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Philippe Senderos (r.) wechselte im Jahr 2003 von Servette Genf zu Arsenal London © getty

Nach dem Verkauf Kakas drohen den Rossoneri die Abgänge weiterer Stars. Alexander Hleb bleibt und Boateng soll geköpft werden.

München - Dem AC Mailand droht der Abgang weiterer Stars.

Die von der Weltwirtschaftskrise schwer getroffenen Rossoneri verzichten auf die Kaufoption des Schweizer Nationalspielers Philippe Senderos

Damit wird der 23-Jährige wieder zum 13-maligen englischen Meister FC Arsenal nach London zurückkehren wird.

Bei den "Gunners" hat Senderos noch einen Vertrag bis 2010. Milan hätte bei einem Kauf des bislang ausgeliehenen Verteidigers rund zehn Millionen Euro zahlen müssen.

Nach dem Verkauf von Kaka zu Real Madrid und dem Karriereende von Paolo Maldini ist der 23-Jährige der dritte Spieler, der den AC Mailand verlässt.ad

Pato mit Chelsea in Verbindung?

Doch auch das Ausnahmetalent Alexandre Pato wird mit einem Vereinswechsel vor der kommenden Saison in Verbindung gebracht.

Angeblich soll der FC Chelsea Interesse am 19-jährigen Stürmer haben. Der Brasilianer würde seinem ehemaligen Coach Carlo Ancelotti an die Themse folgen.

Auch ein Abgang von Weltmeister Andrea Pirlo wird nicht ausgeschlossen.

"Keine Chancen in der Champions League"

Milan-Legende Paolo Maldini hat indessen seinen Klub nach dem Verkauf von Kaka scharf kritisiert: "Milan hat noch nie einen seiner stärksten Spieler verkauft. Das ist eine epochale Wende für den Klub."

Ohne den Brasilianer, der für 65 Millionen Euro zum spanischen Rekordmeister gewechselt ist, sieht Maldini keine Chancen für die Rossoneri, in der nächsten Saison die Champions League zu gewinnen. "Ein Gewinn der Champions League wird so zu einem geradezu utopischen Ziel", meinte er.

Sport1.de hat weitere internationale News zusammengefasst:

Boateng soll geköpft werden

Unglücklich verlief die Rückrunde für Kevin-Prince Boateng bei Borussia Dortmund. Da der BVB wegen des Verpassens der Europa League keine zu großen Transferaktionen stemmen kann, muss Boateng zurück zu seinem Klub Tottenham Hotspurs nach England.

Dort droht dem Mittelfeldspieler der Rauswurf, denn Trainer Harry Redknapp will seinen aufgeblähten Kader kräftig aussortieren.

Das englische Boulevard-Blatt "The Sun" stellte nun dies in einer graphischen Geschmacklosigkeit dar. 14 Spieler von Tottenham wurden unter einer Guillotine dargestellt. Das Fallbeil wartete nur darauf, auf die ausgemusterten Akteure niederzuprasseln. Unter den "Opfern" war auch der Kopf von Kevin-Prince Boateng.

Hleb bleibt in Barcelona

Die Wechselgerüchte um Alexander Hleb nahmen in den letzten Wochen nicht ab. Die größten Interessenten waren der VfB Stuttgart und der FC Bayern München.

Nun hat sich der 28-jährige Weißrusse aber anscheinend gegen einen Vereinswechsel entschieden.

Wie die "Stuttgarter Zeitung" erfahren haben will, soll Hlebs Berater Uli Ferber bereits den Verantwortlichen des VfB Stuttgarts abgesagt haben.

Hleb besitzt noch einen Vertrag bis 2014 beim spanischen "Triple"-Sieger.

Stadionverbote in Bern

Die Disziplinarkommission der Schweizer Fußball-Liga hat einen Teil der Fans des Erstligisten Young Boys Bern für das erste Heimspiel der kommenden Saison ausgeschlossen und den Klub mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 20.000 Euro belegt.

Die Diszipinarkommission reagierte damit auf einen Vorfall nach dem Spiel zwischen Bern und Xamax Neuchatel am 23. April (0:0), als Schiedsrichter Jerome Laperriere von einem Gegenstand getroffen worden war und Schnittwunden am Kinn erlitt.

Zudem verhängte der Schweizer Verband nach Ausschreitungen rund um das Pokalfinale zwischen dem FC Sion und Bern (3:2) 20 Stadionverbote.

17 Anhänger erhielten ein dreijähriges Zutrittsverbot, drei Fans dürfen zwei Jahre kein Schweizer Stadion betreten. Die Sperren gelten auch für Heimspiele der Nationalmannschaft.

Carrozzieri droht zweijährige Sperre

Die Anti-Doping-Staatsanwaltschaft von Italiens Olympischem Komitee (CONI) hat eine zweijährige Sperre für Moris Carrozzieri beantragt.

Der Abwehrspieler des italienischen Fußball-Erstligisten US Palermo war nach dem Meisterschaftsspiel gegen den FC Turin am 5. April positiv auf Kokain getestet worden war. Es handelte sich um den ersten positiven Test seit der Einführung gezielter Kontrollen im Januar 2009.

Der Profi ist seit dem 23. April gesperrt. Anfang Mai hatte Carrozzieri seinen Fehler zugegeben und sich dafür entschuldigt. Neben der zweijährigen Sperre droht dem Spieler auf eine Geldstrafe.

Italien mit Mühe zum Sieg

Weltmeister Italien hat Neuseeland in einem Testspiel für den Confed Cup erst nach dreimaligem Rückstand 4:3 (1:2) besiegt.

In Pretoria traf das Sturm-Duo Alberto Gilardino (33./48.) und Vicenzo Iaquinta (68./72.) vor 2000 Zuschauern jeweils doppelt für die Squadra Azzura.

Shane Smeltz (13.) sowie zweimal Chris Killen (42./57. per Strafstoß) hatten die Führungstreffer für Neuseeland, den 82. der Weltrangliste, erzielt.

Bayern Münchens Torjäger Luca Toni, dessen Zukunft in der bayerischen Landeshauptstadt ungewiss ist, war in der 61. für Gilardino eingewechselt worden, blieb aber blass.

USA will in Teheran spielen

Der US-amerikanische Fußball-Verband (USSF) denkt über ein Freundschaftsspiel im Iran nach.

Wie Präsident Sunil Gulati in Chicago erklärte, könnte das erste Spiel seit mehr als neun Jahren zwischen den beiden vor allem unter der Bush-Regierung politisch verfeindeten Staaten im November in der iranischen Hauptstadt Teheran ausgetragen werden.

"Wir stehen in Gesprächen mit dem iranischen Verband", sagte Gulati. Allerdings befinde man sich dabei noch im Anfangsstadium. Zudem sei unklar, ob ein geeigneter Termin gefunden werden könne. "Aber wir ziehen das in Erwägung", sagte Gulati.

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