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Eigentlich doch ganz gute Freunde: Maradona (l.) und Pele bei einer Ehrung 1986 © getty

Die argentinische Fußballlegende stichelt gegen die brasilianische. Pavel Nedved beendet seine Laufbahn.

München - Vor dem Klassiker zwischen Argentinien und dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien am 5. September in Rosario ist erneut die Debatte um den besten Fußballer aller Zeiten entbrannt.

So sieht sich Argentiniens Nationaltrainer Diego Maradona offenbar als eindeutige Nummer eins im Weltfußball und machte sich nun sogar über den dreimaligen Weltmeister Pele lustig.

"Tatsache ist, dass es eine Umfrage gab, bei der ich ihn hinter mir gelassen habe", sagte der Trainer der "Albiceleste" auf der FIFA-Homepage.

"Das kann mir keiner mehr nehmen. In Brasilien gab es eine weitere Umfrage, bei der Pele ebenfalls den zweiten Platz belegte - hinter Ayrton Senna. Also, er sollte langsam mal vom ewigen zweiten Platz wegkommen."

Sowohl in Argentinien als auch in Brasilien werden immer wieder Vergleiche zwischen den beiden früheren Ausnahmespielern angestellt.

Für Maradona ist bei dieser Diskussion ein entscheidendes Kriterium, dass er jahrelang im europäischen Fußball tätig war.

Verteidiger als "wahre Bulldoggen"

"Ich habe zehn Jahre lang in Europa, Pele im südamerikanischen Fußball gespielt. Natürlich hat er Weltmeisterschaften gewonnen. Aber in Europa zu spielen, das ist doch eine andere Sache", erklärte Maradona.

"Ich habe in einer Epoche des spanischen und italienischen Fußballs gespielt, in der die Verteidiger oft wahre Bulldoggen waren, die sich an einem festgebissen haben. Die waren mir immer auf den Fersen", meinte er weiter.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst.

Lippi will nie wieder einen Verein trainieren

Der italienische Nationaltrainer Marcello Lippi will nie wieder bei einem Klub an der Seitenlinie stehen.

"Ich sage es öffentlich. Nach meiner Erfahrung mit der Nationalmannschaft werde ich keinen Klub mehr trainieren", sagte Lippi.

"Heute könnte ich nicht mehr nach einem schlecht ausgegangenen Match anderthalb Stunden lang auf Fragen von Sport-Kommentatoren antworten. Das würde ich nicht mehr aushalten", so der Trainer weiter.

Der Weltmeister-Coach von 2006 war nach dem Erfolg der Italiener in Deutschland und einer zweijährigen Pause im vergangenen Jahr wieder zum Trainer der Azzurri ernannt worden.

Nedved hängt Schuhe an den Nagel

Der tschechische Ausnahme-Profi Pavel Nedved beendet seine Karriere. Auf seiner Homepage berichtete der 37-Jährige, dass er in den letzten Wochen verschiedene Angebote abgelehnt und sich zum Rücktritt entschlossen habe.

Nedved war Fußballer des Jahres von Europa 2003. Er wolle sich mehr der Familie widmen, begründete der Mittelfeldspieler seine Entscheidung.

Nedved hatte nach acht Jahren und insgesamt 327 Spielen im Juni keinen neuen Vertrag beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin mehr unterschrieben. Ob er seine Laufbahn noch mit einem Engagement bei einem Klub in der Heimat ausklingen lassen würde, ließ er damals aber zunächst noch offen.

Nedved spielte in Italien zuerst für Lazio Rom (1996 bis 2001), danach wechselte er zu Juventus. Er hatte den Klub auch nach dem Zwangsabstieg 2006 in die Serie B nicht verlassen. Mit Juve gewann der 91-malige tschechische Internationale drei Meistertitel.

Sneijder will bei Real Madrid bleiben

Der bei Real Madrid aussortierte niederländische Nationalspieler Wesley Sneijder will nicht zu Inter Mailand wechseln, sondern sich beim spanischen Rekordmeister durchsetzen.

Sneijder soll in einem Gespräch Real-Generaldirektor Jorge Valdano von seiner Entscheidung unterrichtet haben.

"Ich werde nicht gehen, ich will bei Real bleiben und spielen. Es ist keine Frage des Geldes, sondern eine sportliche Entscheidung", sagte der 26-Jährige laut der spanischen Sporttageszeitung "Marca".

Inter hatte rund 15 Millionen Euro für Sneijder geboten. Nach der großen Einkaufstour der "Königlichen" (Cristiano Ronaldo, Kaka, Karim Benzema und Xabi Alonso) steht der Mittelfeldspieler ebenso wie der frühere Hamburger Rafael van der Vaart auf dem Abstellgleis.

Sneijder musste bereits sein Trikot mit der Nummer zehn an Lassana Diarra abtreten.

Brasilien: Bewaffnete Gruppe stürmt Spielerkabine

Schrecksekunde für die Spieler des brasilianischen Zweitligisten Portuguesa Sao Paulo:

Gleich vier bewaffnete Fans drangen nach der 1:2-Heimniederlage, dem sechsten Spiel ohne Sieg in Folge, in die Umkleidekabine des Vizemeisters von 1996 ein und forderten vom Team Rechenschaft für die schwachen Vorstellungen.

"So etwas habe ich noch nirgendwo auf der Welt erlebt. Nicht einmal bei Spielen in Ghettos passiert etwas in solch einem Ausmaß", echauffierte sich Portuguesa-Trainer Rene Simoes, der Jamaika bei der WM-Endrunde 1998 betreut hatte.

Der Coach fürchtet nun, dass seine Spieler, die zudem Drohanrufe erhielten, zu anderen Klubs abwandern.

Valdez und Santana für Paraguay

Mit den Bundesliga-Profis Nelson Valdez von Borussia Dortmund und Jonathan Santana vom VfL Wolfsburg geht Paraguay die kommenden beiden Aufgaben in der Qualifikation zur WM-Endrunde 2010 an.

Die Südamerikaner, mit 24 Punkten derzeit Dritter in den Eliminatorias, erwarten zunächst am 5. September daheim den Vorletzten Bolivien, ehe vier Tage später der zweite Zähler schlechter dastehende Tabellenvierte Argentinien nach Asuncion kommt.

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