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Ronaldo begann seine Profi-Karriere bei Cruzeiro Belo Horizonte © getty

Der Brasilianer erweitert seine Trophäensammlung. Bologna verzichtet auf Moggi. Die UEFA ermöglicht Spielabbruch wegen Rassismus.

München - Ronaldo hat seinen ersten nationalen Titel in Brasilien gewonnen.

Der 32-Jährige setzte sich im Pokalfinale mit SC Corinthians aus Sao Paulo gegen Internacional Porto Alegre durch.

Während der WM-Rekordtorjäger beim 2:0-Hinspielsieg noch getroffen hatte, ging er allerdings am Mittwoch beim 2:2 (2:0) im Rückspiel leer aus.

Zweiter Triumph mit Corinthians

Nach seinem Comeback im März war es für Ronaldo bereits der zweite Titel mit Erstliga-Aufsteiger Corinthians, der vor knapp zwei Monaten die Regionalmeisterschaft im Bundesland Sao Paulo gewonnen hatte.

Zuvor war der zweimalige Weltmeister in seinem Heimatland 1994 mit Cruzeiro Belo Horizonte in der regionalen Mineiro-Meisterschaft siegreich gewesen, ehe es ihn nach Europa zog.

Sport1.de fasst weitere internationale News zusammen:

Bologna verzichtet auf Moggi-Beratung

Der italienische Erstligist FC Bologna wird den umstrittenen und verurteilten Sportmanager Luciano Moggi nicht als Berater verpflichten.

"Moggi wird keine Rolle im Klub übernehmen", sagte Klub-Präsidentin Francesca Menarini und widersprach damit Medienberichten, nach denen der mit einer Berufssperre belegte Moggi ihr persönlicher Berater werden sollte.

Zuvor hatte sich unter anderem der italienische Fußball-Verband gegen eine Comeback des für fünf Jahre gesperrten Moggi ausgesprochen. Verbandschef Giancarlo Abete verurteilte die in diversen Medien veröffentlichen angeblichen Pläne von Bologna, Moggi eine Stelle als persönlicher Berater von Menarini anzubieten.

Einen offiziellen Vertrag hätte Moggi in Bologna ohnehin nicht unterzeichnen können, da er im Sommer 2006 im Zuge des Liga-Manipulationsskandals vom italienischen Verband gesperrt worden war.

Der 72-Jährige, dem Manipulation von Schiedsrichtern vorgeworfen worden war, steht derzeit noch in Neapel wegen Sportbetrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung vor Gericht.

Materazzi verlängert Vertrag bei Inter

Weltmeister Marco Materazzi hat seinen Vertrag bei Inter Mailand um drei Jahre verlängert. Das teilte der italienische Meister auf seiner Internetseite mit.

Der 35-Jährige spielt seit acht Jahren bei Inter.

Berühmtheit erlangte Materazzi im WM-Finale 2006 in Berlin gegen Frankreich (5:3 im Elfmeterschießen), als er Zinedine Zidane in der Verlängerung provozierte und dieser mit einem Kopfstoß reagierte und des Feldes verwiesen wurde.

Spielabbruch wegen Rassismus möglich

Mit sofortiger Wirkung können Fußballspiele auf europäischer Ebene wegen schwerwiegender rassistischer Vorfälle im Stadion vom Schiedsrichter abgebrochen werden.

Auf diese Bevollmächtigung für die Unparteiischen einigte sich das Exekutivkomitee der UEFA.

Das Gremium unter der Leitung von UEFA-Präsident Michel Platini verabschiedete einen Drei-Stufen-Plan zur Bestrafung schwerwiegender rassistischer Äußerungen durch Gesänge, Beleidigungen, Zwischenrufe oder auch Spruchbänder.

Im ersten Schritt soll der Schiedsrichter das betreffende Spiel in einem der UEFA-Wettbewerbe unterbrechen und die Zuschauer durch eine Stadionansage nachdrücklich dazu auffordern lassen, umgehend mit dem rassistischen Verhalten aufzuhören.

Sollte diese Maßnahme wirkunglos bleiben, soll anschließend eine weitere Unterbrechung von fünf bis zehn Minuten erfolgen, in der die Mannschaften vom Schiedsrichter in die Kabinen geschickt werden sollen. Während dieser Unterbrechung soll durch Stadiondurchsagen und Ordnungskräfte weiter deeskalierend auf die Fans eingewirkt werden. Sollte auch das nach Wiederaufnahme der Partie wirkungslos bleiben und die rassistischen Äußerungen fortgeführt werden, ist der Schiedsrichter ab sofort gehalten, die Partie abzubrechen.

Estudiantes erster Libertadores-Cup-Finalist

Estudiantes de La Plata greift 39 Jahre nach seinem letzten Copa-Libertadores-Erfolg erneut nach der höchsten Krone im südamerikanischen Vereinsfußball.

Der argentinische Erstligist um Kapitän und Nationalspieler Juan Sebastian Veron zog nach einem 1:0 im Hinspiel mit einem 2:1 (0:0) in Uruguay bei Nacional Montevideo ins Finale ein.

Der Gegner im ebenfalls in zwei Spiele ausgeführten Finale wurde am Donnerstag im rein-brasilianischen Duell zwischen Gremio Porto Alegre und Cruzeiro Belo Horizonte ermittelt. Dabei reisten die Gäste mit einem 3:1-Polster aus dem Hinspiel in den Süden Brasiliens.

Nach einer torlosen ersten Hälfte war Mauro Boselli im berühmten Centenario-Stadion vor 40.000 Zuschauern mit zwei Toren (53., 90.+2) der Matchwinner für Estudiantes, das im südamerikanischen Pendant zur Champions League von 1968 bis 1970 dreimal in Folge triumphiert hatte.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich für Nacional besorgte Alexander Medina (76.).

Van Basten wird Kommentator

Der ehemalige niederländische Bondscoach Marco van Basten wird bei dem Bezahlsender "Sport1" künftig Champions-League-Spiele kommentieren.

Der frühere Starstürmer war Anfang Mai wegen Erfolglosigkeit in seiner ersten Saison als Cheftrainer von Ajax Amsterdam zurückgetreten.

Als Kollege trifft van Basten bei Sport1 auf den Vizeweltmeister von 1974, Willem van Hanegem.

Direktor bei Sport1 ist der Journalist Kees Jansma, der in Personalunion auch Pressesprecher der niederländischen Nationalmannschaft ist. Zeitgleich mit dem Amtsantritt van

Bastens als Bondscoach 2004 war Jansma in den Dienst des niederländischen Verbandes KNVB getreten.

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