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Drogba (l.) beschwerte sich nach dem Aus- scheiden in der Champions League lautstark © getty

Didier Drogba und Jose Bosingwa dürfen ein Spiel eher ran. Lazio-Fans randalieren nach Polizisten-Urteil. Romario muss in Haft.

London - Die Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat die Matchsperre gegen Didier Drogba und Jose Bosingwa vom englischen Erstligisten FC Chelsea jeweils um ein Spiel verringert.

Drogba muss nun drei Spiele auf europäischer Ebene pausieren, dazu erhielt er zwei Spiele Sperre auf Bewährung. Bosingwa muss zwei Spiele aussetzten und bekam ein Spiel auf Bewährung.

Zudem muss der FC Chelsea 100.000 Euro Strafe für das Verhalten seiner Spieler und wegen des Benehmens von Fans zahlen, die Gegenstände auf das Spielfeld geworfen hatten.

Nachdem der FC Barcelona im Halbfinal-Rückspiel der Champions League am 7. Mai gegen Chelsea in der Nachspielzeit das 1:1 erzielt und damit den Final-Einzug perfekt gemacht hatte, war der norwegische Schiedsrichter Tom Henning Övrebö von Spielern des FC Chelsea hart attackiert worden.

Insbesondere Drogba und Bosingwa sollen den Unparteiischen beleidigt haben.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Krawalle in Italien nach Polizisten-Urteil

Sechs Jahre Haft wegen Fahrlässigkeit war ihnen zu wenig: Nach der Verurteilung eines italienischen Polizisten wegen des Tods eines Fans sind in Rom in der Nacht zum Mittwoch Krawalle ausgebrochen.

Radikale Anhänger des Erstligisten Lazio Rom griffen dabei aus Wut über die aus ihrer Sicht zu milde Strafe eine Gruppe von Polizisten mit Steinen und Flaschen an.

Die Ultras beschädigten vor einer Polizeikaserne außerdem mehrere Dienstfahrzeuge. Zwei Lazio-Ultras wurden wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und Sachbeschädigung festgenommen.

Ein Gericht in Arezzo hatte einen Beamten der tödlichen Schüsse auf den Lazio-Fan Gabriele Sandri auf einer Autobahnraststätte nahe Arezzo im November 2007 für schuldig befunden.

Le Guen nach Kamerun?

Der Franzose Paul Le Guen soll die Nachfolge des Deutschen Otto Pfister als Nationaltrainer Kameruns antreten.

Wie das Staatsradio berichtete, dürfte Olympique Lyons Ex-Meistermacher einen Vertrag für ein halbes Jahr unterzeichnen und die "unbezähmbaren Löwen" zur WM 2010 nach Südafrika führen.

Kamerun belegt in der Gruppe A der Afrika-Qualifikation mit nur einem Punkt aus zwei Spielen derzeit den letzten Platz.

Zuletzt betreute Kameruns Torwart-Ikone Thomas N'kono den viermaligen Afrika-Meister auf Interimsbasis, nachdem Pfister Ende Mai zurückgetreten war.

Der gebürtige Kölner hatte diesen Schritt mit einem Streit mit dem Ministerium Kameruns begründet.

Romario festgenommen

Brasiliens früherer Superstar Romario ist wegen ausstehender Unterhaltszahlungen an seine beiden Kinder aus erster Ehe für eine Nacht in Haft genommen worden.

Der Weltmeister von 1994 soll laut Polizeiangaben mit Alimenten der letzten beiden Monate in Höhe von 18.200 Euro in Verzug sein.

Wie schon 2004 hatte seine Ex-Frau Monica Santoro den Gerichtsweg beschritten, um die Zahlungen für die gemeinsamen Kinder Moniquinha (19 Jahre) und Romarinho (15) einzuklagen.

Romario, der im April 2008 seine Fußballschuhe offiziell an den Nägel gehängt hatte, koordiniert derzeit die Fußballabteilung des unterklassigen America FC aus Rio

Porto holt Falcao

Der FC Porto hat Kolumbiens Nationalspieler Radamel Falcao Garcia vom argentinischen Erstligisten River Plate verpflichtet.

Der Verein teilte mit, für 3,93 Millionen Euro 60 Prozent der Transferrechte an dem Stürmer erworben zu haben.

Der 23-Jährige erklärte, sich mit dem Wechsel seinen Kindheitstraum von der Champions League zu erfüllen. Für River Plate erzielte Falcao in 77 Spielen 30 Tore.

WM-Arbeiten gehen weiter

Nach dem Streikende der südafrikanischen Bauarbeiter sollen die Arbeiten an den Stadien für die WM 2010 wieder aufgenommen werden.

Vertreter der Gewerkschaften NUM und COSATU bestätigten nach einwöchigem Ausstand die Einigung im Tarifstreit, an der auch das WM-Organisationskomitee mitgewirkt hat.

Der Streik hatte seit Mittwoch vergangener Woche die Arbeiten an fünf WM-Stadien sowie am Nahverkehrssystem Gautrain lahmgelegt, an denen 50.000 NUM-Angehörige mitwirken.

Aufgrund der Arbeitsniederlegungen schien die für Dezember geplante Übergabe der Arenen an den Weltverband FIFA vorübergehend fraglich.

NUM-Angaben zufolge haben die Arbeiter das jüngste Angebot der Arbeitgeber für eine Lohnerhöhung von zwölf Prozent angenommen.

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