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Thomas Doll musste nach dem Pokalfinale 2008 bei Borussia Dortmund gehen © imago

Während der Ex-Dortmunder mit einem Hauptstadtklub verhandelt, zieht es Toppmöller ans Schwarze Meer.

Von Malik Demir

München - In der türkischen Süperlig wird bald wieder Deutsch gesprochen. Nach Christoph Daum, der vor einem Wechsel zu Fenerbahce steht, werden wohl auch Thomas Doll und - Sport1.de-Informationen zufolge - Klaus Toppmöller in der Türkei anheuern.

So steht Doll offiziell in Verhandlungen mit dem Haupstadtklub Genclerbirligi.

Der Traditionsklub, der am letzten Spieltag der Süperlig nur aufgrund des direkten Vergleichs mit Konyaspor den Klassenerhalt sicherte, sucht einen Nachfolger für den entlassenen Samet Aybaba.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Verein aus Ankara, der in der vergangenen Saison unter anderem von Reinhard Stumpf trainiert wurde, verhandelte zuvor mit Aad de Mos, früher bei Werder Bremen tätig. Als Favorit wird allerdings Doll gehandelt. Und auch der 43-Jährige scheint nicht abgeneigt zu sein.

Doll voll des Lobes

"Ich bin vom herzlichen Empfang sehr beeindruckt", sagte Doll nach der ersten Gesprächsrunde mit Präsident Ilhan Cavcav.

"Das Trainingsgelände ist sehr schön, ich habe einen professionellen und modernen Klub aufgefunden. Ich bin hier, um zu erfahren, wie der Klub die Zukunft plant und wie die Erwartungen an meine Person aussehen", so Doll weiter.

Bei den Gesprächen steht ihm der Kölner Ex-Profi Ümit Özat beratend zur Seite. Der 32-Jährige spielte einst selbst für Genclerbirligi, kommt auch gebürtig aus Ankara.

Toppmöller ans Schwarze Meer?

Nach Sport1.de-Informationen steht zudem Klaus Toppmöller in Verhandlungen mit Trabzonspor. Auch der Schwarzmeer-Klub ist auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter.

Kurios: Aybaba, möglicherweise Vorgänger von Thomas Doll bei Genclerbirligi, hatte sich mit Trabzon schon auf ein Engagement geeinigt. Doch Vorstandsmitglieder und Fans übten den Aufstand und verhinderten die Verpflichtung des erfahrenen, aber umstrittenen Coaches.

Trabzon-Boss tritt zurück

Trabzon-Präsident Sadri Sener kündigte daraufhin seinen Rückritt zum Ende des Monats an. "Bis dahin werde ich aber einen renommierten Trainer holen", so der Geschäftsmann, der sich am Wochenende mit Toppmöller in Istanbul traf.

Zuvor hatte der Tabellendritte der vergangenen Saison mit dem Schotten Graeme Souness verhandelt, konnte sich mit dem Ex-Liverpooler aber nicht einigen.

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