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Josep Guardiola (r.) sieht bei Thierry Henry (l.) und seinen Kollegen noch viel Potenzial © getty

Der Barca-Coach sieht trotz des fünften Titels noch viel Steigerungspotenzial bei seinem Team. Donetzk hadert mit dem Schiedsrichter.

Monte Carlo - Die Titelhunger des FC Barcelona in diesem Jahr ist offenbar immer noch nicht gestillt:

Durch das 1:0 (0:0) nach Verlängerung in Monte Carlo im europäischen Supercup-Duell gegen UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donezk holten die Katalanen ihren fünften Titel in 2009 nach dem Triumph in der Champions League, in der Meisterschaft der Primera Division, im spanischen Königspokal und nationalen Supercup.

Am 19. Dezember dieses Jahres kann sich Barca bei der Klub-WM in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) auch noch offiziell zur besten Vereinsmannschaft der Welt küren.

Dritter Supercup-Triumph für Barca

Zum dritten Mal nach 1992 (gegen Werder Bremen) und 1997 (gegen Borussia Dortmund) trug sich Barcelona in die Siegannalen des europäischen Supercup ein.

Ausgerechnet der für Millionen-Neueinkauf Zlatan Ibrahimovic in der 79. Minute eingewechselte Pedro erzielte im Stade Louis II. das Tor des Tages (115.).

"Er hat seine Chance beim Schopf gepackt. Ich freue mich für ihn", sagte Barca-Coach Pep Guardiola.

Der 22-jährige Pedro stammt aus der Nachwuchsschule der Katalanen und kam auch im Champions-League-Finale gegen Manchester United zum Einsatz.

Allerdings gehört er normalerweise im Starensemble von Barca zu den Ergänzungsspielern, denn in der vergangenen Saison kam er insgesamt nur auf 14 Einsätze.

Noch nicht in Top-Form

Guardiola entschuldigte allerdings, dass sich seine Truppe, die am Montag zum Saisonauftakt der Primera Division auf Sporting Gijon trifft, noch nicht in Top-Form präsentierte:

"Es ist August, nicht April oder Mai, wenn die Entscheidungen anstehen und man in bester Verfassung ist. Unser Saisonstart in der Liga steht noch bevor, wir werden uns noch steigern."

18.500 Zuschauer im ausverkauften Stade Louis II sahen einen verdienten Gewinner des 12,5 Kilogramm schweren Silberpokals.

Barcelona in Bestbesetzung

Guardiola bot im Fürstentum Monaco das Beste vom Besten auf.

Neben dem argentinischen Fußball-Künstler Lionel Messi, der das Tor vorbereitete, und dem französischen Nationalstürmer Thierry Henry stand auch Ibrahimovic, der vom italienischen Meister Inter Mailand zur neuen Saison gekommen war, auf dem Platz.

Der schwedische Nationalstürmer Ibrahimovic, der noch nicht völlig integriert schien, wurde von Guardiola in Schutz genommen.

Ibrahimovic noch nicht integriert

"Er hat noch nicht das komplette Trainingsprogramm bei uns absolvieren können. Er war verletzt, aber er wird schon in Form kommen," so der Barca-Coach, um aber gleich nachzulegen.

"Er wird einige Jahre bei uns spielen, nicht nur zehn Tage. Er kann in jedem Spielsystem eingesetzt werden. Er ist ein großartiger Spieler, er bereitet mir keine Sorgen", sagte Guardiola, der 1992 als Spieler bereits mit dem Renommierklub den Supercup errungen hat.

Barcelona war über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, hatte im Abschluss gegen den sehr defensiv eingestellten Außenseiter aus Donezk allerdings im Abschluss einige Probleme.

Donezk hadert mit dem Schiedsrichter

Schachtjor, das im UEFA-Cup-Endspiel Werder Bremen das Nachsehen gegeben hatte, haderte mit der Entscheidung von Schiedsrichter Franck de Bleeckere (Belgien), kurz vor Spielende nicht auf Elfmeter entschieden zu haben.

"Das war bitter, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Es war ein klarer Strafstoß, zu 100 Prozent. Daran besteht kein Zweifel", sagte Schachtjor-Trainer Mircea Lucescu.

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