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Martin Pantelic: Ohne Visum kann er nicht auf Torejagd gehen © imago

Dem Ex-Berliner fehlt das Visum für die Spielberechtigung. Mourinho verdient mehr als Eto'o, West Ham droht der Bankrott.

Zusammengestellt von Guido Huber

München - Der serbische Nationalspieler Marko Pantelic ist immer für eine Anekdote gut.

Der 30-Jährige, dessen Eskapaden Bundesligist Hertha BSC Berlin vier Jahre tapfer ertrug, hat nun auch bei seinem neuen Arbeitgeber Ajax Amsterdam für Wirbel gesorgt - natürlich nicht auf dem Platz.

Pantelic ist noch nicht spielberechtigt, weil er weder eine Arbeitserlaubnis noch ein Visum besitzt, das er als Nicht-EU-Ausländer für die Niederlande benötigt.

Pantelic muss Visum beantragen

Der Stürmer wird nun in der Länderspielpause in seiner Heimat zunächst ein Visum beantragen müssen.

Erst nach Erhalt dieses Papiers kann er die für die Ausübung seines Berufs beim Klub des ehemaligen Hamburger Trainers Martin Jol notwendige Arbeitserlaubnis beziehen.

Sport1.de hat weitere Nachrichten aus dem internationalen Fußball zusammengefasst:

Morinho verdient mehr als Eto'o

Zum ersten Mal in der Geschichte der Serie A ist ein Trainer und nicht ein Fußballer der bestbezahlte Arbeitnehmer der ersten Liga.

Mit seinem Jahresgehalt von elf Millionen Euro verdient Starcoach Jose Mourinho vom italienischen Meister Inter Mailand mehr als sein Stürmer Samuel Eto'o (10,5), der Topverdiener unter den Spielern. (DATENCENTER: Serie A).

Zwar hat Italien nach dem Abschied des Brasilianers Kaka und des Schweden Zlatan Ibrahimovic seine Top-Verdiener verloren.

Die Spitzenklubs müssen jedoch weiterhin für ihre Stars tief in die Tasche greifen.

Milan auf Sparkurs

7,5 Millionen Euro pro Saison verdient Milans Stürmer Ronaldinho, Nationaltorhüter Gianluigi Buffon von Juventus Turin kommt auf 5,5 Millionen Euro.

Inter wird in diesem Jahr 150 Millionen Euro für seine Fußballer ausgeben. Diese Summe könnte mit Prämien sogar auf 170 Millionen Euro steigen.

Stadtrivale Milan hat sich in diesem Sommer von mehreren Top-Verdienern, darunter Kapitän Paolo Maldini und dem Ukrainer Andrej Schewtschenko getrennt, was dem Klub Einsparungen in Höhe von 44,5 Millionen Euro beschert.

Serie A gibt immer mehr Geld für Spieler aus

Allerdings: Trotz der Wirtschaftskrise geben die italienischen Erstligisten immer mehr für die Spielergehälter aus.

Die Serie-A-Klubs werden in diesem Jahr 800 Millionen Euro ausgeben.

In der vergangenen Saison hatten sich die Kosten noch auf 768 Millionen Euro belaufen. Das berichtete die "Gazzetta dello Sport".

West Ham hat 115 Millionen Euro Schulden

Die finanziellen Probleme des englischen Fußball-Erstligisten West Ham United sind offenbar noch größer als lange Zeit angenommen.

Die "Hammers" drücken angeblich Schulden und Verbindlichkeiten von knapp 115 Millionen Euro.

Das geht laut der Tageszeitung "The Guardian" aus den Büchern des Klubs hervor.

Allein im vergangenen Jahr soll der Europacupsieger der Pokalsieger von 1965 über 43 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet haben.

Bankrott schon greifbar

West Hams Finanzchef Nick Igoe bezeichnete die Vereinspolitik von Ex-Klubboss Björgolfur Gudmundsson als "völlig verfehlt".

Der Traditionsklub aus dem Londoner East End stand offenbar bereits vor dem Bankrott. Nur der gute Wille seiner Gläubiger habe West Ham vor dem Ruin bewahrt, heißt es.

Weil der aktuelle Hammers-Eigner, die CB Holding, eine Tochter der bankrotten isländischen Bank Straumur ist, droht den Hammers jedoch weiteres Ungemach.

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