vergrößernverkleinern
Cristiano Ronaldo bestritt 58 Länderspiele für sein Heimatland Portugal © imago

ManUnited zweifelt an der Ernsthaftigkeit des 165-Millionen-Angebots für Ronaldo. Eine Absage bekommt Lokalrivale City aber nicht.

Von Martin Hoffmann

München - 165 Millionen Euro will Sulaiman Al-Fahim, der neue Besitzer von Manchester City, nach eigenem Bekunden auf den Tisch legen, um Cristiano Ronaldo vom Stadtrivalen United abzuwerben.

Doch bei den "Red Devils" ist man nicht sicher, wie ernst sie dieses Angebot des Scheichs von der Abu Dhabi United Group für Europas Top-Torjäger nehmen sollen.

"Das ist eine fantastische Summe Geld", erklärte United-Geschäftsführer David Gill in einem Radio-Interview mit der BBC: "Das würde die Industrie auf den Kopf stellen und darum kann ich mir nicht vorstellen, dass er das ernst meint."

Er habe Al-Fahim nie getroffen und der Kommentar des Großinvestors zu Ronaldo sei interessant, er klinge für ihn aber "wie der Kommentar eines Fans".

"Würden es diskutieren"

Da Al-Fahim im selben Atemzug davon sprach, auch Liverpools Fernando Torres und Arsenals Cesc Fabregas verpflichten zu wollen, "werden wir das mit Vorsicht genießen".

Für den Fall, dass das Angebot ernst gemeint wird, erteilte Gill ManCity aber keine kategorische Absage.

"Letztendlich würden wir jedes Angebot mit Alex (Trainer Alex Ferguson, d. Red.) und den Besitzern diskutieren, denn so viel Geld ist ungemein viel für eine Person", meinte Gill.

Er fügte jedoch hinzu: "Wir sind nicht auf dem Markt, um unsere besten Spieler zu verkaufen."

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Geschäft zusammengefasst.

Deco versteht Robinho nicht

Ein Superstar, mit dem es ManCity ganz offensichtlich ernst meinte, ist Robinho, der für 40 Millionen Euro von Real Madrid losgeeist wurde.

Lange sah es so aus, als würde es den Brasilianer zum FC Chelsea ziehen - und dessen Spielmacher Deco versteht nicht, warum der Stürmerstar den Ligarivalen vorgezogen hat.

"Madrid zu verlassen, um nach Chelsea zu gehen ist in Ordnung", meinte der Portugiese, den es vor der Saison aus Barcelona zu den Blues zog: "Aber was City angeht habe ich bei allem Respekt meine Zweifel."

Die Gründe für Robinhos Schwenk kann Deco sich nicht erklären: "Ich weiß nicht, wir werden Robinho fragen müssen, was passiert ist."

"Es ist nicht normal, nur des Geldes wegen von Real zu City zu gehen", meinte Deco, der Zweifel an ManCitys sportlichen Perspektiven hegt: "Robinho hat das Format, in einem Team zu spielen, das nach Titeln strebt."

Laudrup vor Einigung mit Moskau

Vier Monate nach seinem Rücktritt beim FC Getafe steht Michael Laudrup kurz davor, einen neuen Job anzutreten.

Der ehemalige dänische Mittelfeldstar ist offenbar kurz davor, bei Spartak Moskau anzuheuern.

"Noch ist der Vertrag nicht unterschrieben, aber ich glaube das wird Montag oder Dienstag passieren", sagte Spartaks Manager Valeri Karpin dem russischen Internetdienst "Den Za Dnyem".

Laudrup selbst ist da noch zurückhaltend: "Die Chancen sind recht gut", erklärte er zwar: "Aber ich kann nicht sagen, dass alles geklärt ist." Zu den offenen Fragen zähle unter anderem noch, ob seine Familie nach Russland ziehen wolle.

Sollte sie es nicht, hätte Laudrup eine Alternative: Am Montag verhandelt der 44-Jährige mit West Ham United.

Stadionsperre für Neapel

Nach den schweren Krawallen zu Beginn der Serie A am 31. August hat der italienischen Verband eine Stadionsperre für den SSC Neapel bis 31. Oktober verhängt.

Vier Heimspiele des Erstligisten werden daher im San-Paolo-Stadion unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen. Außerdem wird der Verein eine Strafe von 10.000 Euro zahlen müssen.

Im Zuge des erneuten Gewalt-Skandals, bei dem vor acht Tagen zehn Polizisten verletzt wurden, hat Regierungschef Silvio Berlusconi scharfe Maßnahmen angekündigt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel