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FZico wird gehandelt als Nachfolger für Kevin Keegan bei Newcastle United © getty

Zico könnte in Newcastle Nachfolger von Kevin Keegan werden. Michael Laudrup ist schon neuer Trainer - bei Spartak Moskau.

Von Christian Paschwitz

München - Möglicherweise bekommt die Premier League einen brasilianischen Trainer. Laut "Daily Mail" ist Zico bei Newcastle Unitedt als heißester Nachfolger für den zurückgetretenen Kevin Keegan im Gespräch.

"Diesen Job zu machen, wäre eine sehr große Ehre", sagte der in den 70er und 80er Jahren zu den weltbesten Mittelfeldspieler der Welt gehörende Zico.

Bis Juni trainierte der Brasilianer Fenerbahce Istanbul, zuvor coachte er Japans Nationalmannschaft. Newcastle sei eine sehr interessante Adresse, erklärte er.

"Ich wollte schon immer Erfahrung in der Premier League sammeln, und ich glaube, dass ich auch in England als Trainer Erfolg haben könnte", so der "weiße Pele".

Bemerkenswert: Keegan warf in Newcastle nach gerade mal acht Monaten das Handtuch, weil er sich von den Klubgranden gegängelt fühlte und mit ihnen immer wieder hinsichtlich der Transferpolitik bei den "Magpies" aneinander geriet. Zico sagte nun mit gewisser Anbiederung: "Ich bin es gewohnt, unter einem Sportdirektor zu arbeiten. Solche Umstände sind normal für mich."

Ein Vorab-Lob also für Dennis Wise, der Anfang des Jahres ohne Keegans Kenntnis zum Fußball-Direktor bei Newcastle berufen worden war und von diesem wenig geschätzt wurde.

Zola und West Ham

Auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter schon einen Schritt weiter scheint West Ham United: Knapp eine Woche nach dem Rücktritt von Team-Manager Alan Curbishley soll nach übereinstimmenden britischen Medienberichten Gianfranco Zola der Posten auf der Bank der Hammers angeboten werden.

Der vorherige italienische Nationalcoach Roberto Donadoni wäre offenbar die einzige verbliebene Alternative.

Sport1.de hat weitere Meldungen aus dem internationalen Geschäft zusammengefasst.

Ein Kaka, zwei Aussagen

Missverständliche Aussagen gibt es hinsichtlich eines Transfers von AC Mailands Superstar Kaka zur neuen Fußball-Finanzgroßmacht Manchester City in der Winterpause. "Milan ist mein Leben, ich will hier gar nicht weggehen", sagte der 26-Jährige der spanischen Sportzeitung "AS". Dagegen meinte Kakas Berater im "Observer": "Kaka würde eher einen Klub wie Chelsea, Real Madrid oder Milan bevorzugen, aber man kann nie wissen."

Ein zukünftiges Engagement des offensiven Mittelfeldspielers beim zweimaligen englischen Meister knüpft er insbesondere an die Entwicklung bei ManCity, die allein mit Geld nicht zu bewerkstelligen ist: "Manchester City blickt in die richtige Richtung. Momentan hat das Team nicht die Klasse, um die Champions League gewinnen zu können. Allerdings haben sie die Chance die Königsklasse in der nächsten Saison zu erreichen."

Ein entscheidender Punkt für Kaka, der im Sommer bereits heftig von Chelsea umworben wurde. Milan lehnte das Rekord-Angebot der Blues in Höhe von 100 Millionen Euro jedoch ab und erklärte den 26-Jährigen für unverkäuflich.

Laudrup unterschreibt in Moskau

Vier Monate nach seinem Rücktritt beim FC Getafe hat Michael Laudrup einen neuen Job gefunden. Der ehemalige dänische Mittelfeldstar unterschrieb beim russischen Spitzenklub Spartak Moskau. Laudrup, der auch von West Ham United umworben worden war, bestätigte der Zeitung ?Politiken?, sich mit der Vereinsführung auf einen ab sofort laufenden Vertrag für anderthalb Jahre geeinigt zu haben. Auch die Familie des 44-Jährigen zieht mit nach Russland.

Laudrup galt als einer der herausragenden europäischen Spielmacher ab Mitte der 80er Jahre in Vereinen wie Juventus Turin, FC Barcelona, Real Madrid und Ajax Amsterdam. Er arbeitete nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn als Trainerassistent für die dänische Nationalmannschaft und betreute danach vier Jahre seinen Stammverein Bröndby IF Kopenhagen sowie ab 2007 den Madrider Vorortclub Getafe, der nach einem dramatischen UEFA-Cup-Viertelfinale gegen Bayern München ausschied.

Zwei Millionen Euro Prämie für Schuster

Bernd Schuster würde beim Gewinn des Doubles noch fürstlicher belohnt als seine Spieler. Sollte Real Madrids Trainer erneut zum Titel in der Primera Division und darüber hinaus zum Gewinn der Champions League führen, würde der "blonde Engel" zwei Millionen Euro Prämie erhalten.

Jedem Real-Profi wurde laut der spanischen Sportzeitung "Marca" die Hälfte der Prämie in Aussicht gestellt. Damit würden die Königlichen etwa 27 Millionen Euro an Prämien ausschütten.

Zoff wegen Farb-Rasen

Einen Rasen-Streit gibt es beim Europameister: Die spanische Nationalelf hat beim nationalen Fußballverband dagegen protestiert, ihr erstes Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft auf einem künstlich gefärbten Rasen austragen zu müssen.

Wie "Marca" berichtete, forderte das Team um Kapitän Iker Casillas den Verbandsmanager Fernando Hierro auf, dafür zu sorgen, dass sich Vorfälle wie in der Partie gegen Bosnien-Herzegowina (1:0) nicht wiederholen. Der Rasen im Stadion "Nueva Condomina" in Murcia sei in einem so schlechten Zustand gewesen, dass die Mängel mit grüner Farbe übertüncht worden seien.

Als die Spieler nach dem Abpfiff den Platz verließen, waren ihre Knie und Stutzen grün gefärbt. Die Spieler wiesen darauf hin, dass der schlechte Untergrund nicht nur die Verletzungsgefahr erhöht, sondern auch das von der "Seleccion" praktizierte Kombinationsspiel erschwert habe.

Essien fällt mit Kreuzbandriss lange aus

Michael Ballacks Teamkollege Michael Essien vom FC Chelsea fällt mit einem Riss des vorderen Kreuzbandes mehrere Monate aus. Das gab der Klub am Dienstag bekannt. Die Verletzung hatte sich Essien am vergangenen Freitag bei der 0:1-Niederlage Ghanas im WM-Qualifikationsspiel gegen Libyen in der 22. Spielminute zugezogen.

Sobald die Schwellung am Knie zurückgegangen ist, soll die Operation erfolgen, hieß es aus London.

Erst im Juli hatte der Ghanaer, der 2005 vom französischen Abonnementmeister Olympique Lyon auf die Insel gewechselt war, einen neuen Fünfjahresvertrag unterzeichnet.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Chelsea mit einer Reihe von prominenten Ausfällen zu kämpfen.

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