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Roberto Donadoni wurde nach dem EM-Viertelfinal-Aus entlassen © imago

Italiens Ex-Nationaltrainer nimmt seinem Nachfolger die Störmanöver nicht übel. Bremens Pizarro sägt am Stuhl seines Nationaltrainers.

München - Italiens entlassener Nationaltrainer Roberto Donadoni sieht bei sich keine Schuld für das vorzeitige EM-Aus des Weltmeisters, will sich selbst aber dennoch weiterbilden.

"Ich will durch Italien und Europa reisen, Klubs besuchen und neue Trainingsmethoden kennenlernen", sagte Donadoni im Interview mit der Mailänder Tageszeitung "Il Giornale".

"Ich werde Jose Mourinho in Mailand besuchen, danach nach Großbritannien und nach Spanien gehen".

"Eine Frage des Stils"

Bezüglich der frühzeitigen Pleite der Azzurri in Österreich und der Schweiz habe er sich nichts vorzuwerfen.

"Ich weiß, dass ich das Beste geleistet habe und ich bedauere nichts. Auch im Nachhinein würde ich nur einige Details ändern. Ich habe mit einer außerordentlichen Gruppe zusammengearbeitet, bei der ich mich niemals genug bedanken werde", erklärte der 44-Jährige.

Donadoni erklärte, er habe kein Problem mit seinem Vorgänger und Nachfolger Marcello Lippi, der schon vor Ende der EM seine Bereitschaft zur Rückkehr signalisiert hatte.

"Nein, ich bin Lippi nicht böse. Jeder verhält sich, wie er meint. Ich hätte es anders gemacht", sagte Donadoni: "Ich bewerbe mich nicht als Trainer bei Milan oder Inter. Es ist eine Frage des Stils."

Tochter beerbt Sensi beim AS Rom

Zehn Tage nach dem Tod von Franco Sensi ist seine Tochter Rosella zur Präsidentin des italienischen Erstligisten AS Rom ernannt worden.

Die 37-Jährige, die bisher unter der Präsidentschaft ihres Vaters den Posten der Geschäftsführerin inne hatte, setzte sich bei der Abstimmung im Aufsichtsrat mit absoluter Mehrheit durch.

In den Aufsichtsrat des Klubs wurde auch Rosella Sensis Mutter Maria berufen.

Seit 1993 unter Familienkontrolle

"Ich will die Arbeit meines Vaters weiterführen", sagte Rosella Sensi nach Angaben italienischer Medien vom Freitag.

Der Klub AS Rom steht seit 1993 unter Kontrolle der Familie Sensi, Besitzerin der Erdölgesellschaft Italipetroli.

Franco Sensis Vater Silvio hatte 1927 zu den Mitbegründern des Vereins gezählt.

Pizarro sägt an Solars Stuhl

Werder Bremens Stürmer Claudio Pizarro hat sich vor den WM-Qualifikationsspielen der peruanischen Nationalmannschaft gegen Venezuela und Argentinien in einem Interview gegen eine Vertragsverlängerung mit Trainer Jose de Solar ausgesprochen.

Pizarro, ehemaliger Kapitän des Tabellenletzten in den südamerikanischen Eliminatorias, wurde wie der Schalker Jefferson Farfan trotz einer abgelaufenen internen Sperre nicht für den Doppelspieltag am 6. und 9. September nominiert.

"Ich hoffe, dass er nicht weiter macht", erklärte Pizarro gegenüber der Tageszeitung "El Comercio".

Bereit zum Comeback

Trotz des Streits mit dem peruanischen Verband wegen einer angeblichen Party von Pizarro, Farfan und zwei weiteren Nationalspielern in einem Luxushotel nach dem 1:1 gegen Brasilien im November 2007 ist Pizarro bereit, wieder für das Nationalteam aufzulaufen.

"Solange Jose de Solar weitermacht, möchte ich eigentlich nicht mehr spielen, aber wenn sie mich nominieren, werde ich kommen", sagte er.

UEFA wird Entscheidung über EM 2012 wohl vertagen

Mit großer Wahrscheinlichkeit wird das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) bei seiner Sitzung Ende September in Bordeaux noch keine abschließende Entscheidung darüber treffen, ob die Endrunde der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wie geplant stattfindet oder in ein anderes Land verlegt wird.

Angeblich soll dieser Tagesordungspunkt vertagt werden.

Chancen stehen 50:50

UEFA-Präsident Michel Platini und seine Expertengruppe sind von der Inspektionsreise Anfang Juli mit vielen Versprechungen heimgekehrt, aber ohne Bagger gesehen zu haben.

Die Tendenz scheint zu sein, den Versprechungen der Politiker in Polen und der Ukraine Glauben zu schenken.

Es heißt, wenn die WM 2010 in Südafrika noch verlegt werden könne ("Plan B" von FIFA-Präsident Joseph Blatter), bestehe für eine Entscheidung über die EM 2012 noch kein Zeitdruck.

Insider bezeichnen die Chance, dass die EM tatsächlich erstmals in Osteuropa stattfindet, mit 50:50.

Trainingsschlägerei endet mit Kieferbruch

Stefan Babovic vom französischen Erstligisten FC Nantes hat bei einer Schlägerei Anfang des Monats seinem Teamkollegen Djamel Abdoun den Kiefer gebrochen.

Erste Untersuchungen direkt nach dem Vorfall hatten lediglich eine Zahnverletzung gezeigt, weshalb Abdoun sich eine Woche durch einen Strohhalm ernähren musste.

"Er hatte jetzt eine Röntgenuntersuchung, die einen Kieferbruch zeigt, der möglicherweise von dem herrührt, was passiert ist", sagte Claude Robin, Manager des Aufsteigers.

Tritt ins Gesicht

Beide Spieler waren nach dem Training in der Kabine aneinandergeraten. Dabei trat Babovic seinem französischen Mitspieler ins Gesicht.

Der Serbe wurde vom Verein bereits mit einer Geldstrafe belegt und muss gemeinnützige Arbeit bei den Jugendteams von Nantes ableisten.

Beim aktuell Vorletzten der Ligue 1 steht auch der ehemalige Bremer Bundesliga-Profi Ivan Klasnic unter Vertrag.

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