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Claudio Ranieri war von 2007 bis 2009 Trainer bei Juventus Turin © getty

Der Spalletti-Nachfolger will beim AS Rom für neuen Schwung sorgen. Cole verlängert bei Chelsea. Turin schwärmt von Diego.

Zusammengestellt von Mathias Frohnapfel und Nikolai Kube

München - Im Prinzip kann es für die Roma mit dem neuen Trainer Claudio Ranieri nur noch aufwärts gehen.

Denn nach zwei Spieltagen und zwei Niederlagen steht der Klub auf dem letzten Tabellenplatz der Serie (DATENCENTER: Serie A).

Und Ranieri hat das Konzept für den Aufschwung:

"Die Spieler brauchen einen Tritt in den Hintern, sie müssen sofort reagieren. Vielleicht hat der ein oder andere hier die Überzeugung verloren", sagte der 57-Jährige bei seiner Vorstellung.

Der ehemalige Trainer von Juve und Chelsea hat sein Amt am Dienstagabend vom zurückgetretenen Luciano Spalletti übernommen.

Er stellte gleich klar, dass man von seinem Team nicht "den spritzigen Fußball" wie unter Spalletti erwarten könne, sondern Pragmatismus. "Wir brauchen Opferbereitschaft und Hingabe."

Präsidentin vertraut Ranieri

Auch AS-Präsidentin Rosella Sensi vertraut auf den weißhaarigen Gentleman-Trainer:

"Ich bin aus tausenden von Gründen glücklich, Ranieri zu präsentieren. Wir haben mit ihm einen großen Experten gefunden. Schon mein Vater wollte ihn verpflichten", erzählte sie.

Klubboss Franco Sensi war im August 2008 verstorben.

Mit Ranieri will die Roma nun schnellstmöglich die Wende schaffen. Der vergaß nicht seinem Vorgänger als Chef der Giallorossi ein Kompliment hinterherzuschicken.

"Spalletti geht, aber er hat hierher vier schöne Jahre Fußball gebracht."

Besonders der Offensivgeist der Roma hat Ranieri in der Vergangenheit zugesagt. Nun wird er selbst aber vor allem auf die Ergebnisse schauen müssen.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Cole verlängert bei Chelsea

Der englische Nationalspieler Ashley Cole bleibt beim FC Chelsea langfristig ein Kollege des deutschen Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack.

Cole verlängerte seinen Vertrag bei den Blues laut Vereinsangaben um vier Jahre.

Der Abwehrspieler, der in der Vorsaison durch den Triumph im FA-Cup mit Chelsea als erster Spieler seit 1891 die Trophäe zum fünften Mal gewinnen konnte, war 2006 vom Lokalrivalen FC Arsenal an die Stamford Bridge gewechselt.

Diego so gut wie Zidane, Baggio und Platini

Der Brasilianer Diego hat sich schon nach zwei Spieltagen in die Herzen der Turiner-Fans gespielt.

Juventus-Legende Pietro Anastasi vergleicht den Ex-Bremen nun sogar mit drei großen Juve-Legenden:

"Wir alle wussten, dass er stark ist und große Führungsqualitäten hat. Er erinnert mich an Zidane mit einer Mischung aus Baggio und Platini." Diego scheint in Italien angekommen zu sein.

Babel zieht es nach Amsterdam

Liverpools Ryan Babel liebäugelt im Januar mit einem Wechsel zurück zu Ajax Amsterdam.

Der Stürmer beklagte zuletzt, dass er unter Coach Rafael Benitez keine Chancen auf die Startelf habe. Vor allem falsche Versprechungen würden ihm zu schaffen machen:

"Es wurde mir viel versprochen, aber fast nichts eingehalten", kritisierte der 22-Jährige den Trainer im "Telegraaf".

Babel, der 2007 von den Reds verpflichtet wurde, stand vergangene Saison in nur sechs Premier League Partien in der Anfangsformation.

Nun sieht der 22-jährige Niederländer die WM 2010 in Gefahr.

Schottlands Fußball-Boss für Gehaltsobergrenzen

Angesichts der Finanzmisere mehrerer Klubs im schottischen Fußball hat sich Verbandspräsident Gordon Smith für die Einführung von Gehaltsobergrenzen ausgesprochen.

"Ich habe mich erkundigt, was in Irland passiert, nachdem die Klubs nur noch 65 Prozent ihrer Einnahmen in Spielergehälter investieren."

"Wenn so weitergemacht wird wie bisher, werde ich mich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass der Salary Cap in einer ähnlichen Form wie in Irland kommt und weitere Reformen in Verbindung mit dem Lizenzierungsverfahren in Angriff genommen werden", sagte Smith im Interview mit dem "FC Business Magazine".

Bus in Südafrika beschossen

Nach dem Beschuss eines Busses aus Südafrikas neuem Personennahverkehrssystem BRT haben die Behörden im Gastgeber-Land der WM 2010 die Maßnahmen zur Sicherung der Fahrzeuge massiv verstärkt.

Künftig sollen Polizisten in jedem Bus mitfahren und nicht nur an jeder Haltestelle zum Einsatz kommen.

Außerdem ist für jeden Bus eine Eskorte der Sicherheitskräfte vorgesehen.

Das BRT-Netz war am Montag in Betrieb gegangen. Bei dem bewaffneten Überfall am Dienstag in einer Vorstadt von Johannesburg waren ein Polizist und ein Fahrgast durch die Schüsse verletzt worden.

Countdown-Uhr für WM enthüllt

281 Tage vor dem Anstoß der WM 2010 in Südafrika ist in Berlin eine Countdown-Uhr aufgestellt worden.

Südafrikas Botschafter Sonwabo Funde enthüllte die Uhr vor seinem Amtssitz am Tiergarten.

"Spätestens mit der Countdown-Uhr soll nun auch der Öffentlichkeit, die unsere Botschaft besucht oder auch nur daran vorbeifährt, bewusst werden, dass die WM in Südafrika in naher Zukunft beginnen wird."

"Es ist uns wichtig, der Welt zu zeigen, wie wir der ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent entgegenfiebern", sagte Funde.

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