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Zinedine Zidane (l.) und Franck Ribery wurden 2006 mit Frankreich Vizeweltmeister © getty

Madrid lässt im Kampf um Franck Ribery nicht locker. Real-Berater Zinedine Zidane will "alles dafür tun, dass Ribery zu uns kommt."

München/Madrid - Real Madrid kämpft um Franck Ribery.

Einen Tag, nachdem Bayern München sein Veto gegen einen Transfer des Franzosen erneuert hatte, startete Zinedine Zidane die nächste Real-Offensive.

Die Gespräche über Ribery seien "auf einem guten Weg", teilte der Berater des spanischen Rekordmeisters mit.

"Es hat weitere Treffen gegeben"

"Ich war zwar nicht in Madrid, aber es hat weitere Treffen zu diesem Thema gegeben", sagte Zidane der französischen Tageszeitung "Le Parisien".

Er werde "alles dafür tun, dass Ribery zu uns nach Madrid kommt. Dies ist mein Wunsch und auch der unseres Präsidenten."

Bayern nicht verhandlungsbereit

Nach Auffassung des FC Bayern ist das Verwirrspiel um Ribery allerdings beendet.

"Der Vorstand hat einstimmig beschlossen, dass Ribery nicht zum Verkauf steht", wiederholte Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge in der "tz". (Bayern: Ribery steht nicht zum Verkauf)

Er ergänzte, dass dies schon im vergangenen April auch Ribery und seinen beiden Beratern mitgeteilt worden sei, seitdem sei kein Druck auf den Klub ausgeübt worden. `Alle drei verhalten sich völlig korrekt", versicherte Rummenigge.

84 Millionen für den Franzosen?

Anfang der Woche hatten spanische Medien über ein Angebot von 55 Millionen Euro geschrieben.

Danach hatte das englische Boulevardblatt "The Sun" in diesem Zusammenhang über eine mögliche Ablöse von 84 Millionen Euro berichtet.

Real Madrid hat in dieser Transferperiode 94 Millionen für Cristiano Ronaldo und 65 Millionen für Kaka bezahlt. 102361(DIASHOW: Die teuersten Transfers der Fußball-Geschichte)

Metzelder befürchtet Spaltung

Real-Profi Christoph Metzelder befürchtet wegen des Transfer-Wahnsinns eine Spaltung zwischen Profis und Fans.

"Ich mache mir schon Sorgen, dass die Menschen irgendwann die Beziehung zum Fußball verlieren", sagte der Innenverteidiger von Spaniens Rekordmeister Real Madrid dem "Bonner Generalanzeiger".

"Für viele Menschen nicht mehr fassbar"

"Ich kann verstehen, dass diese Fußball-Welt für viele Menschen nicht mehr fassbar ist. Fußball lebt von seiner Einfachheit, seiner Nachvollziehbarkeit und davon, dass die Spieler trotz ihrer Gehälter noch relativ nah am Menschen sind."

Metzelder hatte zuletzt bereits kritisch angemahnt, dass die ausufernden Transfersummen bei seinem Klub, der bis zu 300 Millionen Euro in neue Spieler investieren will, vor den Fans während der Finanzkrise nicht zu rechtfertigen seien.

Verständnis für Florentino Perez

Nun äußerte der 28-Jährige aber Verständnis für die anhaltende Kaufwut des neuen Real-Präsidenten Florentino Perez.

"Es war klar, dass Real nach dieser Saison sehr viel Geld ausgeben wird. Wenn Real keinen Titel holt, ist das beinahe eine Schande", sagte Metzelder:

Der Fußball bewege viel Geld. Real zum Beispiel habe einen Umsatz von 400, 500 Millionen, erklärte der Nationalspieler.

"Da ist es in Ordnung, wenn die Protagonisten davon profitieren. Ich persönlich habe immer versucht, meiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden und einen Teil meines Glücks abzugeben."

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