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Volker Finke ist seit März 2009 Trainer bei den Urawa Red Diamonds © getty

Der deutsche Coach der Urawa Red Diamonds fordert einen Spieler zu einer Schwalbe auf - der Fußballboss kritisiert Finke scharf.

Tokio - Nach sechs Pleiten in Folge und einer groben Unsportlichkeit steht der deutsche Trainer Volker Finke beim japanischen Erstligisten Urawa Red Diamonds vorzeitig vor dem Aus.

"Wie tief sind wir gesunken?", sagte der aufgebrachte Motoaki Inukai, Präsident des japanischen Fußball-Verbandes (JFA).

"Es ist ein großes Unglück für die Spieler, unter so einem Coach arbeiten zu müssen. Er ist als Trainer nicht qualifiziert."

Grund für die Aufregung im Land der aufgehenden Sonne:

"Ich werde ihm eine Fair-Play-Medaille überreichen"

Der frühere Freiburger Bundesliga-Coach hatte am vergangenen Samstag seinen Spieler Sergio Escudero nach dem 1:2 gegen Hiroshima heftig dafür kritisiert, dass er sich nach einem Körperkontakt im Strafraum nicht hatte fallen lassen, um einen Elfmeter rauszuholen.

"Das ärgert mich am meisten. Er wird gefoult und lässt sich nicht fallen. Ich werde ihm eine Fair-Play-Medaille überreichen", hatte der 61-Jährige erklärt.

Für JFA-Präsident Inukai ein in Japan nicht zu respektierendes Verhalten.

Sechs Niederlagen in Folge

"Es ist hoffnungslos. Ich kann immer noch nicht glauben, dass er das gesagt hat. Er sollte Spielern mehr beibringen, als sich einfach nur im Strafraum fallen zu lassen", sagte Inukai.

Möglicherweise hat sich das Problem in Nippon allerdings bald von selbst gelöst.

Finke hat kaum noch eine Zukunft beim Meister von 2006 und asiatischen Champions-League-Sieger von 2007.

Nach sechs Niederlagen in Folge hat Urawa bereits 16 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze.

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