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Fantastischer Empfang vor 80.000 Real-Fans: Ronaldo bei seiner Vorstellung in Madrid © getty

Ohnmachtsanfälle begleiten die Vorstellung des teuersten Kickers der Welt. Ronaldo spricht schon von Reals Champions-League-Sieg.

Madrid - Kleine Jungs mit strahlenden Augen, Mädchen am Rande der Ohnmacht und Jagdszenen mit ekstatischen Fans und Sicherheitskräften:

Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat mit seinem ersten Auftritt bei Real Madrid eine Massenhysterie ausgelöst. 54388(die Bilder)

Der neue Superstar des spanischen Rekordmeisters sorgte bei seiner 30-minütigen Vorstellung im Bernabeu-Stadion mit jedem Satz und jeder Bewegung für Jubelstürme bei den 80.000 Zuschauern

Und das Ordnungspersonal hatte alle Hände voll zu tun, den 24-Jährigen vor allzu aufdringlichen Anhängern zu beschützen.

Weißes Trikot und Nummer 9

Als Ronaldo am Montagabend kurz nach 21 Uhr erstmals im weißen Real-Trikot mit der Rückennummer 9 seine neue Heimstätte betrat, genügte schon ein schüchternes "Guten Abend", um ohrenbetäubendes Gekreische auszulösen.

"Für mich geht mit meinem Wechsel zu Real ein Kindheitstraum in Erfüllung", sagte der portugiesische Nationalspieler, der für die Rekordtransfersumme von 94 Millionen Euro von Manchester United gekommen war.

Und weiter: "Es ist unglaublich. Ich hätte nie gedacht, dass soviele Menschen hierher kommen, nur um mich zu sehen." (Ronaldo-Transfer endgültig fix)

di Stefano und Eusebio stehen Spalier

Eingerahmt von der Klublegende Alfredo di Stefano und seinem Landsmann Eusebio ließ sich Ronaldo wie ein Messias von den Massen feiern. Immer wieder unterbrochen von ein paar Begrüßungsworten und ständigem Winken ins Publikum.

Die Fans, die durch ihr Erscheinen den bisherigen Rekord von 75.000 Zaungästen bei der Präsentation von Diego Maradona im Juli 1984 beim SSC Neapel übertrafen, beglückte der neue Hoffnungsträger durch kleine Kunststücke mit dem Ball und ein paar Autogrammen für einige Auserwählte.

Da kannte die Euphorie längst keine Grenzen mehr.

Stimmung droht zu kippen

Als Ronaldo kurz darauf sogar die spontane Umarmung eines über die Absperrungen gekletterten Anhängers zuließ, drohte die Stimmung allerdings zu kippen, weil sich andere ermutigt fühlten, dasselbe zu versuchen.

Dutzende Fans lieferten sich daraufhin kleinere Rangeleien mit den Sicherheitskräften, die nur mit Mühe schlimmere Tumulte verhindernten.

Die wie entfesselt wirkenden Fans ließen sich erst beruhigen, als Ronaldo von einigen Uniformierten nach knapp einer halben Stunde in die Katakomben geführt wurde.

"Fantastisch, wie mich die Leute empfangen"

"Es ist fantastisch, wie mich die Leute hier empfangen haben. Das möchte ich schon bald zurückzahlen", sagte Ronaldo nach dem einzigartigen Empfang.

Schon in der kommenden Saison wolle er mit seinem neuen Klub Großes erreichen: "Wir haben ein großartiges Team und eine echte Chance, die Champions League zu gewinnen. Ich möchte beweisen, dass ich den Preis, den man für mich gezahlt hat, wert bin."

Dass er in Madrid nicht seine gewohnte Rückennummer 7 wie bei ManU und im Nationalteam erhielt, weil diese Real-Kapitän Raul vorbehalten ist, nahm Ronaldo gelassen: "Nicht die Nummer spielt, sondern ich. Und ich werde gut spielen."

Seinen Vertrag unterschrieb er für sechs Jahre: "Dies ist mein neues Leben und eine große Herausforderung. Ich werde alles für diesen Klub geben."

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