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2007 sind Kakas zehn Tore für den AC Mailand unerreicht
Kaka kam im August 2003 vom FC Sao Paulo zum AC Mailand © getty

"Wir können uns nicht erlauben, auf 70 Millionen Euro zu verzichten", sagt Milans Vizepräsident Adriano Galliano zum Angebot von Real Madrid.

Mailand - Der Wechsel des brasilianischen Superstars Kaka vom AC Mailand zu Real Madrid scheint nun doch kurz vor dem Vollzug.

Die Klubbosse des italienischen Renommierklubs gaben zu, dem "unmoralischen Angebot" des spanischen Rekordmeisters nicht widerstehen zu können.

"Wir können uns nicht erlauben, 70 Millionen Euro zu verlieren. Hinter Kakas Transfer stehen ausschließlich wirtschaftliche Motivationen", sagte Milans Geschäftsführer Adriano Galliani der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag.

"Wir haben alle ein Herz, doch wenn das Angebot derart hoch ist, muss sich auch ein großes Herz mit Zahlen auseinandersetzen."

110 Millionen Euro einst abgelehnt

Im Februar hatte Milan noch ein Angebot von Manchester City für den ehemaligen Weltfußballer in Höhe von offiziell 110 Millionen Euro ablehnen müssen. 102361 (DIASHOW: Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte)

"Damals wollte Kaka nicht gehen, diesmal wäre er mit einem Wechsel zu Real einverstanden", erklärte Galliani.

Berlusconi will noch mit Kaka sprechen

Diese Aussage legt den Verdacht nahe, dass der FC Chelsea, der in Poker um den 27-Jährigen mit der Rekordablöse von 80 Millionen Euro eingestiegen war, aus dem Rennen ist. (Chelsea funkt dazwischen)

Milan-Klubbesitzer und Regierungschef Silvio Berlusconi wollte sich zum bevorstehenden Sensations-Transfer nicht konkret äußern.

"Ich werde mich mit Kaka erst am Montag treffen", sagte der Premierminister lediglich.

Einen Ausverkauf beim italiensichen Vizemeister soll es laut Galliani aber nicht geben: "Wir verkaufen Kaka, es wird aber ein großer Stürmer kommen." Namen wollte er nicht nennen, nur einen Transfer von Cristiano Ronaldo von Manchester United schloss er aus.

"Die Serie A muss kämpfen"

Real habe finanziell und wirtschaftlich einfach die besseren Voraussetzungen, erklärte Galliani und warnte vor einem Niedergang des italienischen Vereinsfußballs:

"Die Wurzel des Problems ist rein wirtschaftlich. Italien hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die Serie A muss kämpfen, um sich nicht von anderen Meisterschaften überragen zu lassen."

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