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Die argentinische Nationalmannschaft ist Diego Maradonas dritte Trainerstation © imago

Die Nachricht gelangt unter merkwürdigen Umständen an die Öffentlichkeit. Dietmar Hamann will wohl in Liga zwei anheuern.

Von Martin Hoffmann

München - Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona ist in seinem Heimatland so populär, dass er sogar seine eigene Religionsgemeinschaft hat.

Die Maradonianer dürften vom Glauben abfallen, wenn sich bewahrheitet, was eine arabische Website vermeldet hat.

Demnach ist der Gaucho-Coach bereit, seine Mission als Gaucho-Coach aufzugeben, um einen schnöden Job im englischen Vereinsfußball anzunehmen.

Sein Ziel soll der soeben vom arabischen Milliardär Sulaiman Al Fahim übernommene FC Portsmouth sein.

Verräterische E-Mails des Anwalts

Kurios ist dabei schon, wie diese Nachricht nach außen drang. Der Internetdienst "ArabianBusiness.com" beruft sich auf E-Mails, die Maradonas Anwalt Angel Oscar Moyano verschickt haben soll - und die der Seite vorlägen.

Das klingt auf den ersten Blick abenteuerlich, aber bei dem Business-Portal handelt es sich um eine gut vernetzte Seite, die sich schon durch diverse Exklusivmeldungen aus den arabischen Verflechtungen in die Fußballwelt hervorgetan hat.

Maradona wolle demnach als ein "globaler Botschafter" für Portsmouth dienen und durch seine Kontakte hochkarätige Stars nach Portsmouth lotsen.

"Er ist sogar bereit, das argentinische Nationalteam zu verlassen", soll Moyano geschrieben haben.

Maradona will Villa mitbringen - und... Eto'o?

Ein Berater Al Fahims soll mittlerweile auch bestätigt haben, dass es Gespräche mit Maradonas Cousin Remigio über eine Rolle Diegos bei Portsmouth gegeben hätte.

In Moyanos Mails werden auch namentlich Spieler genannt, die Maradona nach Portsmouth holen wollen würde.

Valencias Angreifer David Villa und sein Teamkollege David Silva sind zwei davon, auch der Name von Maradonas Schwiegersohn Sergio Aguero von Atletico Madrid fällt.

Maradona wolle gar auch Barcelonas Samuel Eto'o nach Portsmouth bringen - was aber schwierig werden dürfte, da dessen Einigung mit Inter Mailand kurz bevorsteht.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Hamann in die Zweite Liga?

Der englische Zweitligist Preston North End zeigt offenbar Interesse an einer Verpflichtung des ehemaligen deutschen Nationalspielers Dietmar Hamann. Nach seiner Ausmusterung beim englischen Erstligisten Manchester City ist der 35 Jahre alte Vize-Weltmeister von 2002 derzeit auf Vereinssuche.

Neben Preston soll auch Ligakonkurrent Queens Park Rangers die Fühler nach Hamann ausgestreckt haben. Der ehemalige Profi des englischen Rekordmeisters FC Liverpool war einer von vier Spielern der "Citizens", die von Teammanager Mark Hughes am Saisonende aussortiert wurden, um Platz im Kader für neue Stars zu schaffen.

Real wird überzählige Spieler nicht los

Nach der groß angelegten Einkaufstour von Real Madrid sind die weiteren Transfergeschäfte des spanischen Rekordmeisters ins Stocken geraten.

Der Klub habe Schwierigkeiten, seinen Kader durch Verkäufe zu verkleinern und damit nach der Investition von über 200 Millionen Euro in neue Spieler Geld in die Kassen zu spülen, erklärte Generaldirektor Jorge Valdano am Donnerstag.

"Wir arbeiten ständig am Verkauf von Spielern und die Tür für weitere Verpflichtungen bleibt geschlossen, bis uns Profis verlassen", sagte der Argentinier.

"In einigen Fällen weigern sich die Spieler, in anderen gehen keine Angebote ein", gab auch Sportdirektor Miguel Pardeza zu. Am Donnerstag waren die Verhandlungen über einen möglichen Transfer des niederländischen Stürmers Klaas-Jan Huntelaar zum VfB Stuttgart gescheitert. Im Gespräch war eine Ablösesumme von 18 Millionen Euro.

Bombenalarm im Steaua-Hotel

Ein Bombenalarm im Hotel des früheren Europapokalsiegers Steaua Bukarest hat die Vorbereitung der Rumänen auf das Europa-League-Qualifikationsspiel am Donnerstag bei Ujpest Budapest erheblich gestört.

Laut einem Bericht auf der Homepage der rumänischen Fachzeitung "Sporturilor" weckte die ungarische Polizei die Mitglieder der Steaua-Delegation in der Nacht zum Donnerstag um drei Uhr und evakuierte den Tross vorübergehend aus dem Hotel.

Steaua-Boss Valeriu Argaseala informierte am Morgen den rumänischen Botschafter in Ungarn und auch die UEFA über den Zwischenfall. Steaua hatte das Hinspiel der zweiten Qualifikationsrunde gegen Ujpest 2:0 gewonnen.

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