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Michael Ballack wechselte 2006 ablösefrei zum FC Chelsea © getty

Der Nationalmannschaftskapitän verletzt sich am Zeh, soll aber zum Saisonstart fit sein. "Metze" will seinen Vertrag erfüllen.

München - Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack muss wegen eines Zehenbruchs eine kurze Trainingspause einlegen und wird sich in den kommenden Tagen in London mit Radfahren und leichtem Krafttraining fithalten.

Der 32-Jährige zog sich die Fraktur bei einem Testspiel seines Klubs FC Chelsea im Trainingscamp in Kalifornien gegen die Seattle Sounders (2:0) zu und landete bereits am Dienstag in London, um dort die Regeneration zu beginnen.

Bis zum Saisonstart der Premier League am 15. August soll der Mittelfeldspieler aber wieder einsatzfähig sein.

Fit gegen Aserbaidschan

Auch sein Einsatz im WM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft am 12. August in Aserbaidschan ist nach derzeitigem Stand nicht gefährdet.

Die Abreise aus Los Angeles erfolgte in Absprache mit Chelsea-Coach Carlo Ancelotti, da Ballack in den kommenden Tagen nicht mit dem Ball trainieren kann.

"Er hat einen Schlag auf den Zeh bekommen und hat die Heimreise angetreten", sagte Ancelotti.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Metzelder will Vertrag in Madrid erfüllen

Christoph Metzelder setzt seine WM-Teilnahme aufs Spiel und will trotz einer fehlenden Stammplatzgarantie seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag beim spanischen Rekordmeister Real Madrid erfüllen.

"Ich möchte bei Real bleiben, auch wenn es schwierig ist, einen Stammplatz zu erobern. Ich wusste, dass die Konkurrenz hier groß sein würde. Den neuen Trainer muss ich jetzt mit meiner Arbeit überzeugen", sagte der 28-Jährige, der bei Real rund drei Millionen Euro netto verdienen soll.

Mit einem Verbleib bei den Königlichen riskiert der zuletzt vom türkischen Meister Besiktas Istanbul und dem griechischen Klub Panathinaikos Athen umworbene Innenverteidiger allerdings seine Teilnahme an der WM 2010.

"Ohne Spielpraxis wird es schwierig"

Denn Bundestrainer Joachim Löw hatte angekündigt, nicht wie vor der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz auf Profis zu setzen, die unmittelbar vor dem Turnier keine Spielpraxis aufweisen.

"Wenn Christoph zurück zur Nationalmannschaft will, dann muss er spielen, entweder bei Real oder bei einem anderen Verein. Ohne Spielpraxis wird es für ihn enorm schwierig", hatte Löw bereits zu Beginn des Jahres erklärt. Metzelder rechnet aber offenbar damit, in seiner dritten Saison bei Real doch noch einen Stammplatz erobern zu können.

Ailton wechselt nach China

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Ailton wechselt in die chinesiche Superliga zu Chongqing Lifan. Für den 36-jährigen Brasilianer, der bei seinem neuen Klub auf den früheren Stuttgarter Trainer Arie Haan trifft, ist es die zehnte Station in den vergangenen fünf Jahren.

Ailton, der zuletzt für den brasilianischen Zweitligisten Campinense spielte, bestritt mit wechselndem Erfolg insgesamt 219 Bundesligaspiele (106 Tore) für Werder Bremen, Schalke 04, den Hamburger SV und den MSV Duisburg.

2004 wurde er im Werder-Trikot mit 28 Treffern Torschützenkönig der Bundesliga und im selben Jahr als erster Ausländer Deutschlands Fußballer des Jahres.

Arabischer Milliardär übernimmt Portsmouth

Der FC Portsmouth wechselt den Besitzer.

Der südenglische Club bestätigte auf seiner Internetseite, dass er mit dem arabischen Geschäftsmanns und Multi-Milliardär Sulaiman Al Fahim aus den Vereinigten Arabischen Emiraten weitgehend Einigung über den Verkauf erzielt habe.

Al Fahim hatte im vergangenen Sommer die Übernahme von Manchester City durch die Herrscherfamilie Abu Dhabis eingefädelt.

Vor Portsmouth waren in der Premier League unter anderem schon Manchester United, Manchester City, der FC Liverpool, Aston Villa und der FC Fulham in den Besitz ausländischer Investoren übergegangen.

Schlägerei-Prozess: Gerrard allein vor Gericht

Steven Gerrard ist der einzig verbliebene Angeklagte im Gerichtsprozess um eine Kneipenschlägerei.

Am Dienstag wurden die sechs Mitangeklagten des Kapitäns vom FC Liverpool vom Gericht als schuldig verurteilt, nachdem sie zugegeben hatten, an der Schlägerei Ende Dezember 2008 beteiligt gewesen zu sein.

Der 29-Jährige Gerrard, dem bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft drohen, hatte bis zuletzt auf nicht schuldig plädiert. Bei der Schlägerei war ein Geschäftsmann verletzt worden.

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