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Guus Hiddink trainierte vor der russischen schon die südkoreanische, niederländische und die australische Nationalmannschaft © getty

Der FC Chelsea spielt um den letzten möglichen Titel der Saison. Der soll ein Abschiedsgeschenk für den Trainer werden.

München - Für Michael Ballack und den FC Chelsea soll die älteste Fußball-Trophäe zum Trostpreis werden.

Im 128. Finale um den FA-Cup will Deutschlands Nationalmannschaftskapitän mit den Blues am Samstag gegen den Premier-League-Rivalen FC Everton die letzte Chance auf einen Titel in dieser Saison nutzen (Sa., ab 15.45 Uhr LIVE).

Mit dem Gewinn des Pokals möchte Chelsea seinem scheidenden Teamchef Guus Hiddink zugleich ein gebührendes Abschiedsgeschenk machen.

Ein Triumph im Wembleystadion würde den Schmerz bei Ballack und Chelsea über das bittere Halbfinalaus in der Champions League gegen den FC Barcelona sowie die missglückte Meisterschaft zumindest etwas lindern.

"Schmetterlinge im Bauch"

"Wenn du diesen Pott in den Händen hältst, hast du Schmetterlinge im ganzen Körper", sagte Ashley Cole und unterstrich damit die Bedeutung des Wettbewerbs mit der größten Tradition.

Englands Nationalverteidiger weiß, wovon er spricht. Der 28-Jährige gewann den Cup dreimal mit dem FC Arsenal und 2007 mit Chelsea beim ersten Finale im neuen Wembleystadion. Auch für Chelsea wäre es der fünfte Streich.

"Wir lieben ihn"

Die Profis wollen sich auch für Hiddink ins Zeug legen, um dem Niederländer einen erfolgreichen Abschied zu bescheren.

"Wir lieben ihn. Er ist charismatisch, er ist enthusiastisch. Wir werden immer einen besonderen Platz bei Chelsea für ihn haben", erklärte Kapitän John Terry.

Hiddink selbst, der seit Februar nach der Entlassung von Felipe Scolari ausgeholfen hat und sich nach der Saison wieder voll auf sein Engagement als Nationalcoach Russlands konzentriert, stellt sich indes wie gewohnt nicht in den Vordergrund und richtet das Augenmerk lieber auf den Gegner.

"Everton ist taktisch hervorragend ausgerichtet. Ich habe höchsten Respekt", sagte der Niederländer.

Coach Moyes hofft

Everton steht zum 13. Mal im Cup-Endspiel und hat den Pokal schon fünfmal gewonnen - zuletzt allerdings 1995.

Im Halbfinale schaltete der Fünfte der Premier League Meister Manchester United im Elfmeterschießen aus, am Samstag wollen die "Toffees" nachlegen.

"Bei Chelsea stehen auch nur elf Menschen auf dem Platz", sagte der frühere Dortmunder Stürmer Steven Pienaar.

Auch Coach David Moyes sieht für den Liverpooler Klub gute Chancen: "Wenn wir auflaufen und im Wembleystadion unsere Vereinshymne gespielt wird, fühlen wir uns schon wie zu Hause. Ich hoffe, dass uns die guten Erinnerungen aus dem Halbfinale beflügeln und wir noch mal gewinnen können."

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