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Cristiano Ronaldo (l.) ist vom Markt, Zlatan Ibrahimovic könnte noch wechseln © imago

Mit Kaka und Ronaldo sind die ersten Superstars unter der Haube. Vor allem Cristianos Wechsel hat Auswirkungen auf den Transfermarkt

Von Thorsten Mesch

München - Als Domino-Effekt bezeichnet man laut Internet-Lexikon Wikipedia eine "Abfolge von - meist ähnlichen - Ereignissen, von denen jedes einzelne zugleich Ursache des folgenden ist und die alle auf ein einzelnes Anfangsereignis zurückgehen."

Auf den Fußball bezogen wäre dieses Anfangsereignis der Wechsel von Cristiano Ronaldo von Manchester United zu Real Madrid.

Allein der Ronaldo-Transfer bringt Manchester umgerechnet 94 Millionen Euro. (11,2 Millionen Gehalt für Ronaldo?)

Manchester kann Konkurrenz ärgern

Eine Summe, die nicht einfach in den Bankkonten des englischen Spitzenklubs verschwindet, sondern die durch den Kauf eines anderen oder mehrerer Spieler wieder in den Markt gelangt. 102361(DIASHOW: Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte)

Einen gleichwertigen Ersatz für Ronaldo wird Manchester wohl kaum finden, aber mit dem Geld aus seinem Verkauf können sich die "Red Devils" nun jeden Spieler leisten - und so die Konkurrenz ärgern.

Auch Barcelona will Villa

Nachdem der FC Valencia seine Forderung für David Villa auf insgesamt 48 Millionen Euro hochgeschraubt hatte, winkte Real Madrid ab. Doch die nächsten Interessenten stehen bereits an der Türschwelle.

United und der FC Barcelona sollen beide etwa 50 Millionen bieten. Sollte Villa nach Manchester gehen, könnte Englands Meister einen Stürmer ziehen lassen.

Ancelotti lockt Tevez zu Chelsea

Carlos Tevez ist nun beim FC Chelsea im Gespräch. Der neue Trainer Carlo Ancelotti soll laut "The Sun" bereits mit dem Argentinier telefoniert haben.

Tevez wurde auch schon von Manchester City umworben, das wiederum auch Interesse an Real Madrids Arjen Robben hat.

Niederländer in Madrid vor dem Aus

Robbens Tage bei den "Blancos" dürften gezählt sein. Mit Ronaldo und Kaka hat der Niederländer nun zwei Konkurrenten, an denen selbst der Dribbelkünstler er nicht vorbei kommt.

Sollte auch noch Franck Ribery vom FC Bayern nach Madrid wechseln, könnte Robben endgültig seine Koffer packen. Und mit ihm seine Landsleute Wesley Sneijder, Rafael van der Vaart, Ruud van Nistelrooy, Klaas Jan Huntelaar und Royston Drenthe.

FC Bayern plant mit Ribery

München wäre ein mögliches Ziel für Sneijder oder van der Vaart, sollten Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß sich am Ende doch mit finanziellen Argumenten von einem Ribery-Transfer überzeugen lassen und die Niederländer als "Tausch-Zugabe" mitnehmen.

Rummenigge wiegelt jedoch ab. Er habe mehrere Klubs abblitzen lassen, darunter Chelsea, Barcelona und auch Englands Meister, behauptete der Bayern-Boss und ergänzte, auch der neue Trainer Louis van Gaal plane mit Ribery.

Sir Alex liebäugelt mit Torres

Manchester United könnte sich allerdings mit seinen Ronaldo-Millionen jeden Spieler leisten. Auch Ribery.

Oder Fernando Torres. Der Spanier ist einer der besten Angreifer weltweit. Und United-Teammanager Sir Alex Ferguson soll auch bereits Interesse bekundet haben.

Ob der FC Liverpool seinen Torjäger aber ausgerechnet an den Erzrivalen abgibt, darf bezweifelt werden. Doch aufgrund der prekären finanziellen Situation der Reds wäre ein Verkauf zumindest theoretisch denkbar. Die Ablöse für Torres, der in Liverpool bis 2014 unterschrieben hat, dürfte sich bei mindestens 50 Millionen Euro bewegen.

Viel Raum für Spekulationen

Als Ersatz für Torres könnte beispielsweise Luca Toni an die Mersey wechseln. Oder Barcelonas Samuel Eto'o. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Und so lässt sich auch über die Ronaldo-Nachfolge herrlich spekulieren. Wird es der Ecuadorianer Antonio Valencia von Wigan Athletic? Oder der Montenegriner Mirko Vucinic von AS Rom?

Ibrahimovic als "große Lösung"

Die ganz große Lösung wäre ein Zlatan Ibrahimovic. Doch ob United von den 94 Millionen Euro für Ronaldo gleich wieder 90 Millionen für den Schweden ausgibt? Diese Summe rief zuletzt Inter-Präsident Massimo Moratti für Ibrahimovic auf.

Und Ibrahimovic soll schließlich auch ganz oben auf dem Zettel des FC barcelona stehen - für den Fall, dass es mit dem Villa-Transfer nichts wird.

18-Jähriger aus Brasilien im Visier

Eine wahrscheinlichere Variante in Manchester wäre die Verpflichtung eines aufstrebenden Nachwuchsspielers, wie es Ronaldo war, als er vom Sporting Club aus Lissabon nach Manchester wechselte.

Neuestes Objekt der Begierde scheint der 18-jährige Brasilianer Douglas Costa von Gremio Porto Alegre zu sein. Die Ablöse soll bei umgerechnet 20 Millionen Euro liegen. Was United noch reichlich Spielraum für andere Transfers lassen würde.

"Vier oder fünf mögliche Nachfolger"

"Manchester hat vier oder fünf mögliche Nachfolger für Cristiano im Visier, und Douglas ist einer von ihnen", verrät Costas Berater Cesar Bottega.

Cristiano Ronaldo hat zwar immer noch nicht in Madrid unterschrieben, aber der Domino-Effekt ist schon in vollem Gang.

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