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Paolo Maldini ist sauer auf Milan-Vizepräsi- dent Adriano Galliani (r.) und Kollegen © getty

Die Milan-Legende ist verbittert wegen seines Abschieds. Ronaldo wird nach einem Frisuren-Foul gesperrt. Internationale Splitter.

Mailand - Nach den Pfiffen bei seinem Abschiedsspiel ist Paolo Maldini sauer auf die Fans des AC Mailand.

"Ich weiß nicht, warum mir die Fans das Abschiedsfest ruiniert haben. Mein Verhalten war bisher immer geradlinig. Ich bin meinen Idealen gefolgt und habe alle respektiert", sagte der 40-Jährige.

Er hatte am vergangenen Sonntag gegen den AS Rom (2:3) sein letztes Heimspiel absolviert.

Nach der Niederlage am Sonntag hatte sich der Zorn der Tifosi gegen Maldini und vor allem gegen den Klubbesitzer und Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi gerichtet, dem vorgeworfen wurde, kein Geld mehr in neue Spieler investieren zu wollen.

Die Milan-Ikone Maldini zeigte sich zutiefst enttäuscht, weil ihn der Klub nach den heftigen Pfiffen aus der Milan-Kurve nicht verteidigt habe.

"Ich bin enttäuscht, weil sie keine Position bezogen haben, kein Manager hat ein Wort gesagt. Ich bin vielleicht ein Idealist, ich denke aber, dass ein Verein wie Milan sich von bestimmten Vorfällen distanzieren sollte", sagte Maldini.

Sport1.de hat weitere internationale Splitter zusammengefasst:

Ronaldo nach Haar-Attacke gesperrt

Der dreimalige Weltfußballer Ronaldo ist nach einer haarsträubenden Aktion von einem brasilianischen Sportgericht für ein Spiel gesperrt worden.

Bei der Ligapartie seines Klubs Corinthians gegen Botafogo hatte der 32-Jährige seinem Gegenspieler Fahel an den Haaren gezogen, nachdem der Botafogo-Akteur den zweimaligen Weltmeister zuvor am Trikot gezupft hatte.

Daraufhin hatte das Sportgericht gegen Ronaldo ermittelt. Allerdings hätte "Il Fenomeno" im kommenden Spiel wegen einer Wadenverletzung ohnehin nicht mitwirken können.

Durchsuchung bei Real Madrid

Aufruhr beim spanischen Rekordmeister: Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Ex-Präsident Ramon Calderon wurden die Geschäftsräume von Real Madrid von der Polizei durchsucht.

Bei der Aktion wurden vor allem die Bücher überprüft, um herauszufinden, ob sich Calderon persönlich berecihert hat.

Calderon hatte zurücktreten müssen, da er bei einer Mitgliederversammlung im Dezember 2008 nicht stimmberechtigte Delgierte in die Versammlung eingeschleust haben soll.

Valencia vor der Rettung

Die Verantwortlichen des FC Valencia können die drohende Pleite des sechsmaligen spanischen Meisters offenbar doch noch verhindern.

Laut Präsident Vicente Soriano hat der Verein einen Käufer für das Gelände rund um das alte Mestalla-Stadion gefunden. Dieser will rund 400 Millionen Euro für die Immobilie zahlen.

Valencias Schuldenlast wird auf 600 Millionen Euro geschätzt. Soriano machte allerdings keine Angaben über die Identität des Käufers.

Hauptgrund für die hohe Schuldenlast des Klubs ist der Bau des neuen Stadions (El Nuevo Mestalla). Die 79.000 Zuschauer fassende Arena soll rund 300 Millionen Euro kosten.

US-Investor kauft Sunderland

Der FC Sunderland befindet sich seit Mittwoch im 100-prozentigen Besitz des US-Geschäftsmannes Ellis Short. Das bestätigte der Premier-League-Klub auf seiner Homepage.

Der Unternehmer hatte bereits im vergangenen September 30 Prozent der Klub-Anteile erworben und war damit gleich zum größten Aktionär des Vereins aufgestiegen.

Details über das finanzielle Volumen der Übernahme sämtlicher FC-Anteile nannte Sunderland, das in der abgelaufenen Saison auf Rang 16 den Abstieg nur mit Mühe vermieden hatte, nicht.

Ehrungen für die Fergusons

Zweifache Auszeichnung für die Familie Ferguson: Sir Alex Ferguson vom englischen Meister Manchester United wurde von der Vereinigung der englischen Liga-Coaches LMA zum Premier-League-Teammanger des Jahres gewählt.

Fergusons Sohn Darren, der mit seinem Klub Peterborough United den zweiten Aufstieg in Folge schaffte, wurde zum Coach des Jahres der dritten Liga gekürt.

Die ligaübergreifende Auszeichnung Teammanager des Jahres ging zum dritten Mal nach 2003 sowie 2005 an den Schotten David Moyes vom Premier-League-Klub und FA-Cup-Finalisten FC Everton.

Moyes wurde laut LMA-Präsident Howard Wilkinson geehrt, weil er aus den Möglichkeiten des Klubs und der Profis das Maximum heraushole.

Milan-Ultras vor Gericht

Ein Mailänder Untersuchungsrichter hat die Eröffnung eines Prozesses gegen elf Milan-Ultras beschlossen. Sie werden beschuldigt, den AC Mailand erpresst zu haben, um kostenlos Eintrittskarten für die Spiele des Klubs zu erhalten.

Die Ultras hatten Milan mit Krawallen am Rande des Spiels gedroht, um die Tickets zu erpressen.

Milan-Vizepräsident Adriano Galliani steht unter Polizeischutz, nachdem Drohungen aus Kreisen der Ultras eingegangen waren. Der 63-Jährige wird Tag und Nacht bewacht.

Fluminense-Fans attackieren Spieler

Aufgebrachte Fans des brasilianischen Erstligisten Fluminense haben bei einem Training des Teams den Platz gestürmt und dabei Mittelfeldspieler Diguinho mit Schlägen traktiert.

Nach Medienberichten stürmten etwa 30 Anhänger das Trainingsgelände und schossen dabei sogar mit Pistolen in die Luft.

Der attackierte Diguinho setzte sich offenbar zur Wehr und schlug zurück, ehe er durch eine Seitentür flüchten konnte. Die Krawallmacher konnten erst zum Rückzug bewegt werden, nachdem die Sicherheitskräfte ebenfalls mit Handfeuerwaffen in die Luft geschossen hatten.

Die Ausschreitungen resultieren aus den zuletzt schwachen Leistungen in der Liga gegen Corinthians und Santos.

"Wir haben Verständnis dafür, dass die Fluminense Fans mit den Ergebnissen zuletzt nicht zufrieden waren. Aber diese Form von Vandalismus werden wir nicht länger hinnehmen. Es ist nicht zu akzeptieren, dass unsere Spieler in dieser Form attackiert werden", meinte Fluminense-Geschäftsführer Marcelo Penha.

Scheich kauft FC Portsmouth

Der FC Portsmouth bekommt einen neuen Besitzer. Sulaiman Al Fahim, Geschäftsmann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und eigentlich Vorsitzender des Besitzerkonsortium des Liga-Konkurrenten Manchester City, will den FA-Cup-Sieger von 2008 vom Franzosen Alexandre Gaydamak kaufen.

Dies bestätigte der Verein am Mittwoch. Zwar seien die Verträge noch nicht unterschrieben, doch solle dies in der kommenden Woche geschehen.

Der gebürtige Russe Gaydamak hatte schon seit einiger Zeit versucht, den Verein zu verkaufen.

Al Fahim, der als treibende Kraft hinter dem Kauf von Manchester City im vergangenen Sommer gilt, teilte mit, dass er nicht mehr der Besitzergruppe der "Citizens" angehöre.

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