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Christoph Daum war zuletzt bis Saisonende Trainer beim 1. FC Köln © getty

Der Ex-Köln-Trainer tritt seinen Dienst in der Türkei an. United verplichtet einen Ronaldo-Nachfolger. Internationale Splitter.

München - Christoph Daum hat seinen Dienst beim türkischen Erstligisten Fenerbahce Istanbul angetreten.

Nach seiner fristgerechten Kündigung beim Bundesligisten 1. FC Köln zum 31. Mai unterschrieb der Coach am Bosporus einen Vertrag bis 2012.

Daum hatte bereits zwischen 2003 und 2006 mit Fener zwei Titelgewinne gefeiert.

Der 55-Jährige tritt in Istanbul die Nachfolge von Spaniens Europameister-Coach Luis Aragones an, dessen Vertrag nach Fenerbahces enttäuschendem Platz vier in der abgelaufenen Saison aufgelöst worden war.

"Ich bin glücklich"

Angeblich soll der Coach pro Saison 3,5 Millionen Euro und damit eine Million Euro mehr als zuletzt in Köln kassieren.

"Ich bin glücklich, wieder bei Fener zu sein, weil ich mich halb als Deutscher und halb als Türke fühle. Ich bin auch nach meinem Abschied 2006 immer ein Fener-Anhänger geblieben und werde es auch mein Leben lang sein", sagte Daum bei seiner Vorstellung in türkischer Sprache.

Titel als Ziel

Als Ziel für die kommende Saison nannte Daum nicht weniger als die 18. Meisterschaft für seinen neuen Arbeitgeber.

Dafür hat Fener-Präsident Aziz Yilderim seinem neuen Coach jegliche Unterstützung versprochen. "Wir werden jeden Spieler holen, den sich unser Trainer wünscht - koste es, was es wolle", sagte Yilderim.

Sport1.de hat weitere internationale News zusammengefasst:

Manchester angelt sich Valencia

Manchester United hat Antonio Valencia von Wigan Athletic verpflichtet. Als Ablösesumme für den 23-jährigen Stürmer aus Ekuador werden 20 Millionen Euro gehandelt.

Valencia, der schon seit mehreren Wochen in Manchester als Nachfolger von Cristiano Ronaldo im Gespräch war, erhält einen Vier-Jahres-Vertrag und kann es kaum erwarten, seinen Dienst im Old Trafford anzutreten:

"Zu Manchester United zu wechseln ist ein Traum für mich. Ich habe meine Zeit in Wigan sehr genossen, aber ich bin freue mich auf die Gelegenheit hier Titel zu gewinnen. Vor 76.000 Fans aufzulaufen wird eine tolle Erfahrung für mich sein. Ich kann es kaum erwarten." sagte der Stürmer auf der Homepage des Vereins.

Auch "Sir" Alex Ferguson freut sich auf seinen neuen Schützling: "Antonio ist ein Spieler, den wir durch sein Engagement in Wigan schon länger im Auge hatten. Ich bin sicher, dass er mit seinen Fähigkeiten unsere Mannschaft verstärken wird."

Moggi soll Berater werden

Der für fünf Jahre gesperrte Sportmanager Luciano Moggi plant sein Comeback in der italienischen Serie A.

Nach Angaben der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" soll der ehemalige Sportdirektor von Rekordmeister Juventus Turin beim FC Bologna eine Stelle als persönlicher Berater von Vereinschefin Francesca Menarini erhalten.

Einen offiziellen Vertrag kann Moggi in Bologna jedoch nicht unterzeichnen, da er im Sommer 2006 im Zuge des Liga-Manipulationsskandals vom italienischen Verband FIGC gesperrt worden war.

Der 72-Jährige, dem Manipulation von Schiedsrichtern vorgeworfen worden war, steht derzeit noch in Neapel wegen Sportbetrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht.

Mandia neuer Santander-Coach

Der spanische Erstligist Racing Santander hat Juan Carlos Mandia als neuen Trainer verpflichtet.

Der 42-Jährige arbeitete bislang beim Zweitligisten Hercules und tritt beim Tabellenzwölften der abgelaufenen Saison die Nachfolge von Juan Ramoz Lopez Muniz an, der zu Santanders Ligarivalen FC Malaga gewechselt ist.

Für Mandia ist Racing die erste Trainerstation bei einem Erstligisten.

Chelsea legt Berufung ein

Der FC Chelsea wird gegen die Sperren von Stürmerstar Didier Drogba und Verteidiger Jose Bosingwa durch die Europäischen Fußball-Union (UEFA) Berufung einlegen.

"Wir glauben, dass die Bestrafung unter den gegebenen Umständen unnötig hart war", hieß es in einem Statement.

Drogba und Bosingwa waren nach dem umstrittenen Aus im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Barcelona (1:1) wegen Schiedsrichterbeleidigung durch die UEFA-Disziplinarkomission zu Spielsperren verurteilt worden.

Drogba muss demnach vier Spiele, Bosingwa drei Spiele aussetzen. Zudem erhielt der Verteidiger ein Spiel Sperre auf Bewährung.

Zusätzlich muss Chelsea 100.000 Euro Strafe für das Verhalten seiner Spieler und wegen des Benehmens von Fans zahlen, die Gegenstände auf das Spielfeld geworfen hatten.

Stoichkov wird Trainer in Südafrika

Der ehemalige bulgarische Nationalspieler Hristo Stoitschkov wird neuer Trainer beim südafrikanischen Erstligisten Mamelodi Sundowners.

Stoitschkow, der bereits die Nationalmannschaft seines Landes sowie den spanischen Verein Celta Vigo trainierte, unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

Caminero unter Schmuggelverdacht

Der frühere spanische Nationalspieler Jose Luis Caminero ist bereits zu Beginn der vorigen Woche wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel und Geldwäsche verhaftet worden. Das verlautete aus spanischen Polizeikreisen.

Der 41-Jährige, der früher unter anderem bei Atletico Madrid spielte und bis Sommer 2008 Sportdirektor bei Real Valladolid war, gehört demnach zu einer Gruppe von 31 Festgenommenen.

Bei einer Großrazzia in Madrid, Valladolid, Sevilla und Barcelona waren sieben Luxusautos, 570 Kilo Kokain und zwei Millionen Euro sichergestellt worden, wie die Guardia Civil mitteilte.

Die Drogen waren aus Kolumbien und Mexiko nach Spanien eingeschmuggelt worden.

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