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Christoph Metzelder wechselte im Sommer 2007 von Borussia Dortmund zu Real Madrid © getty

Christoph Metzelder avanciert in Madrid zum Medienliebling. Fernando Torres bleibt wohl länger in Liverpool. Internationale Splitter.

München - Real-Madrid-Profi Christoph Metzelder bekommt zwei Wochen vor Spielstart der Primera Division großes Lob von der spanischen Presse.

Neben seinen guten Leistungen in den Vorbereitungsspielen wird vor allem sein Auftreten außerhalb des Platzes positiv hervorgehoben. "Metzelder ist nicht nur ein guter Innenverteidiger, sondern auch ein Gentleman-Fußballer", schreibt das Sportblatt "Marca".

Vor der Saison hieß es noch, dass Metzelder aussortiert werden solle. Heute jedoch steht ein Wechsel nicht mehr zur Debatte. Die Zeitung "As" schreibt über den 47-maligen Nationalspieler: "Er weiß, dass er ein äußerst zuverlässiger Innenverteidiger ist."

"Er pflegt das Image von Real"

Metzelder steht bei Real Madrid nicht unbedingt für hohe Trikotverkäufe oder den Absatz von Fanartikeln. Doch dafür hat er andere Qualitäten.

"Metzelder versteht es, das Image von Real Madrid zu pflegen", so die "As" weiter. Für den früheren Dortmunder ist dies sicherlich eine hohe Auszeichnung. In Spanien wird die Entscheidung von Präsident Florentino Perez, den Deutschen im Kader zu behalten, mittlerweile als richtig angesehen.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengestellt:

Torres verlängert in Liverpool

Der spanische Superstar Fernando Torres hat seinen Vertrag beim FC LIverpool bis 2013 verlängert.

Im Gegensatz zu seinen früheren Teamkollegen Xabi Alonso und Alvaro Arbeloa, die beide zu Real Madrid gewechselt sind, hält Torres den "Reds" die Treue.

Die Konditionen des neuen Vertrags hat der 25-jährige Publikumsliebling bereits im Mai ausgehandelt. Zudem enthält der neue Vertrag eine Option auf ein weiteres Jahr bei den Engländern.

Donovan hat Schweinegrippe

Der frühere Münchner Bundesliga-Fußballer Landon Donovan ist an Schweinegrippe erkrankt.

Das bestätigte der US-Nationalspieler, der auf Wunsch des damaligen Trainers Jürgen Klinsmann vom 1. Januar bis Mitte März 2009 bei Bayern München spielte, dem Magazin Sports Illustrated sowie der Tageszeitung LA Times.

"Ich habe mich lethargisch, langsam gefühlt. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mich auf dem Feld so gefühlt habe. Es war sehr seltsam", sagte der 27-Jährige, der am Mittwoch beim 2:1-Erfolg der USA in Mexiko 90 Minuten spielte.

Da das Virus schnell erkannt wurde, wird Donovan bald wieder einsatzbereit sein.

Sein Klubcoach bei LA Galaxy, Bruce Arena, sieht die Sache gelassen. "Es gibt keinen Grund für Alarmstimmung. Landon ist nicht ansteckend", sagte er. Er habe den Verdacht, dass sich Donovan "bei einigen Leuten angesteckt hat, die in den letzten Tagen bei uns im Büro waren und das Virus in sich trugen".

Man werde nun Donovans Mitspieler, darunter auch Englands Superstar David Beckham, untersuchen und prüfen, ob sich weitere Profis angesteckt haben.

"Als ich am Sonntag zum Treffpunkt nach Miami kam, fühlte ich mich nicht gut, aber es ging", sagte Donovan: "Ich habe nicht groß darüber nachgedacht, habe es auf den Klimawechsel geschoben.

Am Montag wurde es etwas schlimmer und ich habe etwas gehustet. Als ich am Mittwoch aufgewacht bin, war ich müde, aber ich dachte, es läge an der Höhe." Erst als er nach dem Spiel über 38 Grad Fieber hatte, sei er zum Arzt gegangen.

Dopingbekämpfung mit Lügendetektor

Der italienische Erstligist AC Siena will im Kampf gegen Doping ganz neue Wege gehen. Alle Profis sollen einem Lügendetektortest unterzogen werden.

Das von einem Professor der Universität Padua entworfene Gerät wird in Siena getestet und könnte bald von allen italienischen Fußballklubs übernommen werden, berichtete die Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Freitag.

Der Lügendetektor-Test soll feststellen, ob der Fußballer im Zusammenhang mit Doping die Wahrheit sagt oder lügt. Der Test dauert 15 Minuten.

Der Fußballer wird wie in der Kriminaltechnik an ein Gerät angeschlossen, dass unter anderem den Blutdruck misst. Dazu muss er cirka 70 Fragen mit "Ja" oder "Nein" beantworten.

Zuverlässigkeit bei über 90 Prozent

Die Reaktionszeiten sind dann ein entscheidendes Kriterium für das Ergebnis. Je länger der Fußballer braucht, um die Fragen zu beantworten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er lügt.

Das Ergebnis wird sofort bekannt gegeben. Die Zuverlässigkeit des Tests soll bei 91 bis 93 Prozent liegen.

"Der Fußballverein, der einen Spieler erwirbt, kann mit dem Test einem möglichen unkorrekten Verhalten des Fußballers nachgehen.

Die Profis selber könnten den Lügendetektor als Verteidigungsmittel verwenden, um zu beweisen, dass die Einnahme verbotener Mittel, die ihnen zur Last gelegt wird, nicht gewollt war", berichtete der Psychologe Umberto Zerbini, Leiter des Instituts, in dem der Lügendetektor getestet wird.

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