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Cristiano Ronaldo schoss Manchester United mit 18Toren zum Meistertitel © getty

Real Madrid pulverisiert den Ablöserekord: Cristiano Ronaldo kommt für 94 Millionen Euro, nur der Spieler verhandelt noch um sein Salär.

Madrid/Manchester - Nach der Verpflichtung des brasilianischen Superstars Kaka ist Real Madrids nächster spektakulärer Transfercoup quasi perfekt. (Kaka ist erst der Anfang)

Der spanische Rekordmeister hat Manchester United für Weltfußballer Cristiano Ronaldo die Rekordablösesumme von 94 Millionen Euro geboten - und der englische Champion "akzeptiert das Angebot".

Das teilte United auf seiner Internetseite mit. Konkret. "Die Red Devils akzeptieren das Weltrekord-Angebot für Ronaldo."

Zur Erinnerung: Im vergangenen Sommer hatte sich der Champions-League-Finalist 2009 noch erfolgreich gegen einen Weggang Ronaldos gewehrt.

Formaler Vollzug noch im Juni

Teamchef Sir Alex Ferguson hatte seinen Superstar seinerzeit überredet, in Manchester zu bleiben.

Im Gedächtnis ist zudem noch Fergusons Aussage in Richtung Real: "Diesem Pack würde ich nicht mal ein Virus verkaufen."

Laut englischen Medien ist es nun aber ausgeschlossen, dass der Klub den Mega-Deal ablehnt.

Vielmehr bekommt Ronaldo die Freigabe für den Wechsel, den sich Real-Präsident Florentino Perez nach seiner Rückkehr als Klubchef zuletzt mehrmals öffentlich gewünscht hatte.

"Auf Ronaldos Wunsch hin, der den Klub verlassen möchte, und einem Gespräch mit seinen Beratern, hat United Real Madrid erlaubt, mit dem Spieler zu sprechen", heißt es in einer Erklärung.

Dabei sind aber wohl nur noch die Vertragslaufzeit und das Salär des Portugiesen auszuhandeln. Der 24 Jahre alte Offensivspieler, der beim englischen Meister noch einen Vertrag bis 2012 besitzt, soll bei den "Königlichen" für sechs Jahre unterschreiben.

Der Weltfußballer jedenfalls freut sich auf seine neue Aufgabe:

"Jetzt kann ich nach vorne schauen auf Real und einen neuen Schritt in meiner Karriere machen" so Ronaldo.

Platini entsetzt

Während ManU offenbar nichts mehr gegen einen Wechsel von Ronaldo zu Real einzuwenden hat, kritisierte UEFA-Präsident Michel Platini am Donnerstag die derzeit trotz der Finanzkrise ausufernden Transfersummen.

"Jeden Tag passieren neue, exzessive Transfers. Und diese Transfers sind eine ernsthafte Bedrohung für das Fair-Play und das Konzept der Chancengleichheit in den europäischen Klubwettbewerben", sagte der Franzose der Nachrichtenagentur "AFP".

Bis zu 11,2 Millionen Euro Gehalt?

Ungeachtet der Kritik von Platini soll der Deal mit Manchester und Ronaldo möglichst bald über die Bühne gehen.

"Real hofft auf eine Einigung mit Ronaldo in den kommenden Tagen", hieß es auf der Internetseite von Real Madrid.

Spanische Medien vermelden, dass sich Ronaldos Gehalt bei Real auf 9,5 Millionen pro Saison belaufen soll. Britische Zeitungen gehen dagegen sogar von einem Salär in Höhe von 11,2 Millionen pro Jahr aus.

In beiden Fällen ist ein wohl zusätzlich vereinbarter Zuschlag von sich jährlich staffelnden 25 Prozent auf diese Basis-Summe noch noch nicht berücksichtigt.

Bis zum 30. Juni soll eine Entscheidung fallen. Bis dahin will Manchester offiziell keine weiteren Kommentare zu diesem Thema abgeben.

Real soll unterdessen einen Klubarzt nach Los Angeles entsandt haben, um den dort urlaubenden Ronaldo dem obligatorischen Medizin-Check zu unterziehen.

Der Portugiese war 2003 von Sporting Lissabon auf die Insel gewechselt.

29 Millionen teurer als Kaka

Ronaldo ist Reals nächster Transfercoup auf dem Weg zu einem zweiten "galaktischen" Team: Erst am Dienstag hatte Real Mittelfeldspieler Kaka für 65 Millionen Euro vom AC Mailand verpflichtet. (DATENCENTER: Die Primera Division)

Es war der zweitteuerste Transfer der Geschichte. Zinedine Zidane war 2001 für 76 Millionen Euro von Juventus Turin zu Real gewechselt.

Nun dürfte dieser Rekord 102361(DIASHOW: Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte) geradezu pulverisiert werden.

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