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Lionel Messi spielte 2000 erstmals für den Nachwuchs des FC Barcelona © getty

Der Argentinier soll langfristig in Barcelona bleiben. Christoph Daum wird erpresst. Die UEFA sorgt sich um die Finanzen der Klubs.

Barcelona - Champions-League-Sieger FC Barcelona will den argentinischen Superstar Lionel Messi langfristig binden.

Wie der katalanische Klub am Dienstag mitteilte, habe man mit dem 22 Jahre alten Dribbelkünstler die Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung seines im Juni 2010 auslaufenden Vertrages aufgenommen.

"Wir sind stolz darauf, ihn in unserem Team zu haben, weil er der beste Spieler der Welt ist", sagte Präsident Joan Laporta und sprach von guten Unterredungen. Messi spielt seit seiner Jugend für Barca. Seine Ablösesumme ist auf 150 Millionen Euro festgeschrieben.

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Erpressungsversuch gegen Christoph Daum

Der ehemalige Kölner Trainer Christoph Daum ist erpresst worden.

Der 55-Jährige, der nach zweieinhalb Jahren beim 1. FC Köln seit Saisonbeginn wieder bei Fenerbahce Istanbul arbeitet, wurde am 28. Juni auf dem Düsseldorfer Flughafen das Laptop geklaut, das nun Gegenstand des Erpressungsversuchs war.

"Wir können natürlich nicht ausschließen, dass es sich um einen Trittbrettfahrer handelt. Aber Fakt ist, dass jemand den Computer gegen Geld angeboten hat", sagte Daums Kölner Anwalt Stefan Seitz.

Dabei soll die anonyme Person eine Summe von 100.000 Euro gefordert haben, ansonsten würden sensible Daten an die Öffentlichkeit geraten. Auf dem Laptop sollen als Dokumente unter anderem ein Testament, Verträge, Kontakte und private Daten lagern.

Seitz erklärte, dass man auf die Erpressung nicht eingehen werde. Die Verbreitung der Daten hätte strafrechtliche Konsequenzen, weil diese durch ein Passwort geschützt sind.

Das Knacken von Passwörtern würde zudem gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen und könnte eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen. Laut "Express" habe Daum dem Anrufer lediglich einen Finderlohn angeboten, wenn er das Laptop unbeschadet zurückerhalten sollte.

"Ich hoffe, dass ich das Laptop zurückbekomme. Dann ist die Sache für mich erledigt", sagte Daum.

UEFA schlägt Alarm: Klubs übernehmen sich

Die UEFA schlägt Alarm: Generalsekretär David Taylor sagte in einem Interview mit "BBC Radio 5 Live", er sei in großer Sorge über den Zustand der Vereine, einige lebten deutlich über ihre Verhältnisse.

Das gelte besonders für die Premier League, allerdings gebe auch beispielsweise Real Madrid Anlass zur Sorge.

"Es gibt eine Reihe englischer Klubs, deren Wert erheblich gefallen ist, die aber weiterhin auf dem Markt munter mitmischen", sagte Taylor und führte als warnendes Beispiel Leeds United an: "Der Verein ist in sehr ernste finanzielle Schwierigkeiten gekommen, weil er sich übernommen hat."

Leeds hatte 2001 das Halbfinale der Champions League erreicht, 2007 stürzte der Verein in die dritte Liga ab. Taylor sagte weiter, man sei beunruhigt über die Mega-Transfers, die Real Madrid und Manchester City zuletzt abgewickelt hätten.

Dieses Hochpokern sei angesichts schwieriger Zeiten alles andere als wünschenswert. Madrid hatte in der Sommerpause allein für die Transfers von Cristiano Ronaldo (94 Millionen Euro), Kaka (65) und Karim Benzema (35) nahezu 200 Millionen Euro ausgegeben.

Präsidenten-Veto stoppt Ukraines EM-Finanzplan

Mit seinem Veto hat Ukraines Präsident Viktor Juschtschenko den Versuch des ukrainischen Parlamentes gestoppt, die dringend nötigen Finanzmittel für die Vorbereitung der EM 2012 von der Nationalbank zu beschaffen und damit den EM-Fahrplan erneut ins Wanken gebracht.

Erst im Juli hatte der sogenannte Oberste Rat in Kiew per Gesetz beschlossen, die Nationalbank zur Zahlung von 9,8 Milliarden Griwna (etwa 870 Millionen Euro) zu verpflichten, um damit vor allem die bisher schleppend verlaufenden EM-Bauarbeiten anzukurbeln.

Wie der Leiter des Präsidenten-Sekretariates für sozial-ökonomische Entwicklung, Roman Schukowski, in Kiew erklärte, habe Juschtschenko aus Sorge um die Stabilität der Landeswährung gehandelt.

Die Nationalbank verfüge nicht über die erforderlichen Ressourcen, begründete Schukowski die Blockadehaltung des Präsidenten.

Erst am Vortag hatte Juschtschenko Bankchef Wolodimir Stellmach in einem Brief aufgefordert, umgehend die Ausgaben der Nationalbank zu senken und Maßnahmen zur Bekämpfung der Inflation im Land zu ergreifen.

In einer ersten Stellungnahme aus dem Parlament bezeichnete Boris Kolesnikow von der Partei der Regionen das Präsidenten-Veto als "äußerst destruktiv".

Kolesnikow ist in der wichtigsten parlamentarischen Gruppierung von Juschtschenko-Kontrahent Viktor Janukowitsch Chef der Region Donezk, wo auch EM-Spiele geplant sind.

Die UEFA hat bereits mehrfach die Situation in der neben Polen als Co-Gastgeber fungierenden Ukraine kritisiert und von den vier geplanten Spielorten Lemberg, Donezk, Dnjepropetrowsk und Kiew bisher nur die Hauptstadt Kiew akzeptiert.

Die anderen Städte haben bis zum 30. November 2009 Zeit zur Nachbesserung. Für die Arenen in Polen hat die UEFA bereits grünes Licht gegeben.

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