeberverbandes soll helfen, die Klubs zu sanieren und in neue Stadien zu investieren. Als Vorbild der neuen Serie A soll vor allem die englische Premier League dienen.

"In einer schwierigen Wirtschaftskrise haben die italienischen Fußballunternehmen beschlossen, sich nicht zurückzuziehen, sondern für die Zukunft zu investieren. Es geht darum, den italienischen Fußball zu reformieren. Dies wird sowohl der Serie A, aber auch der Serie B gut tun. Wenn die Serie A gewinnt, gewinnen wir alle", sagte Beretta.

Der Geschäftsführer des AC Mailand, Adriano Galliani, begrüßte die Gründung der neuen Liga. "Für den italienischen Fußball ist das ein historischer Tag", sagte Galliani.

Die neue Liga wird eine flexible Führungsstruktur haben. Neben einem Präsidenten werden Klubchefs in den Aufsichtsrat einziehen.

Verbrühungen beim Eierkochen

Hausarbeit kann äußerst schmerzhaft sein. Profi Kirk Broadfoot vom schottischen Rekordmeister Glasgow Rangers zog sich beim Kochen von Frühstücks-Eiern Verbrühungen im Gesicht zu und musste sich im Krankenhaus behandeln lassen.

Der Verteidiger guckte auf zwei Eier, die er kurz zuvor in der Mikrowelle zubereitet hatte. Eines der Eier explodierte, Broadfoot bekam daraufhin kochend heißes Wasser ins Gesicht.

Der 25-Jährige konnte die Klinik nach der ambulanten Versorgung wieder verlassen.

Neue Stadien für AS Rom und Lazio

Die beiden italienischen Erstligisten AS Rom und Lazio Rom bekommen jeweils eine neue und eigene Heimat. Wie der römische Bürgermeister Gianni Alemanno bestätigte, sollen in der italienischen Hauptstadt eigens für die rivalisierenden Klubs zwei neue Stadien gebaut werden.

Das Stadion für Lazio soll auf einem Gelände nördlich von Rom entstehen. Der Standort für die AS-Arena werde noch gesucht.

Das Olympia-Stadion, in dem die beiden Erzrivalen derzeit ihre Heimspiele austragen, werde weiter für die Spiele der italienischen Nationalmannschaft und für die Leichtathletik genutzt, erklärte der Bürgermeister.

Im Land des Weltmeisters wird derzeit fast täglich über die Modernisierung der zumeist veralteten Fußball-Stadien diskutiert. 16 der 20 Erstliga-Spielstätten sind durchschnittlich 67 Jahre alt.

Die italienische Regierung hat dem Parlament ein Projekt vorgelegt, bei dem die Gemeinden die Verwaltung der Stadien an die Klubs abgeben können. Vereine, die Kredite für die Modernisierung oder den Bau neuer Arenen aufnehmen, erhalten Begünstigungen. Ziel ist, Italiens Chancen für die Ausrichtung der EM 2016 zu erhöhen.

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